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Neues aus dem Rat - von Theodor Ickler

Die neuesten Kommentare


 
Tagebuch-Archiv

DatumThema (bitte die Überschrift anklicken)
12.07.2014  Buchstabenformen
Die Buchstabenformen sind intuitiv lesefreundlich.
02.07.2014  Anonym, pseudonym
27.06.2014  Abschaffung des Buchs
Bertelsmann setzt auf das Internet
17.06.2014  Blaupause oder Rezept
07.06.2014  Grammatische Exerzitien 9
Sehr kurze Übersicht über den Artikelgebrauch im Deutschen
27.05.2014  Grammatische Exerzitien 8
Vorläufige Übersicht
26.05.2014  "Bildungssprache"
18.05.2014  Und ob!
16.04.2014  Redensarten
Unser "mokantes" Verhältnis zur Sprache (nach einer Beobachtung Wolf Schneiders) zeigt sich auch im Umgang mit Phraseologismen verschiedenen Umfangs.
31.03.2014  schließlich
Partikeln zeigen die volkstümliche Logik der Sprache.
16.03.2014  Grammatische Exerzitien 7
Ein vernachlässigter Satztyp mit interessanten Eigenschaften
15.03.2014  Versprecher
Mehr oder weniger lustig, meist Antizipationen und Kontaminationen
04.03.2014  Grammatische Exerzitien 6
Satzglieder und Gliedteile können durch Satzspaltung an den Anfang oder an das Ende eines Satzes, also die Ausdrucks- oder Eindrucksstelle gestellt und dadurch hervorgehoben werden. Man spricht von Spalt- und Sperrsatz, nach dem Vorbild der generativen Grammatik auch von Cleft- und Pseudocleft-Konstruktionen, nach Ulrich Engel von Links- und Rechtsspaltung.
01.03.2014  Defektive Verben
Nicht alle möglichen Formen eines Paradigmas werden auch verwendet.
27.02.2014  Grammatische Exerzitien 5
Zu den häufigsten Wörtern in einem deutschen Text gehört das Pronomen es. Es ist zweckmäßig, vier Hauptfunktionen zu unterscheiden.
19.02.2014  Grammatische Exerzitien 4
Regelmäßige Unregelmäßigkeiten der Satzgliedstellung
19.02.2014  Grammatische Exerzitien 3
Kurze Übersicht über die Hauptverwendungen
12.02.2014  Grammatische Exerzitien 2
Vorläufige Übersicht
12.02.2014  Überwindung des Pathos
Haben nationalsozialistische Deutschlehrer unser Verhältnis zur Vortragskunst geprägt?
10.02.2014  Blauäugig durch die Sauregurkenzeit
Traditionell (vgl. etwa Henzen, Altmann/Kemmerling) werden zwei Typen von Zusammenbildung unterschieden:
05.02.2014  brauchen
Bekanntlich wird brauchen nach und nach ins Paradigma der Modalverben hineingezogen. Das ist eine Folge seiner Verwendung als Gegensatz zu müssen, sollen. Äußeres Zeichen sind der Wegfall von zu und die Angleichung der Form an die übrigen Modalverben (Präteritopräsentien):
19.01.2014  Grammatica ancilla orthographiae
„(Der Orthographus bestimmt nicht), wie die Wörter heißen und abgeändert werden; sondern nur bloß, wie man die einmal festgesetzten schreiben soll.“ (Luise Gottsched, 89. Brief; dann in Gottscheds „Abhandlung von der Rechtschreibung“).
09.01.2014  Grammatische Exerzitien
Es ist nicht immer leicht, sprachliche Intuitionen auf Begriffe zu bringen.
05.01.2014  Sprecht mit den Frauen!
Mit Sprache balzt man besser.
04.01.2014  gern
„gern (...) drückt eine Bestätigung, Billigung aus, ohne weiteres: das glaube ich dir g.; du kannst g. mitkommen" (DUW)
21.12.2013  Kasusnamen
Über die Herkunft der lateinischen Kasusbezeichnungen gibt es in deutschen, aber auch anderen sprachwissenschaftlichen Werken zahlreiche Behauptungen, die nicht auf hinreichender Quellenkenntnis beruhen und teilweise geradezu falsch sind.
15.12.2013  Verständnisfragen und Antwortsätze
Wenig beachtet, aber ganz alltäglich ist folgender Gesprächsverlauf:
10.12.2013  Politisch sein
Ich lese gerade, daß manche Zeitungen den Entschluß des Bundespräsidenten, nicht nach Sotschi zu reisen, für ein "politisches Signal" halten, während andere es für "unpolitisch" erklären.
09.12.2013  Kommasetzung bei Appositiven
Die Kommasetzung bei Appositivsätzen ist nicht starr geregelt. Die grammatische Erscheinung ist selbst noch nicht ausreichend geklärt.
08.12.2013  Die syntaktische Ruhelage
In seiner Regierungserklärung zur Rechtschreibreform glaubte Zehetmair die Reformbedürftigkeit der deutschen Orthographie auch mit folgendem Beispiel belegen zu können:
07.12.2013  Die Planeten
Wie wir alle gelernt haben, gibt es seit einiger Zeit nur noch 8 Planeten. Bei Wikipedia ist gut dargestellt, wie und warum Pluto degradiert wurde. Interessant ist, daß dies Gegenstand einer Abstimmung war.
17.11.2013  Triage
Ein seltener Fisch könnte den Bau eines Gewerbeparks im Süden Hamburgs verhindern. Wie der NDR und mehrere Hamburger Tageszeitungen übereinstimmend berichten, wurde in einem Abwasserkanal der Europäische Schlammpeitzger gefunden.
14.11.2013  Intentionalität und Sprache
Der Ausdruck Intentionalität wird in der Philosophie hauptsächlich in zwei Bedeutungen verwendet:
09.11.2013  Ein Jüngling liebt ein Mädchen
The man loves the girl. – Hier gehe es um eine „Gefühlsregung seitens des Mannes, welche auf die Frau gerichtet ist.“ (Theo Herrmann/Joachim Grabowski: Sprechen. Psychologie der Sprachproduktion. Heidelberg 1994:49)
08.11.2013  Dachlatte
Zu den Koalitionsverhandlungen in Hessen fiel der Zeitung gestern die „Dachlatte“ ein. Für die Jüngeren ist das wohl schon erklärungsbedürftig.
31.10.2013  Das „bilaterale Zeichen“
Es gibt kaum eine Einführung in die Sprachwissenschaft, die nicht zu Beginn unter Berufung auf Ferdinand de Saussure den „bilateralen Zeichenbegriff“ als semiotische Grundlage vorstellte. (Die kleine sprachliche Härte – statt „Begriff des bilateralen Zeichens“ – ist wohl hinnehmbar.)
27.10.2013  Wie ärgert man eine perfekte Sekretärin?
Vor einigen Jahren war eine hochverdiente Institutssekretärin, heftige Gegnerin der Rechtschreibreform, in den Ruhestand zu verabschieden. Ich rücke hier meinen Beitrag zu einer kleinen "Festschrift" ein, die wir damals überreicht haben.
21.10.2013  Hören und Lesen
„Zu Recht stellen Leiss/Leiss (1997) fest, dass die Dekodierungsleistung des Hörers weitaus größer ist als die des Lesers.“ (Christa Dürscheid: Einführung in die Schriftlinguistik. Wiesbaden 2002:41)
12.10.2013  Glauben und wissen
Über Glauben und Wissen ist viel geschrieben worden, angefangen mit Platons „Theaitetos“ und anderen Werken. Ich möchte hier nur auf einige sprachliche Besonderheiten des Deutschen hinweisen, die Rückschlüsse auf das sprach- und kulturspezifische Modell dieses Teils unserer „folk psychology“ zulassen. (Schon im Englischen sind die Verhältnisse wieder anders.)
21.09.2013  ja ja, nein nein
Neuer Papst, neuer Jubel. Warten wir's ab.
20.09.2013  bis
In den meisten Wörterbüchern und Grammatiken gilt bis als Präposition. Sie soll den Akkusativ regieren, in einigen Fällen sei aber, so wird vermerkt, kein Kasus erkennbar. So etwa Dudengrammatik 2005:619 u.ö.
04.09.2013  Denkzettel
Feinsinnige Unterscheidung zwischen Massenvernichtungswaffen
24.08.2013  Männer sind Kinder
Kinder träumen davon, selbst eine Schokoladenfabrik zu besitzen. Dann gibt es jeden Tag Schokolade satt.
18.08.2013  Störende Homonymie
Es ist klar, daß jede natürliche Sprache unzählige polyseme und homonyme Ausdrücke enthalten muß. Der einfachste Grund liegt darin, daß der Sprachgebrauch fortwährend zu Spezialisierungen führt; außerdem werden Metaphern lexikalisiert usw.
18.08.2013  Ist die Rechtschreibreform links?
Warum gilt die Reform überhaupt als fortschrittlich?
16.08.2013  Ad fontes
Otto Behaghel und andere haben vermutet, daß die Endstellung des deutschen Verbs im Nebensatz auf lateinischen Einfluß zurückgehen könnte. Das will ich hier nicht diskutieren. In einem neuen Buch heißt es dazu:
09.08.2013  Verschlossene Juden
»Im Unterschied zu den Arabern haben die Juden bis heute keine zusammenhängende Schreibschrift entwickelt. Auch die neuhebräische Schreibschrift setzt Buchstaben für Buchstaben ohne Verbindung untereinander:
09.08.2013  Der bitterböse Friederich
Wütende Spiegel-Leser kämpfen siegreich gegen Indefinitpronomen.
04.08.2013  AcI
Kaum eine Form haben die Grammatiker in den letzten Jahrzehnten so eingehend erforscht wie den Infinitiv. Dazu möchte ich hier nur eine kleine Beobachtung beitragen.
04.08.2013  Blumen und Bienen
Form, Farbe und Duft der Blüten sind Zeichen, weil sie sich unter dem Einfluß der bestäubenden Insekten (manchmal auch Kolibris) so entwickelt haben. Diese "empfängerseitige Semantisierung" ist das Merkmal wirklicher Zeichen. (Dazu mein Text "Wirkliche Zeichen".)
01.08.2013  Lustloser Jahrestag
Nur wenige Medien gedenken des 1. August als Stichtags für die Rechtschreibreform. Sie sind sich einig, daß heute der 15. Jahrestag zu begehen ist.
26.07.2013  Täterverschweigung
Mit dieser Formel hat Leo Weisgerber eine nicht ganz neue Deutung recht gut auf den Punkt gebracht. Das Passiv hat noch andere Funktionen, aber diese läßt sich immer wieder durch Beispiele belegen.
26.07.2013  Kondolieren
Das Kondolieren hat mir immer gut gefallen, weil es ein Loch in die vermeintlich universalen "Sprechakte" bohrt.
17.07.2013  Rezipientenpassiv
Beim sogenannten Dativ- oder Rezipientenpassiv tritt das Dativobjekt des entsprechenden Aktivsatzes in den Nominativ; als Hilfsverb dienen kriegen, bekommen, erhalten:
10.07.2013  Zärtlichkeit
Der Duden will zwar immer noch, daß wir Händchen halten, oder vielmehr: im Infinitiv und ordentlich konjugiert ist es gar nicht vorgesehen, und trotzdem wird Händchen haltend empfohlen!
04.07.2013  Vergleiche
Von den Kartoffelpreisen heißt es, sie seien hoch wie lange nicht oder hoch wie noch nie.
01.07.2013  Wanzen
Die EU will ihre Büroräume auf amerikanische Wanzen untersuchen. Das erinnert mich an ein Erlebnis, das nur indirekt mit Sprache zusammenhängt.
30.06.2013  Präsuppositionen
Der Satz (genauer: die Äußerung des Satzes) Er bereut es, seine Frau geschlagen zu haben setzt im allgemeinen voraus, daß er seine Frau geschlagen hat. Diese Voraussetzung bleibt erhalten, wenn man den Obersatz verneint: Er bereut es nicht, seine Frau geschlagen zu haben.
15.06.2013  Konjunktionen
Nehmen wir den Eintrag "Konjunktion" der Wikipedia:
14.06.2013  Apo koinou
Die Apokoinou-Konstruktion ist im Alt- und Mittelhochdeutschen sehr häufig, heute vor allem in gesprochener Sprache, während das schriftdeutsche Normbewußtsein in dieser Hinsicht stärker geworden ist und darauf drängt, mehrfache Abhängigkeit zu vermeiden.
11.06.2013  Standardsprache
Wahrscheinlich fehlt uns die Distanz, um etwa gegen 1950 den Beginn einer neuen Epoche des Deutschen ansetzen zu können. Das erwägt Joachim A. Bär in einem Aufsatz von 2004 über das Nachkriegsdeutsch. Er schreibt:
08.06.2013  Ökonomie der Sprache?
Ist der Sprecher wirklich nur daran interessiert, es sich möglichst einfach zu machen?
27.05.2013  Hiwi
Einige Wortbildungsforscher meinen, Hiwi bzw. HiWi sei eine Kurzform zu Hilfswissenschaftler.
26.05.2013  Derselbe
Eduard Engel hat die Gewohnheit seiner Zeitgenossen, das einfache Personalpronomen der dritten Person durch derselbe zu ersetzen, als eine von drei Hauptsünden angeprangert und so viele Beispiele gehäuft, daß einem wirklich übel werden kann. Freilich mußte er, wie in vielen anderen Fällen, zugeben, daß auch von ihm hochverehrte Autoren gesündigt haben.
20.05.2013  Sprachmagie
Zur Zeit gibt es heftigen Streit um die Definitionsmacht der Psychiatrie und ihre Auswirkungen auf das Gesundheitswesen, aber auch auf das allgemeine Bewußtsein und den Sprachgebrauch.
16.05.2013  Schiefe Attribute I: Attribut zum Kompositum
In einem Determinativkompositum bestimmt das „Grundwort“ die grammatischen Eigenschaften des Gesamtwortes. Das Erstglied ist normalerweise nicht für syntaktische Operationen zugänglich. Als falsch gelten daher Attributionen wie die folgenden:
15.05.2013  Prädikativum
Das Prädikativum ist eine Ergänzung, die mit dem Kopulaverb sein oder dessen inchoativer (werden) bzw. kausativer (machen zu) Variante sowie deren zahlreichen Synonymen und Troponymen angeschlossen wird. Man unterscheidet Subjekts- und Objektsprädikative: warm laufen (von Motoren) vs. kaputt machen.
06.05.2013  Stimmen
Vielleicht hat die Schrift dazu beigetragen, daß wir das Sprechen als die Erzeugung einer Lautkette auffassen, die es dann linguistisch zu analysieren gilt. Ich möchte folgende Alternative vorschlagen:
03.05.2013  Haplologie
Skinner beschreibt den Sachverhalt so:
17.04.2013  Pioniere
Zur hessischen Landesausstellung "Expedition Grimm" gibt Brockhaus ein Buch heraus und schreibt dazu:
29.03.2013  Homunkulus
Aktiv oder passiv – eine sinnlose Unterscheidung
19.03.2013  für und für
Schon Schopenhauer hat, wenn ich mich recht erinnere, den widersinnigen Gebrauch der Präposition für kritisiert.
08.03.2013  Nichts lernen aus Metaphern
Die kognitivistischen Metapherntheorien erfüllen bei weitem nicht die hohen Erwartungen, die sie – besonders im Gefolge von George Lakoff – geweckt haben.
22.02.2013  Witze
Manche Witze funktionieren wie die Auflösung eines Rätsels. Die plötzlich eintretende Lösung bewirkt eine lustvolle Erleichterung, und wir lachen (oder schmunzeln wenigstens).
19.02.2013  Heilige Texte
Sprachwissenschaftler haben sich wohl noch kaum mit der Überschätzung von bestimmten Texten befaßt. Das grenzt an Wahnsinn und hat insofern Ähnlichkeit mit Verliebtheit.
10.02.2013  Kartoffeln stoppeln
Neulich bin ich auf den Ausdruck Kartoffeln stoppeln gestoßen, eine Zeitung unterrichtete ihre Leser über erlaubte und unerlaubte Nachlese auf den Feldern. Da wurden bei mir Erinnerungen wach, denn nach dem Krieg haben wir alles mögliche von den abgeernteten Feldern nach Hause gebracht, vor allem Kartoffeln und Zuckerrüben (woraus mit viel Mühe der Sirup gekocht wurde, den man heute für viel Geld als Delikatesse kaufen kann).
11.01.2013  Oralprimat
Mit Havelock habe ich mich seit Jahrzehnten nicht mehr beschäftigt. Aber nun lese ich Texte von ihm, die mich von weiterer Leküre Abstand nehmen lassen.
11.01.2013  Sehen und Sprechen
Die bekannte Zeichnung von Ernst Mach ist irreführend, weil sie alle Teile des Gesichtsfeldes gleich scharf darstellt.
03.01.2013  Delirium
Sprachliche Kenntnisse vermitteln die systematische Möglichkeit, konzeptuell strukturierte gedankliche Strukturen auf extern manifestierbare Signale abzubilden, ihnen also eine äußere, sinnlich wahrnehmbare Manifestation zu geben. Verkürzt ausgedrückt: Die Sprache ist eine systematische Möglichkeit, Gedanken auszudrücken.
28.11.2012  Tierliebe
Unter dieser Überschrift bringt die Zeitung eine Zusammenstellung höchst seltsamer Argumente:
25.11.2012  Kreter
Als ich mich vor Jahrzehnten mit Deixis zu beschäftigen begann, fiel mir auf, daß auch präzisere Fassungen des "Epimenides" einen unheilbaren Fehler enthalten. Kurz gesagt: Es ist nicht möglich, sich in einem Satz eindeutig auf diesen Satz zu beziehen. An dieser Selbstreferentialität hängt jedoch die ganze Sache.
28.10.2012  Feucht und schmutzig
In der Zeitung wurde kürzlich ein neues Buch von Hans Martin Gauger besprochen: Das Feuchte und das Schmutzige. Kleine Linguistik der vulgären Sprache (Beck 2012).
26.09.2012  Possessiv
Til Schweiger ist mit seinem Filmteam im Sommer nach Afghanistan geflogen und hat seinen Action-Reißer "Schutzengel" dort in vier Vorführungen deutschen Soldaten gezeigt. (Welt 24.9.12)
09.08.2012  Fremdwort als Fremdkörper
Sie genoss fraktionsübergreifend hohe Reputation, die auch in ihrer Wahl zur Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages zum Ausdruck kam. (Aus der Todesanzeige des Bundestagspräsidenten Lammert für Liselotte Funcke, SZ 8.8.12)
08.08.2012  Komma in angeführter Rede
Ein freundlicher Benutzer meines Rechtschreibwörterbuchs hat mich darauf hingewiesen, daß in § 19(4) etwas nicht klar ausgesprochen ist. Es geht um Fälle wie das dort angeführte:
22.07.2012  Rektales
Latein bleibt ein Risiko.
19.07.2012  Reflexiv oder anaphorisch
Während die Grammatiker besonders seit Chomsky unendlich viel über Pronominalisierung und "Bindung" geschrieben und die vermuteten Regeln zum Teil sehr rigoros formalisiert haben, ist der wirkliche Sprachgebrauch durchaus ungefestigt.
18.07.2012  Jargon der Eigenstlichkeit
Walter Benjamin war ein preziöser Schriftsteller, den man kaum noch lesen kann.
17.07.2012  Doppelpunkt-Mode
Hoffentlich nur eine journalistische Eintagsfliege!
16.07.2012  Bindestrichschwund
Viele "obligatorische" Bindestriche werden weggelassen.
15.07.2012  Ohne große Mühe
2002 hielt der Journalist Theo Sommer auf dem Kongreß des Altphilologenverbandes einen Vortrag „Latein und Griechisch – heute erst recht!“. Der Text wurde auch in der ZEIT abgedruckt; der Verbandsvorsitzende Helmut Meißner beruft sich darauf beim Kongreß zwei Jahre später (Forum Classicum 2004).
06.07.2012  Emmy Noether
Higgs-Bosonen nicht ohne Emmy Noether!
04.07.2012  Geschichte und Wahrheit
Ein ähnliches Unbehagen wie an der Romangattung, für die wir schon Kehlmanns "Vermessung" diskutiert haben, beschleicht einen ja auch anderswo.
03.07.2012  Kindesmißhandlung
Die Diskussion um angebliche Traumatisierung durch Beschneidung ruft Erinnerungen an Formen der Kinderquälerei wach, die man selten oder nie zur Sprache bringt.
28.06.2012  Zahlenblind
Heute berichten alle Zeitungen, daß Coca Cola und ähnliche Getränke keineswegs alkoholfrei seien. Es wird ein Alkoholgehalt bis zu 0,001 Prozent angegeben. Muslime dürften daher, wie einige schlaue Journalisten meinen, keine Cola trinken ...
21.06.2012  Fadenwürmer
Deshalb wird eines meiner Lieblingstiere, Caenorhabditis elegans, unter Fachleuten fast immer C. elegans genannt. In manchen Arbeiten erfährt man den vollen Namen überhaupt nicht, nur das Beiwort. Das ist doch seltsam.
15.06.2012  documenta
Die Kasseler "documenta" trägt einen Namen, der offensichtlich vom neutralen Plural zum femininen Singular umgedeutet wurde.
03.06.2012  Littfelder Archiv
Vor 12 Jahren hat mir unser verstorbener Mitstreiter Helmut Jochems sein "Littfelder Archiv" überlassen, Dateien im Umfang von 622 MB, eine unschätzbare Dokumentation. Darunter befinden sich auch viele hundert Briefe und Mails, sowohl von Jochems selbst als auch an ihn gerichtete.
30.05.2012  Paradigmen als Syntagmen
Vor 25 Jahren habe ich einen Aufsatz "Paradigmen als Syntagmen" veröffentlicht. Er galt dem didaktischen Thema der Wortschatzvermittlung, aber den allgemeineren Teil daraus möchte ich gern einmal hier zur Diskussion stellen:
24.05.2012  Stasi und Germanistik
Erst durch einen Hinweis unseres schwedischen Freundes Gustav Korlén bin ich auf eine Untersuchung aufmerksam geworden, die u.a. auf das Wirken von stasigelenkten Germanisten in Schweden eingeht.
11.05.2012  Pro multis
Wir haben das Problem schon am Beispiel der "Bibel in gerechter Sprache" erörtert. Jetzt gibt der Papst Anlaß für viele, wenn auch nicht für alle, sich damit beschäftigen.
07.05.2012  Satzverstopfung
Das Präteritum kommt in wenigstens naturwissenschaftlichen Fachtexten seltener vor. (Rolf Ehnert: Fremdsprachen lernen mit Medien. München 1986:72)
03.05.2012  Vorgreifer-es
Wann ein Korrelat es als sogenannter Vorgreifer eines Ergänzungssatzes gesetzt werden muß oder sollte, ist eine alte Frage.
30.04.2012  Anthropomorphismus
Aggressive Bienen attackieren Wandertags-Teilnehmer
29.04.2012  Mord und Totschlag
Ein Freund von mir ist sehr besorgt um die Zukunft des Lesens. Die jungen Leute hängen vor dem Fernseher oder jetzt am Internet und lesen keine Bücher mehr.
19.04.2012  Wörtervernichtung
An der Entwicklung des Duden-Universalwörterbuchs kann man zeigen, daß entgegen den Behauptungen der Reformer durch die orthographische Änderung tatsächlich Wörter beseitigt und nicht nur verschoben worden sind.
13.04.2012  Friede sei mit euch!
Die kostenlose Verteilung von Koranausgaben kann natürlich nicht verhindert werden, da es im Sinne der Religionsfreiheit nichts Einfacheres gibt als die Verbreitung der Grundtexte.
09.04.2012  Interjektionen
Bekanntlich zeigen Interjektionen oft eine besondere phonetische Struktur, die in "normalen" Wörtern nicht vorkommt: pst usw.
07.04.2012  Platon und die Piraten
Platon wurde bekanntlich auf der Rückfahrt von Sizilien nach Athen von Piraten gefangen und dann auf dem Sklavenmarkt feilgeboten. Ein begüterter Freund erwarb ihn und brachte ihn in die Heimat zurück.
30.03.2012  Metrisches
Die deutsche Sprache ist überwiegend trochäisch.
27.03.2012  Mann beißt Hund
Im neuesten Rundbrief des Dudenverlags wird die Zweideutigkeit mancher Genitivattribute behandelt. Leider am ungeeigneten Beispiel:
23.03.2012  Vormachen und Nachmachen
Kulturelle Überlieferung bei Tieren muß kritischer gesehen werden.
20.03.2012  Festung Europa
Aus den bescheidenen Anfängen einer Wirtschaftsgemeinschaft europäischer Staaten ist ein Staatenbund hervorgegangen, der trotz auseinanderstrebender Interessen und kritischer Phasen immer mehr als wirtschaftliche und politische Einheit handelt und von der übrigen Welt auch so wahrgenommen wird.
14.03.2012  Heizen mit Brot
In den Medien wird nach Kräften versucht, Empörung über die Vernichtung von Lebensmitteln zu schüren. Wer es feierlich mag, kann auch von "täglich Brot" reden.
14.03.2012  Buchtitel
Die Mode, Bücher à la Foucault mit "Archäologie" statt "Geschichte" zu betiteln, scheint endlich vorübergegangen zu sein. Nun erscheinen viele Biographien mit dem Untertitel "Die Biografie".
12.03.2012  Non leguntur
Heiner Geißler hat sein neues Buch "Sapere aude" genannt – sehr ungeschickt, denn das wird die Auflage halbieren. Man kann sich vorstellen, was junge Buchhändlerinnen daraus machen.
10.03.2012  Der Poet
In der FAZ vom 10.3.12 bespricht Ulrich Weinzierl ein Gedicht von André Heller. Am Ende fällt das unvermeidliche Stichwort Poet. Andere Schriftsteller werden nur gelegentlich Poeten genannt, meist als synonymische Variation. Nur Heller heißt immer so.
01.03.2012  Sex
Wir sind Säugetiere, können es aber nicht einfach hinnehmen.
23.02.2012  Buch oder Bildschirm
Neulich sah ich jemandem längere Zeit zu, der in einem E-Book las, einen Roman. Irgend etwas fehlt.
21.02.2012  Schöne Sätze
"Rien n'est plus beau que le vrai; le vrai seul est aimable."
20.02.2012  Wild!
Wie die Presse es ausdrückt, wird die künftige First Lady (dafür gibt es keinen deutschen Ausdruck, weil es eben kein Verfassungsorgan "Bundespräsidentengattin" gibt) die erste sein, die in "wilder Ehe" mit dem Präsidenten zusammenlebt.
19.02.2012  Das Ende naht
Das meinen jedenfalls einige deutsche Schriftsteller.
10.02.2012  Unzeitgemäßes über Schule
Eine junge Frau leistet nach dem Abitur ein Jahr soziale Arbeit in einem Dorf in Kenia. Sie gibt auch Englischunterricht in einer Schule, hilft regelmäßig im Waisenhaus.
26.01.2012  Zink und Zinn
Diese beiden Metalle, bzw. ihre Bezeichnungen, werden oft verwechselt.
24.01.2012  Geschichtspolitik
Viele Beobachter haben mit Recht darauf hingewiesen, welche fatalen Folgen es haben kann, wenn man die Verbreitung historischer Irrlehren unter Strafe stellt. Bei "Holocaust" und Armeniervernichtung wird man ja nicht stehenbleiben können.
22.01.2012  Kind meiner Zeit
Neulich notierte ich mir ein Zitat, das ich auf Guttenberg, Wulff usw. anwenden zu können dachte:
18.01.2012  Die Ausgeschlossenen
SZ 18.1.12: Frank Weidner, der Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung, fordert die Akademisierung der Pflegeberufe. „Angehende Bäcker oder Maler lernen an der Berufsschule Deutsch und Mathe – angehende Pfleger nicht.“
18.01.2012  Herzlichen Glückwunsch!
In den bayerischen Alpen ist ein Skifahrer durch Zusammenstoß zu Tode gekommen.
17.01.2012  Schwierige Vereinfachung
Wer von der Vermittlung der reformierten Rechtschreibung lebt, findet sie natürlich toll.
09.01.2012  Bloß keine Erbosung!
Unsere Nachbargemeinde Marloffstein liegt sehr hübsch am Berg und hat, wie fast jeder Ort hier in Mittelfranken, eine lange Geschichte. Im Augenblick kochen dort die Leidenschaften, weil man zwar Windstrom, aber keine Windräder will, na ja.
07.01.2012  Schreien
Der neugeborene Mensch unterscheidet sich schon bei der Geburt von allen vergleichbaren Säugetieren durch den Geburtsschrei. Es folgt eine längere Lebensphase, die durch häufiges Schreien gekennzeichnet ist.
12.12.2011  Logorrhö
Was haben wir uns darüber geärgert, daß die Schüler ständig Logorrhöe, Epopöe falsch schreiben! Jetzt ist alles klar: Logorrhö, Epopöe, nur so und nicht anders!
03.12.2011  Tiere essen
Bekannt ist die doppelte Nomenklatur für Tiere zum Beispiel im Englischen, wo den germanischen Tierbezeichnungen die romanischen gegenüberstehen und den angenehmen Nebeneffekt haben, die Identität des Verzehrten mit dem lebenden Tier zu dissimulieren: pig – pork, sheep – mutton usw.
03.12.2011  Bildung
Wir erinnern uns noch an Sloterdijks genialen Vorschlag, der Kohle das Kohlendioxid zu entziehen, bevor sie verbrannt wird ... Bekanntlich ist der Philosoph durch einen solchen Beweis seiner Unwissenheit keineswegs erledigt, sondern tanzt nach wie vor auf sämtlichen Hochzeiten.
30.11.2011  Haupt- und Nebensachen
Die Süddeutsche Zeitung gibt gerade einen Film von Lotte Reiniger neu heraus und erinnert mit Recht an diese große Künstlerin. Zum Glück kann man ja im Internet heute diese Scherenschnittfilme betrachten.
22.11.2011  Grußformel in Briefen
Im Stern äußert sich eine Lea Wolz über das angeblich falsche Komma nach Grußformeln in Briefen. Vorausgesetzt wird wieder mal die Verbindlichkeit des Duden, sogar des Bandes 9 ("Richtiges und gutes Deutsch").
11.11.2011  Alles wieder heil
In ihrer "Denkschrift" vom September 2011 schreibt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung:
30.10.2011  Innere Ruhe
Um Delhi herum ist die Luft so schlecht, daß ein Autorennen auch nicht mehr viel ausmacht.
13.10.2011  Erich Thies
Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Generalsekretärs der KMK deutet Erich Thies immerhin an, was er von der Rechtschreibreform hält, nämlich nichts (s. Diskussionsforum, Interview im Tagesspiegel).
13.10.2011  Lange Nächte
Zur Zeit wird wieder die "Lange Nacht der Wissenschaften" vorbereitet, ein beliebtes Ereignis, für das an vielen Universitäten Hunderte von Wissenschaftlern und Helfern kostenlos ihre Arbeitskraft und -zeit zur Verfügung stellen.
08.10.2011  Schreiben heißt Rechtschreiben
Der Vortrag, den Kirill Levinson im Januar 2012 im Einstein-Forum halten will (s. Diskussionsforum), ist offenbar derselbe, den er unter gleichem Titel schon 2001 als Stipendiat am Institut für Europäische Geschichte in Mainz veröffentlicht hat:
29.09.2011  Maschinelle Übersetzung
In der Süddeutschen Zeitung vom 23.9.2011 hat Burkhard Müller die maschinelle Übersetzung kritisiert.
02.08.2011  Der Sozialismus in seinem Lauf
Lustiger Hörfehler
29.07.2011  weg und Weg
Auf der Website der Gesellschaft für deutsche Sprche findet man folgendes:
25.07.2011  Seit Kurzem
Im neuesten Duden-Rundbrief ("Newsletter") geht es um die Großschreibung substantivierter Adverbien usw.:
22.07.2011  „Die Schule hat unserer Überzeugung nach gar nichts zu reformiren“
Ich dachte, die klassischen Zitate aus Hermann Pauls Schrift „Zur orthographischen Frage“ (Deutsche Zeit- und Streitfragen 9/143, Berlin 1880, S. 3–40) stünden schon hier im Netz, kann sie aber nicht finden. Also hier sind sie:
21.07.2011  Jetzt noch schöner
"Das pure Vergnügen für den Schreibtisch"
13.07.2011  Warum Rechtschreibreform?
Die Neue Presse Coburg wollte es wissen:
12.07.2011  Lehrerfreund
www.lehrerfreund.de/in/about
11.07.2011  Wörterbuchvergleich
Ein nicht leicht zu entdeckender Aufsatz behandelt unsere Kritik an den reformierten Rechtschreibwörterbüchern:
11.07.2011  Erlangen – Berlin – Görlitz – Klagenfurt
"Der ostdeutsche Autor Thomas Klupp hat bei den diesjährigen 35. Tagen der deutschsprachigen Literatur angeblich den für den Markterfolg entscheidenden Publikumspreis gewonnen.
07.07.2011  Kommasetzung für Azubis
Haben Sie das Zeug zum Azubi?
04.07.2011  Grass
Die SZ druckt in Reformschreibung eine Rede, die Günter Grass vor Journalisten gehalten hat.
03.07.2011  Fette Hennen
Für ein paar Pfund kann man Mitglied der Fetthennen-Gesellschaft (Sedum Society) werden.
01.07.2011  Zur Fremdwortbildung
Der Zusammenhang seligieren und Selektion ist für heutige Deutsche nicht nachvollziehbar, sie bevorzugen die Verbform selegieren.
21.06.2011  Aus der Zeitung
»Er ist mehr als dreimal so alt wie seine Braut, doch das scheint US-Schauspieler Doug Hutchison nicht zu stören.« (Spiegel 21.6.11)
20.06.2011  Lachsäckchen
Sprachwissenschaftler, die nicht mit Originalbelegen, sondern mit selbsterfundenen Beispielsätzen arbeiten, nutzen die Gelegenheit gern, um ihren besonderen Humor zu zeigen.
19.06.2011  Diktate
Die taz meldet am 17.6.2011:
Senator ignoriert Wissenschaft
15.06.2011  Nach Gutsherrenart
Unzählige Universitätsinstitute, Lehrstuhlinhaber usw. schreiben ausdrücklich vor, daß von der Proseminar- bis zur Doktorarbeit stets "die neue Rechtschreibung", oft ausdrücklich "die jeweils neueste Auflage des Duden" zu befolgen sei.
13.06.2011  Für uns Erwachsene
Die Welt 27.7.2004:
"Mal was Neues: Der Senat verhindert ein Sommertheater
13.06.2011  Störfaktor Englisch
Vor gut zehn Jahren veranstaltete die SPD-Bundestagsfraktion eine der vielen folgen- und daher auch sinnlosen Debatten zur Sprachpolitik: Die Zukunft der deutschen Sprache. Themenabend der SPD-Bundestagsfraktion 24. Oktober 2000.
03.06.2011  Frage zum Komma
Laut Neuregelung (Duden 1996, R 69, dort als neu gekennzeichnet; jetzt K 123) ist zu schreiben:
Die Mutter hatte der Tochter einen Koffer, einen Mantel, ein Kleid und was sie sonst noch für die Reise brauchte, gekauft.
02.06.2011  Logik der Negation
Frau Käßmann hat auf dem Evangelischen Kirchentag gesagt:
"Nichts ist gut in unserem Land, wenn so viele Kinder arm sind."
01.06.2011  Dienstbar
Auf der Website von metaphorik.de wird von eingereichten Schriften schlicht verlangt:
"Für deutschsprachige Beiträge gilt die neue Rechtschreibung."
22.05.2011  Naturvolk
Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hat Chris Sinha herausgefunden, daß die Amundawa (nur noch 150 Leute) keine Zeitbegriffe haben.
20.05.2011  Das Neue Jahr
Bekanntlich schreiben viele Menschen das neue Jahr, zu dem sie einander Glück und Segen wünschen, entgegen der alten und der neuen Vorschrift groß.
20.05.2011  Overkill
Bisher hat alle Welt geglaubt, das feministische Binnen-I widerspreche der alten wie der neuen Rechtschreibung.
17.05.2011  Schwarmintelligenz
Focus berichtet:
14.05.2011  Deutsch-Abi
Unsere Jüngste schreibt gerade Abitur, gestern war Deutsch dran. Der Unterricht hat ihr zuletzt Freude gemacht, hauptsächlich wegen des Deutschlehrers, der selbst ein bekannter Schriftsteller ist.
08.05.2011  Was ist ein Substantiv?
Da im Deutschen jedes Substantiv ein Genus hat, sind einige Grammatiker auf den Gedanken gekommen, diese Eigenschaft zum definierenden Kriterium der Wortart Substantiv zu erklären.
06.05.2011  „Wissenschaftliche Prosa“
Bekanntlich vergibt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung einen Preis für wissenschaftliche Prosa, der nach Sigmund Freud benannt ist. Freud selbst schrieb eine elegante und höchst verführerische literarisch-rhetorische Prosa. Mit den exakten Wissenschaften hat das kaum etwas zu tun.
05.05.2011  Pfeifen im Walde
Seit drei Auflagen (also seit wieder kopfstehen geschrieben wird), steht unter diesem Stichwort der Beispielsatz: An der neuen Rechtschreibung wird sich nichts mehr ändern, auch wenn manche kopfstehen.
03.05.2011  Großer Kopf
Auf seiner Website definiert der Duden das Pferd, angeblich eine der meistgestellten Fragen:
03.05.2011  Freude
"Freude" bekunden viele Politiker über den Tod Osama bin Ladens. Der Ausdruck wirkte gleich unpassend und wird auch vom Vatikan gerügt. "Erleichterung" (wenn man O. für gefährlich hält) oder "Genugtuung" (wenn man die gelungene Rache für wichtiger hält) scheinen angemessener.
28.04.2011  Ever
Es handelt sich um einen der größten Datendiebstähle jemals.
20.04.2011  Ziffern und Zahlwörter
In Zeitungen und von den Agenturen wird oft noch die alte Buchdruckerregel befolgt, Zahlen von 1 bis 12 in Buchstaben zu schreiben, weiter dann in Ziffern:
20.04.2011  Menschen und Lehrer
Befragt wurden laut Tagesspiegel "bundesweit 2227 Menschen (davon 434 Eltern mit Schulkindern) sowie 536 Lehrer".
18.04.2011  Tempus
Die allgegenwärtige Unsicherheit im Gebrauch der Tempora geht teilweise auf regionale Unterschiede zurück (süddeutsches Perfekt), teilweise auf die Fremdheit mancher lateinisch inspirierter Unterscheidungen, die im Sprachgefühl der Normalbürger nicht verankert sind.
12.04.2011  Unfassbarer Verstoss
Wenn man liest
"Lufthansa-Pilot trug illegale Waffen bei sich" (RP online 12.4.11)
12.04.2011  Steter Tropfen
Wenn wir alle uns vornehmen, sämtliche gelesenen oder auch nur eingesehenen Bücher bei amazon zu rezensieren und jedesmal die schlechte Reformschreibung zu rüffeln und die gute klassische zu loben, dann könnten wir vielleicht den einen oder anderen Verlag zur Besinnung bringen.
11.04.2011  Euphemismen
Eigentlich wollte ich sagen: "Sie sind aber alt geworden!"
10.04.2011  Tabellenplätze
Forscher haben herausgefunden, daß ein Trainerwechsel die Leistung von Berufsfußballern nicht erhöht. Das stand gestern in der Zeitung, und heute entläßt der FC Bayern seinen Trainer!
08.04.2011  Deutsch sprechen
Ich ertappe mich immer wieder beim Grübeln, ob ich deutsch sprechen oder Deutsch sprechen schreiben soll.
07.04.2011  Wunderknabe
Wunderkind: Zwölfjähriger widerlegt Einsteins Theorien
(Schlagzeile bei T-online)
05.04.2011  Unduldsames IDS
"Der folgende Beitrag erscheint entgegen meinem ausdrücklichen Wunsch in der reformierten Rechtschreibung, obwohl ich zu den dezidierten Gegnern der neuen und den Befürwortern der traditionellen Orthografie gehöre.
05.04.2011  Needlearbeit
In mehrere deutschsprachigen Beiträgen über das Orientierungsvermögen der Wüstenameisen habe ich gelesen, daß diese erstaunlichen Tiere "Buffon's Needle-Algorithmus" anwenden.
21.03.2011  Der hohe Ton
Denn das Gedicht ist Gesprochenheit, Gesprochenheit zum Du, wo immer ihm der Partner wese.
18.03.2011  Lutz Mackensen
Über Mackensen hat, wie ich gerade sehe, Helmut Henne im Sprachreport des IDS 2010, Heft 4 (herunterladbar) einen lesenswerten Beitrag veröffentlicht.
17.03.2011  Englisch schreiben
Weithin bekannt ist der Stilratgeber von Strunk/White. Seine Ratschläge sind wohl auch in die Programme zur automatischen Stilkontrolle eingegangen.
14.03.2011  Auf dem Rücken
Es war schon etwas befremdlich, als Guttenberg behauptete, er sei "auf dem Rücken der Soldaten" zum Rücktritt gezwungen worden. Für mein Sprachgefühl bedeutet das "auf Kosten" oder "zum Schaden" von jemandem, und davon konnte ja hier keine Rede sein.
13.03.2011  Japan
Ich hoffe inständig, daß unsere Freunde in Japan von der furchtbaren Katastrophe nicht unmittelbar betroffen sind und auch um ihre Angehörigen keine Sorgen haben müssen.
10.03.2011  Umfragen II
Wahrscheinlich haben Sie sich auch schon darüber geärgert: Man wird ständig eingeladen, irgendwo abzustimmen, aber die Antworten lauten nicht einfach Ja/Nein, sondern enthalten auch noch eine Begründung, die man in vielen Fällen gar nicht für die richtige hält.
08.03.2011  Lybien
Da Libyen jetzt wieder alle Aufmerksamkeit erfordert, quält sich eine wachsende Zahl von Menschen mit der Aussprache.
05.03.2011  Nazi-Biene
Immer auf der Suche nach Themen, ist die Germanistik inzwischen auf die hochaktuelle Frage gestoßen, "ob die Wiederentdeckung eines Autors betrieben werden soll, dessen Bücher völlig in der Versenkung verschwunden sind", nämlich Waldemar Bonsels.
03.03.2011  Placebo
Ein interessanter Fall:
"Entgegen der landläufigen Meinung ist der Placebo-Effekt keineswegs ein Synonym für Wirkungslosigkeit. Studien belegen verblüffende Effekte. Die Bundesärztekammer empfiehlt den verstärkten Einsatz von Schein-Medikamenten.
02.03.2011  hapax
In Zeitungen werden manchmal Preisaufgaben gestellt: Man soll mittels einer bestimmten Suchwortkombination eine ganze bestimmte Website im Milliardengewimmel auffinden.
27.02.2011  Mühsames Pflaster
In einem weiteren Huldigungsartikel der BILD für Guttenberg schreibt Martin S. Lambeck:
21.02.2011  Fragewort
Unsere Grammatiken unterscheiden gewöhnlich so: Mit wer fragt man nach Personen, mit was nach Sachen. (Vgl. die Tabelle in der Dudengrammatik S. 313.)
20.02.2011  Indirekte Rede
Die Unbeliebtheit der indirekten Rede (manche Sprachen kennen überhaupt keine) trifft im Deutschen mit einem unstabilen System von Tempus und Modus zusammen, so daß es hier zu unendlich vielen mißratenen Sätzen kommt. Zum Beispiel so:
17.02.2011  Verschmelzung
Herr Riemer wirft im Diskussionsforum eine alte Frage wieder auf. Dazu kurz:
16.02.2011  Pronominaladverbien
Vor einiger Zeit habe ich auf eine allzu rigide Norm in der Schüler-Wahrig-Grammatik (Lutz Götze) hingewiesen:
16.02.2011  Besser abschreiben!
Guttenberg hat in "seiner" Doktorarbeit sogar die Rechtschreibfehler der Vorlage übernommen: darüberhinaus.
15.02.2011  Pferdeflüsterer
Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Pferdewirt/Pferdewirtin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 25.03.2010)
13.02.2011  Lichtes von Fischer
Der Prachtband von Anita Albus über Proust ("Im Licht der Finsternis") ist bei Fischer zum 125jährigen Verlagsjubiläum "in der Cicero Poliphilus & Blado Italic von Wilfried Schmidberger in Nördlingen nach den Regeln der Schwarzen Kunst und in der bewährten Rechtschreibung" erschienen.
10.02.2011  Genau
Mehr als einmal habe ich studentische Referate gehört, die mit Genau! anfingen. Auch bei Oberstufenschülern kommt es vor.
10.02.2011  Wer ist der Tyrann?
Gerhard Augst stellt fest, daß die Schreibgewohnheiten sich spontan ändern wie Moden, und fährt fort: "... der Rechtschreibtheoretiker muss den Usus Tyranni über kurz oder lang in sein Schriftsystem übernehmen."
08.02.2011  Ohren betäubend
Bei der Ohren betäubenden neuen Musik-Mixtur, die anfangs in den USA nur der «Haley-Sound» genannt wurde, konnten sie ihren Aggressionen freien Lauf lassen. (Süddeutsche Zeitung zum 30. Todestag von Bill Haley)
07.02.2011  Bologna
Im Jahrbuch des Amtes für das Auslandsschulwesen verbreitet sich Exminister Hans Joachim Meyer sehr kritisch über den "Bologna-Prozeß".
06.02.2011  Bedeutendst
Johannes Paul II. ist vielleicht die bedeutendste Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts. (Daniel Deckers, FAZ 14.1.11)
31.01.2011  Sprachverführer
In der ZEIT vom 20.1.2011 lobt Ursula März das neue Buch von Thomas Steinfeld und schließt:
30.01.2011  Stilistische Pracht
Man fragt sich ja nicht als einziger, wie die DASD auf Mosebach hereinfallen konnte. Zur Begründung des Büchner-Preises rühmte die Akademie ihm "stilistische Pracht" nach, was ja eigentlich ein Todesurteil ist.
25.01.2011  Titivillus
Zum erstenmal bin ich in Skinners "Verbal Behavior" auf den Teufel Titivillus und sein eigenartiges Treiben gestoßen (nebst zugehöriger Einordnung durch Skinner), und heute treffe ich ihn zufällig wieder in einem hübschen kleinen Aufsatz einer Zürcher Latinistin:
20.01.2011  Aus einer Hand
Meldung vom 20.1.11: Brockhaus steht auf Wahrig
14.01.2011  Astrologie und Orthographie
Im SZ-Magazin verrät eine Astrologie-Unternehmerin (die aber selbst keine Astrologin ist),
13.01.2011  Aus der Küche
Als Kinder haben wir uns geärgert, wenn wir beim Kochen helfen wollten und die Eltern uns baten, eine Prise Salz, einen Stich Butter, eine Handvoll Nüsse und einen Schuß Essig zuzugeben.
11.01.2011  Innovativer Fortschritt
Das Fortschrittsprogramm der SPD ist feministisch korrekt durchgestylt. Allerdings ist die "Hausfrau, die eine große Familie versorgt" dann doch wieder etwas klischeehaft.
08.01.2011  Sprechende Hunde
Ein amerikanischer Hund ("Chaser") kann 1022 verschiedene Spielzeuge aus dem Nebenzimmer apportieren. Es wird gemeldet, er habe über 1000 Vokabeln gelernt.
08.01.2011  Statistik
Die SZ bringt heute einen ganzseitigen Artikel über und gegen Thilo Sarrazin. Ich habe Sarrazins Buch nicht gelesen und kann dazu nichts sagen, sondern beschränke mich auf besagten Artikel.
05.01.2011  Alles englisch
Der Zukunftsrat, den Ministerpräsident Seehofer berufen hat, kritisiert, daß in Bayern nur 3,5 % der Studiengänge auf englisch angeboten werden, der Bundesdurchschnitt betrage 5 %.
04.01.2011  op. 106 – ein Hammer!
Joachim Kaiser nennt in der SZ Beethovens op. 106 die "Hammer-Klaviersonate",
03.01.2011  Geschichtsfälschung
In der neuesten Ausgabe des "Parlaments" schreibt Ramona Vogel:
03.01.2011  Glühlampen und Rechtschreibung
"Endgültig beschlossen und besiegelt wurde das EU-weite Glühbirnenverbot im April 2009. Jahrelange Debatten waren vorausgegangen, alle Argumente waren ausgetauscht, und die Freunde der Glühbirne hatten die Abstimmungen deutlich verloren.
03.01.2011  Schöne Bücher
In der Zeitung wird die Neuausgabe von Arno Schmidts Hauptwerk, "Zettel's Traum" gefeiert, die erste wirklich gesetzte und nicht bloß faksimilierte. Es scheint eine typographische Meisterleistung zu sein, dank unserem Beiratsmitglied Friedrich Forssman.
02.01.2011  Lesen ohne Licht
Eines Nachts, als ich mich mal im Bett umdrehte, fragte meine Frau plötzlich: "Liest du?" Sie glaubte im Stockdunkeln eine umgeschlagene Buchseite gehört zu haben. Darüber müssen wir heute noch lachen.
31.12.2010  Langschläfer
"Die seit 2006 gültige neue deutsche Rechtschreibung gibt einigen Spielraum her. So kann man den Ski getrost auch Schi schreiben." (Märkische Allgemeine 31.12.10)
30.12.2010  Gedenkblatt
Vor zehn Tagen ist der große Kunsthistoriker J. A. Schmoll gen. Eisenwerth verstorben, unbemerkt von der Presse (mit Ausnahme der SZ).
30.12.2010  Ein Volk von Klapprechnern
Im Verkehrsministerium soll nach dem Willen des Ministers der Laptop nur noch Klapprechner heißen.
29.12.2010  Flusssegnung
Am 6. Januar wird wieder der griechisch-orthodoxe Brauch der Wassersegnung geübt, und zwar ökumenisch. In München trifft es die Isar.
29.12.2010  Gut verpackt
In seiner "Zeitleiste" zur Geschichte der Rechtschreibreform schreibt der Rat für deutsche Rechtschreibung:
27.12.2010  Raunächte und Duckmäuser
SZ-Streiflicht vom 27.12.10:
"Früher nannte man diese Zeit Raunächte. Der Mann in Salzuflen ist ja auch recht rau in den Glühweinstand eingebrochen.
24.12.2010  Für Allergiker
Heute kam ein Paket von meinem äußerst rühmenswerten Nuß- und Schokoladen-Internethändler.
24.12.2010  Nicht pornographisch
Der schwule Sex ist sehr geradeaus und unverklemmt inszeniert, ohne voyeuristisch zu sein. (abendblatt.de 23.12.10 über einen neuen Film von Tykwer)
22.12.2010  Bild von Kirche
Kath.net: "Ein Kommentar von Dr. Hubert Gindert
22.12.2010  Kürzer
Türme des Kölner Doms kürzer als angenommen
17.12.2010  Besorgnis erregend
„Der Einstellungsantisemitismus ist noch immer und seit einigen Jahren schon wieder zunehmend ein Besorgnis erregendes Phänomen.“ (Monika Schwarz-Friesel u. a., hg.: Aktueller Antisemitismus – ein Phänomen der Mitte. Berlin: de Gruyter 2010)
11.12.2010  Wie weiter?
Mit dem Jahr 2010 geht auch die erste Amtsperiode des Rates für deutsche Rechtschreibung zu Ende. Am 8. Dezember legte er den Kultusministern seinen zweiten Rechenschaftsbericht vor, der den Zeitraum von der letzten Revision 2006 bis zur letzten Sitzung im Oktober 2010 umfaßt.
10.12.2010  Sutane
Der Rat für deutsche Rechtschreibung reicht seinen zweiten Bericht ein.
09.12.2010  Unanständig
Durch die SZ bin ich auf die äußerst seltsame Einladung zur Berlin Biennale aufmerksam geworden. Hier der Text:
09.12.2010  Sprachknoten
um Assange als potentiellen Spion habhaft zu werden (SZ 9.12.10)
08.12.2010  Sprachverführung
Friedrich Kainz erzählt folgende Geschichte, um die Gefahren der Hypostasierung durch Substantive zu erläutern:
07.12.2010  Propaganda
Die WELT meldet online:
USA jubeln über Festnahme von Julian Assange
07.12.2010  Berlinverlag
Während die Beitz-Biographie in Reformschreibung erschienen ist, hat sich Henning Ritter mit seinen "Notizheften" offenbar erfolgreich dagegen gewehrt.
02.12.2010  Otto Sarrazin
Wenn Thilo Sarrazin, wie im Diskussionsforum vermerkt, nach seinen Urahnen fahndet, wird er auch auf seinen Urgroßonkel stoßen, der einer der bekanntesten Sprachpfleger war, zeitweise Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins und Verfasser eines Verdeutschungswörterbuchs.
01.12.2010  Klatsch und Tratsch
Kaum hat jemand den Raum verlassen, fangen die anderen an, über ihn zu hecheln und zu tratschen. Das war immer so und ist überall so. Gossip ist der Kitt der Gesellschaft, nach Robin Dunbar der Ursprung der Sprache ("social grooming", also eine Art verlängertes Lausen).
26.11.2010  Quäntchen
Mit einer Unsicherheit von nur drei Millionstel Prozent konnten sie die Avogadro-Zahl bestimmen, die definiert, aus wie vielen Atomen zwölf Gramm Kohlenstoff bestehen. Trotzdem fehlt noch ein Quäntchen (...) (SZ 25.11.10)
24.11.2010  Eme
Bekanntlich unterscheidet die strukturale Sprachwissenschaft die bloßen Laute von den Phonemen. Letzteres sind abstrakte Abschnitte der Rede, die lediglich bedeutungsunterscheidende Funktion haben, unabhängig von der konkreten phonetischen Realisierung.
23.11.2010  Verlagsarbeit
Auf der Internetseite des Verlags Kiepenheuer & Witsch ist nicht ohne weiteres zu erkennen, daß die Taschenbuchausgabe von "Im Westen nichts Neues" (2010) auf die Reformschreibung umgestellt wurde. Hier sind ein paar Beispiele aus den ersten 70 Seiten:
21.11.2010  Kognitivismus
Wenn einer etwas tut, dann muß er es können. Dem Sprechen liegt also die Sprachfähigkeit zugrunde. Nennen wir sie "Kompetenz", mit einer Nicht-Übersetzung von Chomskys Sprachgebrauch.
20.11.2010  Sternchen
Besonders seit Chomsky ist es üblich, daß Linguisten selbstgemachte Beispiele mit eigenen Grammatikalitätsurteilen versehen und beides zusammen als die sprachlichen "Daten" behandeln.
18.11.2010  hin und mit
Auf einer ganzseitigen Anzeige von Acer prangt in großen Buchstaben:
17.11.2010  Beratung den Beratern
Die Freiburger Sprachberatung (s. Diskussionsforum) scheint selbst nicht gut beraten zu sein:
17.11.2010  Meissen und Giessen
Bekanntlich wissen viele Leute nicht mehr, wie man Meißen und Gießen schreibt. Im ersteren Fall trägt dazu die Meissener Porzellanmanufaktur bei, die sich tatsächlich schon immer so schrieb.
16.11.2010  Korpus und Pathos
Das ist auch so eine Gewissensfrage bei der Anfertigung eines Wörterbuchs. Das sprachgeschichtliche Schicksal der griechischen und lateinischen s-Stämme sowie der lateinischen u-Stämme ist mit bekannt, aber wie soll man die heutige uneinheitliche Lage im Deutschen darstellen?
13.11.2010  Rote Köpfe
Im Duden-Newsletter heißt es heute:
09.11.2010  Radfahrer und Nordic Walker
Ergänzend zu meinem alten Text Duden ohne DUDEN möchte ich noch mitteilen:
08.11.2010  Politischer Druck
"Da dem Rechtschreibrat von politischer Seite nur gut ein Jahr für Korrekturen an dem Regelwerk von 1998 zugestanden wurde, konnten weitere störende Elemente (etwa Fremdwort-Eindeutschungen in der Schreibung; falsche Etymologisierung, Dreifachkonsonanz; ß-Schreibung als halbe Lösung) nicht beseitigt werden. Sie bleiben Bestandteil des Regelwerks von 2006."
08.11.2010  hinterher
Vor etlichen Jahren fiel mir auf, daß besonders in Kinderbüchern der Verbzusatz "nach" oft durch "hinterher" ersetzt zu sein schien.
03.11.2010  Jenseits des „Duden“
Unter Ein ‚Geschenk für unsere Kinder‘ habe ich dem vor einigen Tagen verstorbenen Andreas Digeser, einem der Großväter der Rechtschreibreform, eine kleine Dokumentation gewidmet.
03.11.2010  Volles Loch
Heute macht sich die Süddeutsche Zeitung Gedanken, wie man das Erdloch von Schmalkalden "befüllen" könnte. Im Beitrag selbst heißt es dann richtig "verfüllen".
02.11.2010  Liebe und Hölle
Vor einigen Monaten ließ sich auch der "Sexualforscher" Volkmar Sigusch zur Mißbrauchsdebatte vernehmen:
30.10.2010  Sommerzeit
Das Ende der Sommerzeit veranlaßt mich, wieder einmal an Eduard Engel zu erinnern, der 1912 die Einführung der Sommerzeit vorschlug und später der Meinung war, daß die (vorübergehende) Einführung tatsächlich auf ihn zurückging.
30.10.2010  Konjunktiv
Im heutigen Duden-Rundbrief heißt es:
28.10.2010  Fehlerfreih
In einem Beitrag zur Zulassung des ß im Internet schreibt Hermann Unterstöger:
26.10.2010  Trüber Tag
Ich werde verramscht.
25.10.2010  Man muß modern sein
Aus der Werbung einer Unternehmensberatung:
24.10.2010  Enorme Kosten
In einer Pressemitteilung wandte sich 1997 (!) die „Katholische Erziehergemeinschaft“ gegen einen Stop der „in den Schulen bereits umgesetzten Reform“:
15.10.2010  Dudenwerbung
Unter dieser Adresse kann man ein etwas hausbackenes Werbefilmchen für den Duden-Korrektor ansehen.
13.10.2010  IDS und Europa
Aus der Beschreibung des Projekts "Grammatik des Deutschen im europäischen Vergleich" (IDS):
13.10.2010  Himmelsrichtungen
Bekanntlich gibt es Sprachen, in denen man nicht einfach "links" und "rechts" sagt, sondern jeweils "talauf", "talab" oder auch "westlich", "östlich" usw.
13.10.2010  Am grünen Holz
Pressetext und Produktoto (!) zum Herunterladen (204 KB)
10.10.2010  Überflüssige Wörter
»Überflüssige Wörter gibt es nicht, und zwar aus zwei Gründen: zum einen weil für Sprecher und Schreiber aus ihrer Sicht kein von ihnen benutztes Wort überflüssig ist, zum anderen weil Sprachen so gut wie keine völlig synonymen Wörter enthalten: Kids und Kinder bzw. Event und Ereignis haben selbstverständlich unterschiedliche Bedeutungen. Diese Beispiele zeigen, dass es Anglizismengegnern häufig an sprachlichem Differenzierungsvermögen fehlt.« (Rudolf Hoberg im FAZ-Lesesaal Forum)
06.10.2010  Herzlich Willkommen!
Die Überschrift mit der weitverbreiteten, aber falschen Großschreibung stammt aus der „Süddeutschen Zeitung für Kinder“, die dem Thema der deutschen Einheit gewidmet ist.
06.10.2010  Zusammen wachsen
Kann man eigentlich Herrn Wulffs Rede zur deutschen Einheit irgendwo hören? Sie schließt ja (vor der Segensformel, die dem nichtsäkularen Charakter des Ganzen entspricht) mit den Worten:
05.10.2010  Weltuntergang steht bevor!
Zum Stuttgarter Bahnhofsprojekt kann ich nichts sagen, es wäre auch unpassend. Aber wenn Bahnchef Grube sagt, nach einer Absage an Stuttgart 21 wäre überhaupt kein Großprojekt in Deutschland mehr möglich, dann zieht er dasselbe Register, das sich schon so oft als mißtönend erwiesen hat.
04.10.2010  Rückruf wg. Rechtschreibung
Zigtausend Bände von Jonathan Franzens neuem Buch "Freiheit" sind zurückgerufen worden oder werden gratis umgetauscht wegen Fehlern bei Rechtschreibung und Zeichensetzung (Herbst 2010).
01.10.2010  Akademisches
Angelika Becker/Wolfgang Klein: Recht verstehen. Berlin 2008 (Akademie Verlag) (Hg. von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften)
01.10.2010  Letzte Sitzung
Heute tagt der Rat zum letztenmal. In den Medien kann ich keinen Hinweis finden, wahrscheinlich ist die Sitzung weder angekündigt worden noch wird sie durch eine Pressekonferenz beendet werden – oder?
19.09.2010  Geschichtspolitik?
Ein Freund fragte mich kürzlich, wo man eigentlich das Regelwerk von 1996 findet, immerhin das mit Abstand wichtigste Dokument der ganzen Rechtschreibreform.
10.09.2010  Verve und Wollen
Die Hofberichterstattung des Wiesbadener Tagblatt bleibt in unbestimmtem Rühmen stecken.
14.08.2010  Sprachfunktionen
Wenn wir etwas Kniffliges tun, schieben wir nicht nur die Zunge in den Mundwinkel, sondern begleiten unser Handeln auch mit charakteristischen Kommentaren, z. B. "so" ("there!"), wenn es nach Wunsch geht, und "hoppla" ("whoops!"), wenn ein Versehen unterläuft.
13.08.2010  Einfach Mal
"Die deutsche Rechtschreibreform feiert ihr zehnjähriges Jubiläum. Es ist also genug Zeit vergangen, um sich die neuen Regeln anzueignen. Oder doch nicht? Versuchen Sies einfach Mal!"
06.08.2010  The Germans
Peter Medawar, der berühmte Biologe, hat auch eine recht bekannt gewordene Rezension zu Teilhard de Chardins "Das Phänomen des Menschen" geschrieben. Darin heißt es:
05.08.2010  Es geht doch!
Nachdem ich mit leichter Überraschung in der Süddeutschen vom 3. August meine längere Göttert-Rezension in herkömmlicher Rechtschreibung gesehen hatte, sehe ich nun, daß auch das Hamburger Abendblatt heute einen umfangreichen Text von Matthias Politycki ausdrücklich in "alter" Rechtschreibung abgedruckt hat.
26.07.2010  Hasss und Rassse
Im Jahre 1993 verteilten viele große Zeitungen einen Aufkleber:
26.07.2010  Das Amerikanische
Darüber haben wir ja schon oft geschmunzelt – die vielen "aus dem Amerikanischen" übersetzten Bücher.
20.07.2010  Der Wille zur Täuschung 1995
Ich kann nicht erkennen, ob dieses frühe Dokument hier schon irgendwo steht, interessant bleibt es allemal. Die Ministerialbeamten, die den Text verfaßt haben, wußten durch jahrelange Beschäftigung mit der Sache genau, daß die Behauptung der Regelverminderung nicht zutraf, sondern nur die Numerierung geändert worden war.
17.07.2010  Frech sein
In den meisten Wörterbüchern fehlen Einträge zu Verbzusatzkonstruktionen wie hingehen und x tun; sich hinstellen und x tun als Ausdruck der Dreistigkeit, also etwa so:
17.07.2010  Kreissaal
Bei der Süddeutschen Zeitung kann man testen, wie gut man in Beamtendeutsch ist:
16.07.2010  Koiné
"Als eine der ersten aposteriorischen Welthilfssprachen gilt Koiné, das im 4. Jahrhundert v. Chr. aus einem attischen Dialekt entwickelt wurde."
10.07.2010  Under guard
Geoffrey Nunberg hat sich schon mehrmals mit dem "Pledge of Allegiance" befaßt, zuletzt in einem Beitrag, auf den ich hier hinweisen möchte, weil er meiner Ansicht nach an einem sehr hübschen Beispiel etwas Grundsätzliches über die Sprache erläutert:
07.07.2010  Dicke Texte
Wie schon Jesus sagte, sollen wir ja und nein sagen und weiter nichts, auch nicht schwören, aber das steht wieder auf einem anderen Blatt.
05.07.2010  dass als Relativpronomen
Nachdem ich gestern wieder mal in lauter falschen dass fast ersoffen bin, fiel mir heute ein einfache Methode ein, Belege zu finden.
05.07.2010  Geld wie Heu II
In Schleswig-Holstein haben damals die Schulbuchverleger 400.000 DM eingesetzt, um den Volksentscheid gegen die Rechtschreibreform zu beeinflussen – vergeblich.
01.07.2010  Aussensicht
Ein jüngerer Schweizer Verfechter und Vermarkter der Rechtschreibreform schrieb mir 2001 u. a. folgendes:
01.07.2010  Zensur
Wie den Zeitungen zu entnehmen war, hat der bayerische Schulminister ein Englischbuch des Verlags Cornelsen beanstandet, weil darin ein Artikel der bekannten amerikanischen Autorin Susan Jacoby abgedruckt und zur Diskussion gestellt war. Der Protest ging von evangelikalen Verbänden in Deutschland aus.
30.06.2010  Verläßlichkeit
Horst Seehofer will das Milliardengeschenk an die deutschen Hoteliers nicht wieder zurücknehmen – weil die Bürger auf "Verläßlichkeit" der Politik setzten.
29.06.2010  Irrational
"Die 'bewährte Rechtschreibung' ist Folge einer Rechtschreibreform aus dem Jahre 1901, der gegenüber die letzte Reform vergleichsweise klein und wenig 'aufwändig' ist. (...)
27.06.2010  Der moderne Mensch
Wir haben die Kunstfertigkeit der Bundesverfassungsrichter kennengelernt: Erklärtermaßen wollten sie sich nicht zur reformierten Rechtschreibung selbst äußern, was sie aber nicht abhielt, der kultusministeriellen Prognose einer Erleichterung des Schreibens zuzustimmen.
25.06.2010  Wortmarken
Wie die Zeitung berichtet, muß das Krimifestival "Tatort Ammersee" seinen Namen ändern, weil die ARD die Wortmarke "Tatort" für sich beansprucht. (Allerdings scheinen noch Bildmarken wie das bekannte Fadenkreuz im Spiel gewesen zu sein.)
22.06.2010  Narretei
Ich weiß nicht, ob wir das "Narrativ" schon mal besprochen haben, das inzwischen aus der weichsten Wissenschaft in die Zeitungen gedrungen ist. Kurz nacheinander in der Süddeutschen gelesen:
16.06.2010  Bill
Der Schindluder mit der Wehrpflicht titelt heute die ZEIT.
15.06.2010  Tiefenkasus
Von der Haltlosigkeit der sogenannten Kasustheorie, Tiefen-Kasuslehre, semantischen Valenz o.ä. kann man sich in der Dudengrammatik überzeugen. Gleich auf der ersten Seite des Kapitels "Der Satz" (von Peter Gallmann) liest man folgendes:
09.06.2010  Heiß
Kein Wunder, dass die schöne Friteuse Mantra (Kajol) sich für ihn interessiert.
07.06.2010  Spannend
Seit einigen Jahren liest man auch in (geistes-)wissenschaftlichen Abhandlungen sehr oft, dieser oder jener Gegenstand, zum Beispiel die Präteritopräsentien, sei "spannend". Das Gegenteil wäre wohl "langweilig".
05.06.2010  Substantivgroßschreibung
Als die Rechtschreibdiskussion anfing, habe ich den Sinn der sogenannten Substantivgroßschreibung darin zu erkennen gemeint, daß die Großbuchstaben diejenigen Wörter fürs Auge hervorheben, die den Gegenstand der Rede enthalten.
03.06.2010  Ziegenquark
Huber gilt als erfolgreicher Hochschulmanager, der die LMU bereits in zwei Amtszeiten geführt hat und in dessen Ägide auch die großen Erfolge der Hochschule in der Exzellenzinitiative fallen. (SZ 2.6.10)
29.05.2010  Polygamie
Mein Großvater war mehrfach verheiratet. (Andreas Merkel in SZ 29.5.10)
28.05.2010  rituell
Ein muslimischer Schüler wollte, wie die deutschen Medien berichten, seine "rituellen Gebete" in der Schule verrichten, darf aber nicht. Das erinnert mich an die "gutturalen" Laute, die man nach Ansicht derselben Medien aus den arabischen Mündern zu hören bekommt:
22.05.2010  Nicht Erfolg versprechend
»Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften haben vereinbart, sich durch einen zweijährlich erscheinenden 'Bericht zur Lage der deutsche Sprache' mit wissenschaftlich fundierter Information an der öffentlichen Sprachdiskussion zu beteiligen.
19.05.2010  Ökumenischer Kirchentag
Offiziell wird die Anrede im Motto "Damit ihr Hoffnung habt" klein geschrieben, aber man konnte viele Abweichungen sehen. So auch auf einer offiziösen Ansichtskarte (zwei Münchner Kirchen: Theatiner und St. Matthäus): "Damit Ihr Hoffnung habt".
19.05.2010  Dreist
Aus dem jüngsten "Duden Newsletter" (so heißt das Ding immer noch):

»Hätten Sie’s gewusst?
festkochend / mehligkochend
05.05.2010  Variation erfreut nicht immer
Aufstand der Geburtshelfer
05.05.2010  Meinungsmache
Bei Welt-online kann man sich gerade an einer Umfrage beteiligen:
01.05.2010  Endgültig?
Die unaufhörlich verbreitete Formel von der "Endgültigkeit" der Regeln von 2006 wird durch den Rat selbst widerlegt. Zu dessen drei Aufgaben gehört laut Statut und Homepage: "Weiterentwicklung des orthografischen Regelwerks im notwendigen Umfang".
30.04.2010  Dessen Schlüssel
"Die Genitivformen dessen und deren können ähnlich wie possessive Artikelwörter vor ein Substantiv treten. (...) Das Demonstrativpronomen lässt sich in diesem Gebrauch nicht auf das Subjekt beziehen: Otto fand dessen Schlüssel." (Dudengrammatik 2005:290)
27.04.2010  Papier ist geduldig
Nach Zeitungsberichten strahlt der deutsche Außenminister, weil Frau Ashton ihm zugesichert hat, daß Deutsch neben Englisch und Französisch eine gleichberechtigte Rolle in der EU spielen soll. Andere weisen darauf hin, daß sie damit nur wiederholt hat, was ohnehin vertraglich festgelegt ist. Die Praxis sieht bekanntlich anders aus.
22.04.2010  Scharfmacher
"Das System kollabiert bei 8d, e [d. h. ss als Silbengelenk (wissen) und nach langem Vokal (große)]. Das fehlende ‹ß› führt hier eindeutig zu Leseerschwernis.
21.04.2010  Unsichere Flexion
An Samenbänke und Datenbänke haben wir uns schon gewöhnt, nun wird auch noch vor der suchthaften Benutzung von Sonnenbanken gewarnt.
18.04.2010  Komma-Irrtum
"Zweifellos war die Reduzierung der überbordenden Interpunktionsregeln durch die Rechtschreibreform hilfreich.
16.04.2010  Sprache und Denken
Die Süddeutsche Zeitung berichtet über Untersuchungen, mit denen der Einfluß des Denkens auf die Sprache untermauert werden soll. Die Experimente der Psychologen replizieren größtenteils Altbekanntes (Farbnuancen usw.). Die methodischen Mängel sind auch dieselben wie früher.
14.04.2010  eu
In der Süddeutschen Zeitung erzählt Hermann Unterstöger, wie er es als Klosterschüler mit dem Schneuzen nicht so genau nahm und dafür grausam büßen mußte. Daher mag eine gewisse Aufsässigkeit rühren, die ihn beim Schreiben von der obrigkeitlichen Schulorthographie abweichen läßt.
09.04.2010  Blauäugig
In den ersten Jahren der Reform habe ich gedacht, Aufklärung könne nirgendwo schaden, und deshalb unbefangen auch zweimal in der "Jungen Freiheit" veröffentlicht, die ich zwar nie gelesen hatte, von der aber bekannt war, daß sie ziemlich weit rechts steht. Sie warb ausdrücklich mit den Namen anderer Gastautoren, gegen die ich nichts einzuwenden hatte.
08.04.2010  Unerwünschte Mitstreiter
Vor langer Zeit dachten wir, auch Norbert Geis (CSU) stehe im Kampf gegen die Rechtschreibreform auf unserer Seite. Ich erinnere mich, daß er Friedrich Denk und mir seine Unterstützung zugesagt hatte, als wir ihn mal auf der Straße trafen (in Bonn war es, glaube ich). Und er hat ja auch auf Podien gesessen wie in Aschaffenburg.
05.04.2010  Paris, Frankreich
Gegenüber meiner ersten Parisreise vor ungefähr 50 Jahren habe ich den Eindruck, daß die Stadt wie alles in der Welt sich dem Englischen geöffnet hat, oder wie man das nun nennen will.
23.03.2010  „Selbstverständlich“
Das Bundesjustizministerium hat eine „Handbuch der Rechtsförmlichkeit“ in neuer Auflage herausgebracht, das u.a. bei der Durchsetzung der Rechtschreibreform hilft:
21.03.2010  Wermke, ich und die Rechtschreibreform
Aus gegebenem Anlaß (s. Nachricht vom 20.3.2010) habe ich meine Korrespondenz mit Matthias Wermke noch einmal durchgelesen und nehme an, daß auch andere sich ganz gern an die ersten Jahre der Rechtschreibreform erinnern lassen.
15.03.2010  Lebensmittel
Adolf Muschg ist Mitglied des FDS-Beirats. Er hat im heutigen Tagesspiegel einen so widerwärtigen Gastbeitrag veröffentlicht, daß ich mich gedrängt fühle, mich davon deutlich zu distanzieren.
11.03.2010  Maria hilf!
Mal was zum Verrücktwerden
11.03.2010  Der Gang und die Gäbe
Im Zweifel groß!
09.03.2010  Superlativ
Thieroff, Rolf/Petra M. Vogel (2009): Flexion. Heidelberg.
07.03.2010  Nicht nur musikalisch
Seltsamkeiten aus Regensburg
27.02.2010  Nur zu gut!
Verstolperte Werbesprache
27.02.2010  Sprache der Idee
Neuer Aktionismus
24.02.2010  GfdS
Die Gesellschaft für deutsche Sprache sucht einen neuen Geschäftsführer.
21.02.2010  Protokoll der 15. Sitzung des Rechtschreibrates
Hotel Laurin, Bozen, 30.10.2009, 9.00–13.00 Uhr
12.02.2010  Bo
Kürzlich ging die Meldung durch die Presse, daß die letzte Sprecherin des Bo auf den Andamanen gestorben sei und damit die Sprache selbst.
11.02.2010  Kein „Absentiv“ im Deutschen
Seit einigen Jahren wird eine sprachliche Erscheinung diskutiert, der man den sprechenden Namen „Absentiv“ gegeben hat. Die Absentivkonstruktion besteht aus
09.02.2010  Gigantisch
Der Verlag schickt sich an, ein 25bändiges Riesenwerk herauszubringen: "Wörterbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft".
09.02.2010  Danke für die Blumen
Die Nürnberger Zeitung schreibt heute:
05.02.2010  Wer muß und wer darf
»Aus dem Schulalltag
Letzte Schonfrist für Rechtschreibfehler vorbei.
03.02.2010  Assessoren assessieren
Das Wort Assessor bezeichnet neuerdings auch die Prüfer bei den "Assessment-Centers", und ihre Tätigkeit heißt assessieren.
31.01.2010  Die Schwierigkeit des Leichten
In Graz verdient Dagmar Jenner ihr Brot mit Rechtschreibkursen. Aus ihrer Werbung:
30.01.2010  Salze uälier ausgefilhn
Unter www.archive.org habe ich schon vieles gefunden, was ich dankbar benutzen konnte, vor allem ohne viel aus alten Folianten exzerpieren zu müssen. Aber oft ist das Scannen auch unzulänglich, so daß man sich dann mit so etwas herumschlagen müßte:
28.01.2010  Beschädigte Biografie
Wir haben schon gesehen, daß Erkrankung immer mehr an die Stelle von Krankheit tritt, sicher ein Euphemismus, denn Erkrankungen sind noch nicht endgültig identifiziert, es kann sich noch zum Besseren wenden.
19.01.2010  Unwort des Jahres
Auch mit dem "Unwort des Jahres" schafft es ein Grüppchen, zu dem überflüssigerweise auch Sprachwissenschaftler gehören, immer wieder, in die Hauptnachrichten zu kommen.
16.01.2010  Katharina Rutschky
Die verstorbene Essayistin und Pädagogin Katharina Rutschky hat sich mehrmals zur Rechtschreibreform geäußert, u. a. hier:
15.01.2010  Durchsichtige Wörter
Der Begriff der Durchsichtigkeit oder Transparenz ist in der Wortbildungslehre schon lange bekannt, Hans-Martin Gauger hat ihn auch zum Titel eines recht guten Buches gemacht, das leider in den neueren Wortbildungslehren und Abhandlungen kaum noch erwähnt wird.
15.01.2010  Mehrsprachigkeit
Die Bollywood-Filme sind bekanntlich auf den Massengeschmack zugeschnitten. Manche sind ein wenig anspruchsvoller ("Lagaan" zum Beispiel), aber mir geht es hier um die richtigen Kassenschlager wie "Kuch kuch hota hai" (Auf einmal war es Liebe) und "Kabhi khushi kabhie gham" (In guten wie in schlechten Tagen) mit dem allgegenwärtigen Herzensbrecher Shah Rukh Khan.
13.01.2010  Stämme und Wörter
Herr Riemer fragt im Diskussionsforum nach meiner Unterscheidung zwischen Stämmen und Wörtern. Das ist ein großes Thema für die ganze Sprachwissenschaft. Ich will es kurz aus meiner Sicht darstellen.
07.01.2010  Was ist ein Wort? Was ist EIN Wort?
Meistens werden Wörter zusammengeschrieben, Wortgruppen getrennt. Daher die Versuchung, den Wortbegriff unter "Spatien" zu behandeln.
31.12.2009  Tagonisten
Das Duden Universalwörterbuch trennt ebenso wie Langenscheidts Deutsch als Fremdsprache nur An-tagonist, Pro-tagonist (verweist aber jeweils auf Agonist!), laut Rechtschreib-Duden ist immerhin auch Ant-agonist, Prot-agonist noch zulässig.
25.12.2009  Gruß nach Wiesbaden
Dr. Gerhard Müller, langjähriger Schriftleiter der "Muttersprache" und einer der hervorragendsten Kenner der deutschen Sprache, geht in den Ruhestand (siehe Sprache ist keine heilige Kuh, Wiesbadener Tagblatt).
21.12.2009  Modus vivendi
In der Süddeutschen Zeitung steht heute eine ganzseitiges Interview mit dem Philosophen Sloterdijk, darin kommt der Modus vivendi vor, nicht zu erstenmal, und es sieht einfach natürlicher aus als der neuerdings verlangte Modus Vivendi.
17.12.2009  DIN und Zwang
Das Deutsche Institut für Normung ist längst aus den Reformgremien ausgeschieden (worden), ganz mit Recht, da es sich als bloßes Vollstreckungsorgan betrachtet. So überrascht es nicht, daß es nun einen Normentwurf für DIN 5008 vorlegt, der die Übergangsschreibung von 2006 verbindlich machen wird.
14.12.2009  Die Vermeidung von dem Genitiv
BILD sagt, wie man es macht.
10.12.2009  Bilder
In diesen trüben Tagen kann man was Heiteres gebrauchen. Ich hoffe trotzdem nicht mit Sick verwechselt zu werden …
10.12.2009  Entwicklung
Rechtfertigungsrhetorik
09.12.2009  mannsch
Ungelöstes Problem der Groß- und Kleinschreibung
04.12.2009  Prytagoras
Ein Brief an den Verlag Oldenbourg:
03.12.2009  Mittelfranken
Unaufgeklärte Episode aus der Geschichte der Rechtschreibreform
02.12.2009  Hoch verdient
IDS bekommt Duden-Preis
01.12.2009  Geschichtsklitterung
Was geschah in Schleswig-Holstein?
01.12.2009  Türme
Wer hat den höchsten?
29.11.2009  Bingo
Zum Tod Erich Böhmes
28.11.2009  Hinterwäldler
Wie schreibt man Hillbilly-Musik?
22.11.2009  Dieter Lenzen
Früher Kritiker der Rechtschreibreform
21.11.2009  geltich nährend
Launiges vom Rechtschreibrat
19.11.2009  tuerisch
Ein heimliches Leiden der Wörterbücher
19.11.2009  Ikonostasen
Zu einem kleinen Wortfeld der Autoritäten im Deutschen
17.11.2009  Das schwächste Glied der Kette
Bertelsmann weiß, wie man es macht.
16.11.2009  Doris Ahnen
Aufstieg unter Absteigern
12.11.2009  bar
Wortbildung, Sprachspielerei und Namensrecht
10.11.2009  Lesen in der Schule (und an der Universität)
Schwerpunktsverschiebung – und eine Notlüge
09.11.2009  Es liegt mir auf der Zunge
Dieter E. Zimmer bespricht in einem schönen Aufsatz über das Übersetzen auch das „Zungenspitzenphänomen“.
09.11.2009  Nature, Nurture und Skinner
Die Süddeutsche Zeitung bringt heute auf der ersten Seite folgenden Unsinn:
05.11.2009  Das Sprachsystem
Eine Germanistin schreibt:
"Die Unsicherheiten im Kasusgebrauch bei einzelnen Präpositionen sind also darauf zurückzuführen, dass das Sprachsystem zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch zwei Optionen zulässt."
02.11.2009  Faust
In einer auch sonst trostlosen Stadttheater-Aufführung des "Faust", die ich am Wochenende gesehen habe, wurde immer wieder mal falsch betont. Zum Beispiel sagte Mephisto gleich im Vorspiel im Himmel:
27.10.2009  Koalitionsvertrag
Der Koalitionsvertrag ist selbstverständlich in Reformschreibung gehalten, die Kommasetzung allerdings (im Entwurf) etwas nachlässig. Man schreibt einmal "so genannte" und einmal "sogenannte"; "selbständig" nur so.
23.10.2009  Namen und Pleiten
Arcandor und Primondo – was für hübsche Wörter! Irgendwo habe ich voller Neid gelesen, wieviel Geld mit der Erfindung solcher Namen verdient worden ist. Warum bleiben wir Sprachwissenschaftler von diesem Geschäft ausgeschlossen.
23.10.2009  Schweinegrippe
Vor ein paar Stunden ging die Meldung durchs Internet, es habe in Deuschland den dritten Schweinegrippe-Toten gegeben. Er sei "an" der Schweinegrippe gestorben.
23.10.2009  Strasse
Wir hatten uns schon mal Gedanken gemacht, warum gerade Strasse so oft vorkommt, und ein Grund war, daß man dieses Wort oft in Großbuchstaben liest.
22.10.2009  Chaostheorie
Als ich kürzlich meine zigtausend Zeitungsausschnitte zur Rechtschreibreform in Kartons verpackte, weil sie einfach zu viel Platz wegnehmen (die 70 Aktenordner bleiben freilich noch an der Wand, dazu kommt dann noch der Festplattenplatz für den Rest), bekam ich einen seltsamen Eindruck.
22.10.2009  Schnirkelschnecken und gespeichelte Frauen
Im "Streiflicht" stieß ich heute morgen auf die Schnirkelschnecken. Sie sind mir schon immer lieb und teuer, zumal sich an ihnen die Prototypensemantik erläutern läßt.
18.10.2009  Zweifelhaftes vom ISB
Das bayerische "Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung", das sich schon bei der Durchsetzung der Rechtschreibreform (und der Vereinfachten Ausgangsschrift) verdient gemacht hat, gibt seit einigen Jahren "Selbsterkundungshefte" an die Elftkläßler aus, um ihnen bei der Berufswahl zu helfen. Die Selbst- und Fremdeinschätzung der Schüler ist durchweg in jenem vulgärpsychologischen Stil gehalten, über den auch die Handleser und Astrologen nie hinauskommen.
18.10.2009  Wir selbst
Bemerkenswertes Eingeständnis eines Kultusministers
17.10.2009  Straßennamen
Aus Bad Dürrheim kommt folgende Meldung:
17.10.2009  Umlaut
Schulische Strafmentalität
14.10.2009  Tiere
Gestern berichtete die SZ auf ihrer Wissensseite, daß sich Paviane verschiedener Arten auch über die Artengrenze hinweg paaren: "Meist seien es männliche Tiere, die Weibchen einer benachbarten Art begatten." Klingt irgendwie seltsam.
13.10.2009  Fremde Wörter und Sprachen
Fundstücke
11.10.2009  Gift und Gegengift
Um die Rechtschreibreform macht man dort bekanntlich einen Bogen, stumme Folgsamkeit genügt ja auch.
08.10.2009  Zeit und Ewigkeit
Eine seltsame Todesanzeige
06.10.2009  Städtenamen
Gutgemeintes danebengegangen
03.10.2009  Donauschrift
Bei Buske wird ein neues Buch angekündigt:
Harald Haarmann: Einführung in die Donauschrift.
02.10.2009  FOEN
Aus Anlaß eines Warentests
01.10.2009  holterdi(e)polter
Artikel vs. Lautmalerei
27.09.2009  Tabu
(Zum Eintrag von Herrn Riemer im Diskussionsforum: Vermeidung von 14 im Chinesischen)
24.09.2009  Vor 15 Jahren
schrieb ich meinen ersten Leserbrief zur Rechtschreibreform.
22.09.2009  Verständlichkeit
Spiegel-online berichtet über Untersuchungsergebnisse der Universität Hohenheim: "Steinmeier redet verständlicher als Merkel". Unversehens werden die ziemlich mechanisch-statistisch ermittelten Verständlichkeitsgrade zu Werturteilen umgedeutet.
22.09.2009  Kann ich eigentlich Deutsch?
Manchmal bekomme ich Zweifel.
18.09.2009  Ungerecht
Beurteilung von Schülerleistungen
18.09.2009  Radfahrer
Untertanentum
17.09.2009  Meist ungeahnt
Seltsames aus der Grammatik
17.09.2009  Neue Schulbücher (2009)
Seltsame Lektüre
16.09.2009  Phrasendreschmaschine
Gestern ging durch die Nachrichten, daß der "Krieg der Kulturen" nicht stattfindet. Die Konflikte haben andere Ursachen oder so ähnlich. Das hat die Bertelsmann-Stiftung herausgefunden.
16.09.2009  Etymogelei hoch zwei
Wer war's?
12.09.2009  Bäuerchen
Zur Etymologie "anstösziger wörter"
07.09.2009  Besonders Jugend gefährdend
Das BMFSFJ und die GZS
06.09.2009  Kommunikationsprobleme
Sprache ist wichtig.
04.09.2009  Wer ist schuld?
Natürlich die Kultusminister!
04.09.2009  Goethes Angel
Eine Frage an die Philologie
03.09.2009  Als Gott
Die SZ in den Fallstricken von GZS und GKS
03.08.2009  Wassermädchenrechnung
Elementare Denk- und Rechenfehler
31.07.2009  Die vergessene Revision
Eine Erinnerung an das aufgeregte Jahr 2000
29.07.2009  Dat kommt von dat
Nachdenkliches aus der Zeitung
28.07.2009  Idiomatik
Nach den neuesten Regeln ist zu schreiben: weil sie ihm ähnlich sieht, aber weil es ihm ähnlichsieht; den Redner sprechen lassen, aber Blumen sprechenlassen.
25.07.2009  Stockbrot
5.000 neue Wörter – die muß ich haben!
24.07.2009  „Vereinfachung“
Nach Auffassung der Wörterbücher muß geschrieben werden: abhandenkommen, aber zugrunde liegen.
24.07.2009  Platt gemacht
Zum zehnjährigen Jubiläum ihrer orthographischen Unterwerfung bringt die Süddeutsche Zeitung ein Themenheft ihres "Magazin" heraus, das sich mit der deutschen Sprache beschäftigt, mit der Rechtschreibung aber nur im einleitenden Beitrag von Andreas Bernard.
22.07.2009  Ruhe an der Front
Auf diesen Tenor sind viele, allzu viele journalistische Beiträge gestimmt.
21.07.2009  Lehrlinge und Appositionen
Gerhard Helbig hat sich einmal bemüht, bei den sogenannten engen Appositionen die Apposition vom Nukleus zu unterscheiden. Zu den Kriterien rechnet er die Genus- bzw. Sexuskongruenz. Es soll gelten:
19.07.2009  Lectio facilior
In einem Fachbuch stieß ich auf Hypocampus (Roland Arbinger: Gedächtnis. Darmstadt 1984:38) und dann bei Google auf ganze Kolonnen dieser Untiere (auch auf englisch). Wahrscheinlich hält mancher Hippocampus nicht für möglich, es ist aber trotzdem richtig.
19.07.2009  Aus dem Rat
Seit dem gewaltsamen Abbruch seiner Reparaturarbeiten beschäftigt sich der Rat nur noch mit weitläufigen Untersuchungen zur "Akzeptanz" der reformierten Schreibweisen, die er ausweislich der Sitzungsprotokolle nicht unterscheidet von ihrer Implementierung in Korrekturprogrammen.
18.07.2009  EUROPILL
Wer einen Eindruck von der "kognitiven Linguistik" bekommen will, kann sich das folgende Lehrbuch herunterladen:
17.07.2009  Irgendwie schief
Sprache ist ein seltsam Ding. Ich radele jeden Tag an einem Wahlplakat vorbei, auf dem Herrn Steinmeiers Kopf zu sehen ist. Drunter steht: "Mit Werten überzeugen."
15.07.2009  Feinste Kommasetzung
Für die SPD lohnt es sich, zu kämpfen. (ZEIT vom 9.7.09; siehe auch hier)
Was ist gemeint?
15.07.2009  Korpuslinguistik
Belesenheit schützt vor Neuentdeckungen.
12.07.2009  Celler Löcher
Sütterlins Geheimschrift
12.07.2009  Phrasendrusch
Von manchen Leuten bleibt nur ein Schlagwort. Zum Beispiel das "Prinzip Hoffnung". Das ist in die Sprache eingegangen, es gibt auch Abwandlungen nach dem Muster: "Prinzip x".
10.07.2009  Chuckchee
Die Großen der Sprachwissenschaft haben sich nur über Sprachen geäußert, die sie einigermaßen beherrschten. Das ist völlig passé.
10.07.2009  Reformierter Reformator
Johannes Calvins Hauptwerk auf deutsch
09.07.2009  Wikipedia – trotzdem!
Während die meisten sprachwissenschaftlichen Einträge bei Wiki sehr zu wünschen übrig lassen und nicht einmal gute Links enthalten, gibt es zu unzähligen anderen Bereichen sowohl hervorragende Einträge als auch erstklassige Verweise.
09.07.2009  Schlau
Lernspiele
04.07.2009  Passiv – persönlich und unpersönlich
Auch zur Grammatik der Inkorporation
03.07.2009  Partizip II
Die Fenster der Aula des altehrwürdigen und Denkmal geschützten Jugendstilgebäudes sind geöffnet. (SZ 3.7.09)
03.07.2009  Substantivierungen
Die Groß- und Kleinschreibung hat sich meiner Ansicht nach im Laufe der Geschichte von der engen Bindung an die Wortarten gelöst und kann daher nicht mehr zutreffend als Substantivgroßschreibung charakterisiert werden.
24.06.2009  Kritischer Deutschunterricht
Eine Erinnerung
21.06.2009  Zum Schutz der Schüler
Leider gibt es noch Verstockte.
20.06.2009  Bertelsmann-Stiftung
Und Bertelsmann überhaupt
18.06.2009  STOPP!
Deutsche Pornografen
18.06.2009  Habermas
Zum 80.
17.06.2009  Sein und heißen
Bekanntlich ist der Adel seit der Weimarer Reichsverfassung aufgehoben. Diverse Regeln gelten noch vereinsintern, aber die komplizierten Namen sind unseren gewöhnlichen Namen gleichgestellt.
13.06.2009  Wahrig 2002
Zur Geschichte der neueren Wörterbücher
06.06.2009  Glaubensfrage
Eine Erinnerung
06.06.2009  Deutsche Philologie
Stand August 2006
05.06.2009  Übersetzungskunst
Kuriose Korrektur
04.06.2009  Marginal?
Zu einem Kalenderblattt
02.06.2009  Kühnles Werther
Mitnahmegewinn durch Rechtschreibreform
02.06.2009  Oxidierte Geckonen
Rechtschreibtest von Duden
30.05.2009  „Kein Anlass“
Wie die Bürger betrogen wurden.
28.05.2009  Feuchtgebiete
Wenn man die Neuschreibung "Open Ass" (s. Diskussionsforum) bei Google eingibt, kommt man naturgemäß sofort in besonders unappetitliche Regionen, die mit der Fußzeile einhergehen:
27.05.2009  Büchner-Preis
Der "Fliegenpalast" ist bei Residenz – fast überflüssig zu sagen – in herkömmlicher Orthographie erschienen.
25.05.2009  Selbstlähmung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung
Und eine Erinnerung an bessere Zeiten ...
23.05.2009  Deutsche Wortstellung
Erich Drach, der unsere Auffassung von den Verbzusätzen geprägt hat, sollte auch zur deutschen Satzgliedstellung stärker beachtet werden.
22.05.2009  Ruhe an der Front
Siehe hier: YouTube-Video (Dezember 2007)
21.05.2009  Die Bertelsmanngrammatik
Genau vor acht Jahren hatte ich eine knappe Besprechung der Bertelsmanngrammatik von Lutz Götze ins Netz gestellt:
19.05.2009  Klopf mich mal!
In der Dudengrammatik, in Wahrig-"Fehlerfrei" und in vielen anderen Büchern liest man, daß bei Wendungen wie auf die Schulter klopfen sowohl der Dativ als auch der Akkusativ stehen könne, ersterer sei aber häufiger. Also: Der Trainer klopfte dem/den Torwart auf die Schulter.
17.05.2009  SOK
Rudolf Wachter beschreibt das Chaos und weist den Ausweg:
16.05.2009  Dufte
"Zum Einen wurde das Thema bis zu diesem Zeitpunkt nicht explizit im Deutschunterricht behandelt, zum Anderen war den Schülern bei der Produktion der Rohfassungen durchaus bewusst, dass es sich um vorläufige Versionen handelte, die sie im Anschluss überarbeiten würden. Somit erklärt sich möglicherweise der sorglose Umgang mit Rechtschreibung und Zeichensetzung."
16.05.2009  Wahnsinn
"Für ihre Bereitschaft, den Wahnsinn der Rechtschreibreform zu ertragen, der auch in der Lehrerschaft Verwirrung stiftet, sollten Eltern Belobigungen und Fleißzettel erhalten." (Gerhard Matzig in der SZ, 16.5.09)
15.05.2009  Recht tun
Wer an ihnen kopfschüttelnd vorübergeht, tut Recht daran! (ZEIT online über die Milchbäuerinnen, die zur Zeit "Diät leben") – Immerhin nicht Kopf schüttelnd, was seit 1996 auch massenhaft belegt ist.
11.05.2009  deplatzierter Nussbaum
Durch eine Rezension in der Süddeutschen Zeitung neugierig gemacht, wollte ich nachprüfen, ob Rowohlt in der deutschen Übersetzung von John Updikes letztem Roman (Die Witwen von Eastwick) tatsächlich deplatziert drucken läßt, was ja wohl eine der dümmsten Eingebungen der Rechtschreibreformer war.
11.05.2009  Die Reflexion von Stadt
Buchtitel: Imaginationen des Urbanen. Konzeption, Reflexion und Fiktion von Stadt in Mittel- und Osteuropa. (Lukas Verlag, Berlin 2009)
10.05.2009  Schreiben lernen – kein Problem
Nach 12 Jahren in einem Verlies, das so finster war, daß der Insasse keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht wahrnehmen konnte, lernte Kaspar Hauser blitzschnell schreiben. Hier seine eigene Schilderung:
05.05.2009  fertig
Zu den Feinheiten der revidierten Reform gehört die Schreibweise von Verben mit dem Resultativzusatz fertig. Die Reform hatte bekanntlich zunächst radikale Getrenntschreibung verordnet.
03.05.2009  Einstellungstest
Erleichterung durch die Reform?
27.04.2009  Pro Reli
Mit Recht gescheitert
27.04.2009  Erdnüsse
Ein Argument gegen die Reform geht den Bach runter.
25.04.2009  Ergebenst
Unphilologischer Umgang mit Zitaten
24.04.2009  Fragliches im Duden
es
24.04.2009  Aus dem Museum
„Die Sprache Deutsch“
23.04.2009  Neust
Die Ratschläge des Duden sind nicht immer gut begründet.
19.04.2009  Werner H. Veith
Gedenken
19.04.2009  „Prozess läuft ...“
Die KMK über sich selbst
18.04.2009  Spannende Zeiten
Anne Rother erinnert sich.
18.04.2009  Zensur
Das Modethema Kinderpornographie liefert den Anlaß, das Internet mit Zensurgesetzen einzuschränken. Nach Ansicht aller Fachleute wird dieses Ziel nicht erreicht werden, aber ein Tor ist aufgestoßen. Was könnte man noch blockieren und mit Strafe belegen?
17.04.2009  Sind natürliche Sprachen „rekursiv“?
In neueren sprachwissenschaftlichen Einführungsbüchern und Lexika wird Rekursivität als wesentliche Eigenschaft der menschlichen Sprache angeführt, nach Noam Chomskys neuerer Ansicht ist sie sogar das wichtigste, wenn nicht einzige bedeutsame Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem Verhalten der Tiere.
17.04.2009  Verweht
In den letzten Jahren sind tonnenweise Bücher aus den Bibliotheken geflogen, die von generativer Grammatik handelten, einst der letzte Schrei.
17.04.2009  Glinz
Ein anderer Großvater der Rechtschreibreform neben Weisgerber war Hans Glinz. Er hat die Deutschdidaktik nach dem Krieg unverdient stark beeinflußt.
06.04.2009  Leo Weisgerber
Der Großvater der Rechtschreibreform wird bei Wikipedia ganz falsch dargestellt.
06.04.2009  Die Zeuge und der Pfarrerin
Carmen Arrojo ist eine der letzten Zeitzeugen der Wirren des Bürgerkriegs. (SZ 31.03.09)
05.04.2009  Wo es herkommt
Der Verbzusatz ist eines der umstrittensten, am wenigsten bewältigten Kapitel der deutschen Grammatik.
04.04.2009  Grünbein hat den Papst gesehen
Alles in (fehlerhafter) Reformschreibung. Da seine Schriften bei Suhrkamp weiterhin unreformiert erscheinen und er (wie er mir vor Jahren schrieb) die Reform ablehnt, dürfte die Süddeutsche Zeitung die Umstellung vorgenommen haben.
01.04.2009  Folgekosten
Wolfram Metz hat im Diskussionsforum auf die Umstellung geographischer Namen hingewiesen. Ich zitiere dazu aus meinem Kritischen Kommentar von 1997:
31.03.2009  Alles klar?
In einer Einführung in die germanistische Linguistik, die ich schon mal zitiert habe, heißt es:
30.03.2009  „Dekonstruktivistische Geschlechtertheorien“
Auf den Internetseiten der Friedrich-Ebert-Stiftung liest man folgendes:
29.03.2009  Vor zwölf Jahren
Ich weiß nicht, ob ich die folgende Gesprächsnotiz schon einmal an die Öffentlichkeit gebracht habe. Ich gebe sie hier wörtlich wieder, wie ich die Sache damals sofort aufgeschrieben habe. (Später haben die Reformer daraus den Vorwurf abgeleitet, ich hätte die Mitarbeit an der Lösung der Krise verweigert.)
27.03.2009  Rabiater Duden
Gerade ist das Buch "Grundwissen Grammatik" im Dudenverlag erschienen.
25.03.2009  Welch ein Schwachsinn!
Eine Erinnerung an die österreichischen Reformer
24.03.2009  Duden gibt auf
"Der Duden hält zwar seit 1996, also seitdem das heillose Durcheinander der Rechtschreibreform begann, nicht mehr das offizielle orthographische Monopol in Deutschland, aber immer noch eine führende Position." (Johan Schloemann in der Süddeutschen Zeitung vom 25.3.2009 in einem Bericht zur Übernahme durch Cornelsen)
23.03.2009  Du musst
Sonntagszeitung unter Reformdruck
20.03.2009  Valenz
Die Grammatiker machen viel Aufhebens vom Begriff der "Valenz", nachdem es eine Zeitlang schon mal stiller geworden war.
18.03.2009  Hogrefe auf dem Holzweg
Vergebliche Verrenkungen eines angesehenen Verlages
16.03.2009  Amok und Potenz
Die Illustrierte "Stern" ist ja bekannt für ihren Scharfsinn beim Entlarven von Fälschungen. So auch heute wieder:
16.03.2009  Participium praesentis
Kurzer Überblick
06.03.2009  IQB
Fehlerhafte Lernstandserhebungen
04.03.2009  vernersch
Ableitungen von Eigennamen
04.03.2009  Sogenannte Rezensionen
Bei amazon ist nicht viel los, jedenfalls in Deutschland.
27.02.2009  Bayerische Heimat
Kritische Vergleiche
26.02.2009  Kenntlichkeit
In seiner Aschermittwochsrede hat Seehofer verlangt, die zugewanderten Ausländer sollten "gefälligst" Deutsch lernen. Also nicht weil es ihnen nutzt, sondern "gefälligst".
25.02.2009  CSU muß
Seehofer zeigt sich, nach Pressefotos zu urteilen, mit einem Poster, auf dem steht tatsächlich:
24.02.2009  Goethe
War ihm die Rechtschreibung egal?
23.02.2009  Akademischer Grauschleier
Seltsamkeiten bei den „Gegenworten“
22.02.2009  Nur die Rechtschreibung
Wann kommt endlich die versprochene Erleichterung zum Vorschein?
22.02.2009  hochgelobt
Gehobene Verwirrung bei der GZS
22.02.2009  Griechisch für alle
In der Dudengrammatik S. 964 liest man beiläufig: constructio ad sensum, Konstruktion kata synesin – mit falschen Beispielen, ich habe das schon anderswo kommentiert.
19.02.2009  Letztere und mehr vom Selben
In der Dudengrammatik (2005, S. 295) schreibt Gallmann zu erstere/letztere: "Diese Wörter tendieren dazu, Artikelwörter bzw. Pronomen zu werden, was sich daran zeigt, dass der definite Artikel oft weggelassen wird:
13.02.2009  Schade drum!
Und trotzdem beachtenswert: Tüpfli's Global Village ...
13.02.2009  Niedriger hängen!
„Überhaupt hat der Fortschritt das an sich, daß er viel größer ausschaut, als er wirklich ist.“
11.02.2009  Späte Besinnung
Der Deutsche Philologenverband blickt zurück –
11.02.2009  Die alltägliche Verwirrung
Alles egal?
08.02.2009  Kopfrechnen
"In sprachlichen Dingen ist der Mensch ein schwacher Kopfrechner." Mein Lieblingszitat aus Wilhelm Havers' großartigem "Handbuch der erklärenden Syntax".
04.02.2009  Aus der Geschäftswelt
Geld verdienen mit „Erleichterungen“
01.02.2009  Die sogenannte FDP
Null Toleranz für alte Rechtschreibung in Hessen
30.01.2009  seelig
Augst wollte bekanntlich auch selig volksetymologisch ändern (seelig).
29.01.2009  Naturkatastrophe
In einem Beitrag über den "Evaluationszirkus" heißt es:
23.01.2009  Wortbildungskalauer
Zu den Voraussetzungen der Rechtschreibreform gehört der beklagenswerte Zustand der Wortbildungslehre. Man hat mit Recht von einem "Handbuchwechsel" gesprochen, nämlich von der historischen Wortbildung (Henzen usw.) zur synchronischen gegenwartsbezogenen (Fleischer).
18.01.2009  Rowohlt gegen Kehlmann
Daniel Kehlmanns neuer Roman erscheint selbstverständlich in klassischer Orthographie.
18.01.2009  Arme Kinder!
Im Januar 2009 demonstrieren Schüler in Darmstadt (siehe hier):
13.01.2009  Großbuchstaben statt Definitionen
Peter von Polenz, ein Kritiker der Rechtschreibreform, hat seine "Deutsche Satzsemantik" bei de Gruyter noch einmal nachdrucken lassen, nur das Vorwort ist in Reformschreibung.
08.01.2009  Methusalem
Auf seiner neugestalteten Website gibt der Dudenverlag bekannt:
06.01.2009  Eine Zeit lang Josef
"Josef in Ägypten" (Becksche Reihe 2008): alles in Reformschreibung, auch Thomas-Mann-Zitate.
02.01.2009  Kuriosität zum Sonderpreis
Wie ich gerade sehe, gibt es Gerhard Augsts Wortfamilienwörterbuch (vgl. hier), das bisher 134 Euro kostete, bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft für 14,90 Euro.
01.01.2009  Hinterm Thresen
glücklich hinterm Thresen (SZ 31.12.08)
27.12.2008  Sparen wird großgeschrieben
Mit der BahnCard können Sie noch mehr Sparen.
26.12.2008  Nachricht vom Mond
Als die ersten Amerikaner den Mond umrundeten, berichtete Jim Lovell, die Oberfläche sehe aus wie gebrannter Gips oder gräulicher Sand. So heißt es in deutscher Übersetzung, aber was bedeutet nun gräulich?
23.12.2008  Chisen
Vor zwei Jahren hatte ich darauf hingewiesen, daß die Dudenredaktion von der Verwendung des Wortes Hasenscharte abrät, weil es entweder die Hasen oder die Patienten mit Lippenspalte diskriminiere.
21.12.2008  Noch mehr Hände voll
Patricia MacLachlan: Schere, Stein, Papier. Junge Bibliothek der Süddeutschen Zeitung 2005 (Lizenz Hanser 1994).
18.12.2008  Kindlich
Als Kinder haben wir gelernt: Das Gegenteil von normal ist anomal, wobei das r auf unerklärliche Weise verschwindet. Die Erwachsenen in unserer Umgebung wußten es auch nicht besser.
17.12.2008  Bertelsmann übernimmt Brockhaus
Was sich seit langem abzeichnete, ist nun Wirklichkeit: Brockhaus wird von Bertelsmann übernommen.
16.12.2008  Verfehlt
Als die Süddeutsche Zeitung ihre Reihe preiswerter Romane begann, war – mancher wird sich erinnern – die orthographische Verhunzung der Texte im Sinne der seither schon wieder zweimal überholten Reform zu beklagen. Zu den ersten Opfern gehörte Thomas Bernhard.
10.12.2008  Mund voll
Im Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache von Langenscheidt sind folgende "Stichwörter" zu finden:
10.12.2008  Chinesisch
Das neueste Heft "Max Planck Forschung" (3/2008) ist wieder sehr interessant. Es enthält auch etwas über China und auf der Titelseite einen chinesischen Text, den ich mir für spätere Entzifferungsversuche eigens aufgehoben habe.
04.12.2008  Neun Prozent
Die Gesellschaft für deutsche Sprache in Verbindung mit dem Deutschen Sprachrat hat inzwischen die Allensbachuntersuchung vom April 2008 in einem besonderen Heft veröffentlicht.
03.12.2008  Bekenntnisse
3.12.08: Die CDU hat auf ihrem Parteitag beschlossen, einen Zusatz zum Grundgesetz anzustreben: „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch.“
02.12.2008  Verdienstvoll
Fritz von Bernuth geehrt
28.11.2008  Junge Schweizer Schreibende
Sonderweg mit Lindauer und Schmellentin
23.11.2008  Leerlauf
Sprachpfleger unter sich
22.11.2008  Sterbenstrauriges
Eine Bemerkung zum journalistischen Stil
15.11.2008  wie weit
Problematisches zu Wortarten
14.11.2008  Neues aus dem Rat
Der Rechtschreibrat dämmert dahin, aber man muß aufpassen.
12.11.2008  Bemerkung über Stize
Obwohl das Solstitium – als vertrauteste Form aller Stitien – schon lange das Solstiz neben sich hat, darf es laut neuestem Duden nicht Solstizium geschrieben werden. Für das Justitium hingegen ist die Variante Justizium eingetragen und als Neuschreibung gekennzeichnet.
07.11.2008  All das Traurige
Duden ("Richtiges und gutes Deutsch") und Wahrig ("Fehlerfreies und gutes Deutsch") behaupten übereinstimmend, daß in folgenden Fällen das Relativum was und nicht das verwendet werde bzw. zu verwenden sei:
06.11.2008  Slawisten
In Band 53 (2008) liest man in einer kurzen Rezension:
03.11.2008  cuium pecus
Bekanntlich gibt es im Deutschen eine Neigung, das an sich unflektierbare (weil eigentlich schon flektierte) dessen, deren in vermeintlicher Kongruenz zu beugen: dessem, derem.
01.11.2008  Oratrix
Die "Stanford Encyclopedia of Philosophy" hat viele ausgezeichnete Artikel, auf die ich nachdrücklich hinweisen möchte.
31.10.2008  Bestseller
Uwe Tellkamps vielgelobter Roman ist in klassischer Orthographie erschienen, und der Verkaufserfolg wird dazu beitragen, die Erinnerung an die bessere Schreibweise wachzuhalten. Das Bestsellerwesen oder -unwesen hat also manchmal durchaus seine guten Seiten.
24.10.2008  Gleich gültig
Die vielen Varianten in der revidierten amtlichen Rechtschreibung und den darauf fußenden Wörterbüchern gelten sogar unter Journalisten als Zeichen der „Liberalisierung“. In Wirklichkeit sind es ungewollte Folgen der ständigen Reparaturarbeiten an der mißglückten Rechtschreibreform: Varianten aus Verlegenheit.
22.10.2008  Wichtigkeit
Ein neues Wörterbuch von Wahrig
18.10.2008  60 Jahre KMK
Da fehlt doch was!
18.10.2008  Noch einmal zu den Verbzusätzen
Unstimmiges im Regelwerk
13.10.2008  Zehetmair und die Menschen
Seltsame Formulierung vom Friedensstifter
12.10.2008  Plastikwörter
Warum begnügen wir uns mit leerem Stroh?
11.10.2008  Typographie
Bitte um lesbare Schriften
10.10.2008  Nobelpreis
Le Clézios Buch „Der Afrikaner“ wird vom Hanser-Verlag zwar in reformierter Schreibung angepriesen, ist aber in herkömmlicher Schreibweise gedruckt.
06.10.2008  Der Gleich
Seehofer will mit Merkel von Gleich zu Gleich verhandeln (FAS 5.10.08). Das entspricht der Reform, aber schön sieht es nicht gerade aus.
04.10.2008  Synonymie
"Der Ausdruck Synonym entstammt dem Griechischen und enthält die Bestandteile syn (= zusammen) und ónoma (= Name). In einem landläufigen Sinne handelt es sich bei Synonymen demnach um Gleichnamige, um Wörter, die dieselbe Bedeutung tragen."
29.09.2008  Folgendes
Der Duden enthüllt oft unfreiwillig, was die Reformer verbockt haben.
29.09.2008  Das orthographische Karussell
1991: nahebringen
1996: nahe bringen
2004: nahe bringen (aber fakultativ auch nahegebracht, naheliegend)
2006: nahebringen
26.09.2008  Zervice vom Duden
Im Text des Duden wird für den Service (nicht aber für Server) nur die vulgäre Aussprache mit stimmhaften s angegeben, und so wird es auf der Audio-Datei auch von einem professionellen Sprecher vorgetragen. Ähnlich bei Sex.
25.09.2008  Gemischtes vom VDS
Nicht ohne Rührung sehe ich zu, wie der VDS in seinen Sprachnachrichten neuerdings versucht, den orthographischen Wünschen der Kultusminister Folge zu leisten.
23.09.2008  sein und gehen
Merkwürdigerweise sagt man bei einigen Adjektiven wie kaputt, pleite, den Partizipien wie verloren und auch defektiven Adjektiven (oder was auch immer) wie entzwei in prädikativem Gebrauch eher gehen als werden.
23.09.2008  Bein gestellt
Gegen den früheren brandenburgischen Kultusminister Steffen Reiche MdB (SPD) hat die Berliner Staatsanwaltschaft Strafbefehl wegen Körperverletzung beantragt, weil er einer Stewardeß ein Bein gestellt hat.
20.09.2008  Deutschbuch 10 (Cornelsen 2008)
Alle Texte sind in Reformschreibweise umgesetzt, außer wenn die Inhaber der Rechte widersprochen haben – das ist bei erstaunlich wenigen Autoren wie Brigitte Kronauer und Siegfried Lenz der Fall.
18.09.2008  allemal
Bisher schrieb man ein für allemal. Was ist nach der Reform daraus geworden? Wir wissen es nicht, denn die reformierten Regelwerke und Wörterverzeichnisse schweigen sich aus.
16.09.2008  Fremdwörter
Selbst in wissenschaftlichen Texten findet man seit langem die Schreibweise Plazebo. Aber die Reform erkennt es nicht an, nur Placebo.
13.09.2008  Klassisch
In unserer Institutsbibliothek werden ständig neue Bücher in klassischer Rechtschreibung angeschafft.
12.09.2008  Oberflächliche Kritik
Kaum einer macht sich die Mühe, die wirklichen Schwierigkeiten ins Auge zu fassen. Auch die Kritiker der Reform sind leider oft sehr oberflächlich.
12.09.2008  Satzklammer
In meiner Rede zum Deutschen Sprachpreis und dann im gekürzten Abdruck in der "Süddeutschen" hatte ich die Schwierigkeit der deutschen Satzklammer (Verbzweitstellung in Tateinheit mit Linksspezifikation, genauer gesagt) dargestellt.
12.09.2008  blau machen
„VERBLEUEN, verb. blau machen, besonders durch schlagen, zum einfachen bleuen, s. theil 1, 111;
08.09.2008  Abfall für alle
Römer, Christine (2006): Morphologie der deutschen Sprache. Tübingen.
(Verf. arbeitet in Jena, bedankt sich bei Gallmann.)
08.09.2008  dass und das
Naturgemäß ist ein statistischer Nachweis der Fehlerzunahme immer sehr schwer zu führen, aber wenn man noch einmal die folgenden Beispiel (z. T. schon anderswo angeführt) überblickt, wird man sagen müssen: das hat es früher nicht gegeben.
06.08.2008  Die Tyrannei des Vermeintlichen
Exemplarischer Fall aus dem bayerischen Kultusministerium
02.08.2008  ss
Aus der Ankündigung einer WDR-Sendung zum Jubiläum am 1. 8. 2008:
31.07.2008  Jede und jeder
Noch stärker als die Rechtschreibreform trägt die Politische Korrektheit zur Sprachverhunzung bei.
29.07.2008  Blumenorden
Beim Pegnesischen Blumenorden hält der Vorsitzende des Sprachausschusses, Alfred Raab, die RSR für insgesamt gelungen (Sitzung 13.7.2006), andere Mitglieder wollen den Reformern den guten Willen nicht absprechen und protestieren gegen die scharfe Stellungnahme der Bayerischen Akademie der schönen Künste.
28.07.2008  Austragstüberl
Aber nicht im Rechtschreibrat, sondern, wie die BILD mitteilt, als Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung.
28.07.2008  Die Zeiten ändern sich
Das ist unendlich lange her. Der Bundestag führte damals noch inhaltsreiche Debatten.
28.07.2008  FAZ
Der Abdruck von Ruth Klügers Erinnerungen erfreut wieder mal durch die bessere Rechtschreibung, aber man erwartet irgendwann ein Wort der Herausgeber zu ihrer Praxis. Immerhin schreibt die FAZ ja auch sonst und erklärtermaßen keineswegs so, wie die Schüler schreiben müssen, die die Zeitung nicht verwirren zu dürfen behauptet.
28.07.2008  Duden-Preisträger
Die Dankrede Peter Eisenbergs kann man jetzt hier nachlesen – und sich wundern.
25.07.2008  Glückliches Österreich
Wenn man Blüml glaubt, funktioniert die neueste Version der Rechtschreibreform in Österreich ebenso glatt wie alle früheren. Es gab keine Probleme, gibt keine und wird keine geben – weil Blüml sie nicht sehen will.
25.07.2008  Genitiv als Subjekt
Wo der Genitiv als Subjekt aufzutreten scheint (und auch in vielen Fällen der genitivischen Objekte), handelt es sich in der Tat um den Genitivus partitivus, unter Wegfall des Bezugselements.
19.07.2008  Entrückter Wolfram Weimer
Der CICERO-Chefredakteur hat auch nach zwölf Jahren nichts verstanden (oder alles wieder vergessen).
18.07.2008  Interesseloses Wohlgefallen
Bei ORF lese ich: "Doch kaum ein Gebiet ist, sieht man mal von den Wörterbuch-Verlagen ab, derart frei von wirtschaftlichen Interessen wie die Rechtschreibung."
17.07.2008  Anthropologisches
Da ich mich gerade wieder einmal mit dem Ursprung der Sprache beschäftige, blättere ich auch in dem Sammelband "Evolution der Sprache" von Ilse Schwidetzky (1973). Darin steht neben Vernünftigem auch Absurdes und Bedenkliches. (Zur Herausgeberin s. Wikipedia.)
17.07.2008  Geld wie Heu
"Welche Einstellungen und Gefühle hegt die in Deutschland lebende Bevölkerung – Deutsche wie Migranten – gegenüber der deutschen Sprache? Welche Ansichten bestehen zu Fragen der Mehrsprachigkeit, hinsichtlich Sprachpflege und Sprachpolitik?
15.07.2008  Motti
Im Wahrig 5 ("Fehlerfreies und gutes Deutsch") wird behauptet, der Plural von Motto laute korrekt ausschließlich Mottos, nicht Motti.
10.07.2008  Unter Nachbarinnen
Der bundesweite Einbürgerungstest ist fehlerhaft und fragwürdig.
09.07.2008  Großschreibung
Nicht zum erstenmal lese ich in der Süddeutschen Zeitung "am Dienstag Abend" (9.7.08). Das ist völlig logisch: Wenn es "heute Abend" gibt, muß es auch "Dienstag Abend geben", die Struktur ist gleich.
08.07.2008  Sprachirrtümer
Das "Lexikon der populären Sprachirrtümer" von Walter Krämer und Wolfgang Sauer war erfreulicherweise "in alter Rechtschreibung gedruckt" und hatte dies auch ausdrücklich vermerkt (wobei "alt" vielleicht nicht die geschickteste Wortwahl war). Ja, das waren noch Zeiten!
06.07.2008  Rhetorik
Beinahe jede Woche werden wir Hochschullehrer aufgefordert, uns hochschuldidaktisch weiterzubilden.
06.07.2008  Anz der Gram
Unter literaturkritik.de findet man seit langem skurrile Schreibweisen. Thomas Anz interviewte einmal Walter Müller-Seidel:
06.07.2008  Martin Walser in Reformschrieb
In der SZ vom 5.7.08 ist eine Rede von Martin Walser abgedruckt – in reformierter Orthographie, aber es ist fast ausschließlich die s-Schreibung betroffen, sonst nur noch res-pektierter Politiker. Damit wird deutlich, was von der ganzen Rechtschreibreform übriggeblieben ist.
29.06.2008  Schwarzrotgold
Die FAS titelt groß und breit auf der ersten Seite: "Wir stehen hinter euch" – also genau so wie kürzlich die BILD-Zeitung.
27.06.2008  Zu den Muttern
Unsicherheit der Deklination
24.06.2008  Verunsicherung
Die Wiederherstellung einer einheitlichen Rechtschreibung kann dauern.
18.06.2008  Sprachmeisterei
Die „Stilistik“ in diesem Band ist, wie schon bemerkt, besonders schwach.
13.06.2008  Neun Prozent für Hoberg
Peinliches Ergebnis einer Umfrage
13.06.2008  Im GKS-Dschungel
Raison d'Être, auch: Raison d'être (Duden – Das Fremdwörterbuch, 8. Aufl. Mannheim 2005 [CD-ROM])
10.06.2008  Heuchler und Umfaller
Eine Erinnerung
04.06.2008  Suhrkamp ganz unten
Die Reformschreibung ruiniert nun auch diesen Verlag.
04.06.2008  Nachnachruf
Thomas Steinfeld würdigt in der SZ den kürzlich verstorbenen Germanisten Gerhard Helbig. Dessen Grammatiken und Übungsbücher (Helbig/Buscha: "Deutsche Grammatik" gilt als Standardwerk) seien als verläßliche Grundlage des Deutschunterrichts überall geschätzt.
21.05.2008  Ist die WELT von Sinnen?
Kostprobe aus einem neuen Online-Quiz
21.05.2008  Akademisches
Reichert wird 70, die DASD tagt in Lemberg.
18.05.2008  Brockhausblättchen
Boullion
16.05.2008  Klassenkampf
In der SZ vom 16.5.08 schreibt Florian Coulmas eine ganze Seite über Schriftsysteme. Nebenbei polemisiert er wieder einmal gegen die Kritiker der Rechtschreibreform; vgl. seinen sehr oberflächlichen Beitrag in Eroms/Munske. (In der NZZ vom 19.8.2000 hat er Unqualifiziertes über Eduard Engel von sich gegeben.)
14.05.2008  Die Alte
Einige Schulbuchverlage betreiben die Website "education highway" (was sonst!) und vermelden u. a. folgendes:
09.05.2008  Eine Sorte Mensch
Die im Diskussionsforum erwähnte Thea Dorn war uns vor vier Jahren schon mal aufgefallen. Damals hatte sie geschrieben:
30.04.2008  Besserwisser
Heute ist es schon so weit gekommen, daß Studenten in Seminar- und Magisterarbeiten, die von Rechtschreibfehlern wimmeln, ein "sic" hinter herkömmlich geschriebene Formen wie daß oder muß in zitierten Texten setzen.
30.04.2008  Meine Geschichte
Manchmal ist es erhellend und erheiternd, noch einmal nachzulesen, wie sich eine Sache vor vielen Jahren darstellte. Ich glaube, meine erste Stellungnahme zur geplanten Rechtschreibreform habe ich in meiner Besprechung des damals achtbändigen Großen Wörterbuchs von Duden abgegeben.
25.04.2008  Wortleichen
So steht im Synonymduden und sonst nur noch im Fremdwörterbuch das Wort holotisch.
25.04.2008  Neuer Auftritt
Pünktlich zur Ratssitzung am 25.4.2008. In seinem Grußwort – übrigens auf den Juni 2008 datiert – schreibt Zehetmair jetzt:
23.04.2008  Rat dem Rat
Es wäre an der Zeit, die Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen. Der Rechtschreibrat wird am Freitag wieder zusammentreten, "Berichte" entgegennehmen und lammfromm der Marktberuhigungsstrategie des Vorsitzenden folgen. Die Wirklichkeit sieht so aus:
18.04.2008  Spatien
Bei enklitischen Wörtern ist die Frage der Wortzwischenräume nicht immer lösbar. Natürlich schon gar nicht im Altindischen, wo man den Sandhi ausschreibt und auch sonst die Wörter in einer Weise verbindet, die jeden Westler, der über Wörter und Spatien räsoniert, empören müßte. Und das bei einer Kultursprache dieses Ranges!
18.04.2008  Schwache Zeitung
Die SZ vom 18.4.08 bringt einen Text von Joachim Kaiser aus den Frankfurter Heften vom Jahre 1951, dargeboten als vergilbter Ausriß, trotzdem auf Reformschreibung von 2006 umgestellt, auch mit Trennungen wie Symp-tom, inte-ressant und Demons-tration sowie dem Versehen bewußt.
14.04.2008  Lob der Rechtschreibung
In Korea ist eine Übersetzung von Horst H. Munskes "Lob der Rechtschreibung" erschienen. Hier das Nachwort (mit Erlaubnis des Verfassers):
14.04.2008  Geschichtsklitterung
"Spannende Rechtschreibreformdiskussion in Greifswald"
14.04.2008  Seinerzeit
Die Rechtschreibreform wurde gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt.
09.04.2008  Wundertäter
"Um Johannes Paul II. selig zu sprechen, müsste bewiesen werden, dass er nach seinem Tod ein Wunder bewirkte. Im Vatikan wird der Fall einer französischen Nonne geprüft, die auf unerklärliche Weise von der Parkinson-Krankheit genesen sein soll." (SZ 9.4.08)
02.04.2008  Hochschulorthographie
Über die Sprachmißhandlung durch Universitätspressestellen habe ich mich schon mehrmals geäußert.
02.04.2008  Träumendes Volk
"'Der jahrhundertealte Traum des chinesischen Volkes, die Olympischen Spiele auszurichten, ist Realität geworden', sagte der neue Star im Politbüro, Xin Jinping." (SZ 1.4.08)
01.04.2008  Tintenkuli
Am 31.3.08 lag eine Werbebeilage der Stadt Hamburg in der Süddeutschen Zeitung, darin hieß es, in Hamburg sei der Kugelschreiber erfunden worden:
30.03.2008  Reformpropaganda vom IDS
Aus dem Jahresbericht 2007 des IDS:
30.03.2008  Unstabile „Süddeutsche“
In der SZ vom 29.3.08 steht eine Erzählung von Günter Herburger: "Die Winzlinge und der Jugendstil" (die mir nicht ganz verständlich ist), in Reformorthographie: deplatziert, rau usw., aber mit einigen Merkwürdigkeiten.
29.03.2008  Resteverwertung
Wellmann, Hans (2008): Deutsche Grammatik. Heidelberg (Universitätsverlag Winter)
27.03.2008  Deutsch in Gefahr?
Der C. H. Beck Verlag beweist es.
19.03.2008  Tristesse: „Sprache in der Politik“
Erinnerung nach fünf Jahren
16.03.2008  Ratlos vor der Morgenzeitung
Angela Merkel dagegen chambrierte in der europäischen Klimadebatte so elegant wie gewohnt. (SZ 15.3.08)
16.03.2008  Aufsässig oder nachlässig?
Aus der „Süddeutschen“
12.03.2008  Welle
Jetzt ist auch in Deutschland „Die Welle“ verfilmt worden.
11.03.2008  Zu früh – zu spät?
Wie uns die Reformer eingebläut haben (hier ist das Blau am Platze, sie haben es vom Himmel heruntergelogen), war es jederzeit "zu spät" für Einsprüche gegen das ganze Unternehmen. Ich stoße gerade auf eine interessante Stelle:
11.03.2008  Reclam
Es geht also doch – sogar bei Reclam!
09.03.2008  Keine Vereinfachung
Warum wird das Rechtschreiben immer schwerer?
07.03.2008  dtv und die Rechtschreibreform
Ein Rückblick aus aktuellem Anlaß
04.03.2008  Modernes Antiquariat
Vor zehn bis zwölf Jahre schwappte eine ungeheure Menge von Rechtschreib-Materialien über die deutschsprachigen Länder, und es wurde zweifellos viel Geld damit verdient. Noch heute findet man in den Katalogen solche Einträge:
01.03.2008  Selbstständig
Nach meiner Beobachtung wird die Umstellung von selbständig zu selbstständig fast ausschließlich von Leuten betrieben, die damit die Reformschreibung um jeden Preis durchsetzen wollen. Es sind amtliche und quasiamtliche Texte, Lehrbücher usw.
29.02.2008  Profilbildung
Die Bundesregierung will "so genannte Kleine Fächer" fördern, indem sie ihnen die Zusammenarbeit mit größeren nahelegt: http://www.bmbf.de/press/2243.php.
28.02.2008  Beschädigte Bücher
Der verstorbene Altphilologe Manfred Fuhrmann hatte seinerzeit die gemeinsame Erklärung der Professoren gegen die Rechtschreibreform unterschrieben. Wenig später brachte DuMont sein Buch "Latein und Europa" (2. Auflage) heraus – in Reformschreibung:
25.02.2008  Vorhaltungen
Eichinger, Ludwig M./Meike Meliss/María José Domínguez Vázquez (Hg.) (2008): Wortbildung heute. Tendenzen und Kontraste in der deutschen Gegenwartssprache. Tübingen (Studien zur Deutschen Sprache 44)
24.02.2008  Zwergewerfen
Zwergewerfen steht nicht in den meisten Dudenwörterbüchern, nur im Muret-Sanders D-E (dwarf tossing) und ist als "neg!" gekennzeichnet, was bedeutet:
22.02.2008  Das Mass ist voll
Großformatige Anzeige des SPIEGEL:
21.02.2008  Gehorsamste Dienerinnen
Barz, Irmhild u. a. (2007): Wortbildung – praktisch und integrativ. 4., überarb. Aufl. Frankfurt u. a. (Leipziger Skripten 2)
21.02.2008  Kein Einziger
In der Zeitung liest man fast täglich solche Sachen: kein Einziger von ihnen (SZ 21.2.08). Die Reformer und der Duden behaupten, daß es sich hier um ein substantiviertes Adjektiv handele, das folglich groß geschrieben werden müsse (nach dem falschen, aber unausrottbaren Grundsatz, im Deutschen herrsche Substantivgroßschreibung).
18.02.2008  Zwischenprüfung
Uff! Gerade wieder einen Stapel Zwischenprüfungsklausuren weggearbeitet. Mehr als die Hälfte der Verfasser verwechselt ständig das und dass.
14.02.2008  Sick’sch Beck’sch
Klaus Mackowiak: Die 101 häufigsten Fehler im Deutschen und wie man sie vermeidet. 2. Aufl. München 2005 (Beck’sche Reihe).
13.02.2008  Hoch verdient
In ihrem Rücktrittsschreiben zählt Karin Wolff ihre Verdienste auf, vergißt aber anscheinend, auf die Rechtschreibreform hinzuweisen, zu deren Durchsetzung gegen den Willen des Volkes sie mehr als jede andere beigetragen hat.
13.02.2008  Noch mehr Germanistik
Die "pragmatische" Begründung der Anrede-Großschreibung findet sich auch in dem Buch "Neuhochdeutsch" der bekannten Indogermanistin Rosemarie Lühr (München 1986:227):
11.02.2008  Beim Korrigieren notiert
In den Klausuren wird ständig „ausserdem“ usw. geschrieben, außerdem natürlich „Nummerus“. Ich bin durch gewisse Antworten auf die Prüfungsfragen auch auf etwas anderes gestoßen:
08.02.2008  Hohe Latte
Steinig, Wolfgang (2006): Als die Wörter tanzen lernten. Ursprung und Gegenwart der Sprache. Heidelberg: Spektrum.
08.02.2008  Frontbericht
Sick und Eisenberg kämpfen gegen den Sprachverfall, Eisenberg kämpft gegen Sick (siehe hier).
08.02.2008  Fru-Fru
„Das 'Fru-Fru der Soutanen', wie der sozialistische Senator Alfonso Guerra das Rauschen der Bischofsröcke lautmalerisch nannte ...“ (SZ 4.2.08)
06.02.2008  Deutsche Wortbildung
Da das Thema Wortbildung für die Rechtschreibung sehr wichtig ist, möchte ich hier die nach der Seitenzahl geordneten Bemerkungen wiedergeben, die ich mir bei Durchsicht des Kapitels in der Dudengrammatik (2005) notiert habe.
03.02.2008  Lesarten, Spülmaschinen
Mitschuld an der Rechtschreibreform ist auch das desolate Niveau der deutschen Wortbildungslehre, wie in den neuen Büchern von Donalies, Busch/Stenschke, Dudengrammatik (Irmhild Barz) zu erkennen. Diese Autoren wissen nicht mehr, daß Wortbildung in erster Linie Wortstammbildung ist.
02.02.2008  Zur Erinnerung an Karlsruhe
Als künftiger Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts ist Joachim Wieland im Gespräch.
01.02.2008  Tunfisch
Im Magazin der Süddeutschen Zeitung wird heute ein Rezept für "Tunfisch" (mit Schweinebauch!) vorgestellt. Ich war ein bißchen überrascht, denn in derselben Zeitung hatte ich zuvor nicht ohne Genugtuung "im übrigen" gelesen, das sich ja immer mehr durchsetzt, obwohl es nicht "erlaubt" ist.
26.01.2008  Im Einzelnen Folgendes
Quasi-amtliche Fundsachen
26.01.2008  eigen oder Eigen
Stille Revision
24.01.2008  20.000 Irre Geführte
Die Rechtschreibung ändert sich – Frau Walgenbach bleibt.
24.01.2008  Ein Komma zuviel
Über einen problematischen Nebensatztyp
23.01.2008  Gut gebrüllt
Aber auch am IDS ändern sich die Zeiten.
22.01.2008  Gremienprosa
Lang, dünn und „korrekt“
20.01.2008  Wulff
"Ferner misslang ihm auch der Versuch, die Rechtschreibreform zu kippen." (Spiegel online über Christian Wulff)
14.01.2008  Das Guru
Ich weiß nicht, ob wir schon einmal darüber nachgedacht haben, was aus dem Abendgebet einer erkälteten Negerin wird. Ringelnatz schließt ja bekanntlich so:
14.01.2008  Weniger Begriffe
Von Frau Mayrs Dissertation war hier schon einmal die Rede.
14.01.2008  IDT
Politisch korrekte Deutschlehrer
12.01.2008  Detlef Kraus
Eine Erinnerung
11.01.2008  Ausgeschlossen?
"Die Darstellung der damals geplanten Änderungen ist weitgehend beschreibend; kritische Bemerkungen gibt es einzig zur neuen (in gedruckten Texten faktisch auch weiterhin ausgeschlossenen) Möglichkeit, einfache Vokalbuchstaben abzutrennen (zum Beispiel ‹U-fer›)." (Aus Peter Gallmanns Besprechung der IDS-Grammatik, Zeitschrift für Sprachwissenschaft 2000)
09.01.2008  Unfreiwillig die Wahrheit sagen
Die Rechtschreibung von gestern
09.01.2008  Erinnerungen
Zum besseren Verständnis der jüngsten Geschichte mitgeteilt
06.01.2008  Nerius und Duden
Allmähliches Verschwinden?
03.01.2008  Noch einmal Troia
Vor sechs Jahren hatte ich mich anderswo (www.rechtschreibreform.com) über den reformiert gedruckten und schwer entstellten Katalog zur Troja-Ausstellung beklagt. Dortselbst auch die freundliche Bestätigung "aus dem Felde", d. h. von der Ausgrabungsstätte selbst, daß die Ausgräber mit der Textverhunzung nichts zu tun haben und der leider seither verstorbene Leiter Manfred Korfmann damit durchaus nicht einverstanden war.
01.01.2008  Wiedergefunden
Zwei Zitate aus der Zeitungskiste
23.12.2007  Unanständig
Die Kunst der Selbstentblößung
23.12.2007  Ein jüngerer Germanist
Igor Trost: Das deutsche Adjektiv. Hamburg: Buske 2007.
Von Hans Werner Eroms betreute Dissertation.
21.12.2007  Der Physiker Weiland
Erinnerung an einen Großen
18.12.2007  Stilistik – reformiert
Zu einem neuen Buch von Hans Werner Eroms
18.12.2007  Bestechende Imitation
Thomas von Kempen in reformierter Rechtschreibung
15.12.2007  Werbung und Wirklichkeit
Schön wär’s!
11.12.2007  Verdruss
Aus der „Metalexikographie“
11.12.2007  Befehlsnotstand
Minister Schneider kann nichts machen.
09.12.2007  Lesefrüchtchen
Aus Zeitungen vom Wochenende
08.12.2007  Alles neu
Hier habe ich noch einmal einige Meldungen zum Thema "Aussortieren" zusammengestellt, die größtenteils schon auf diesen Seiten erschienen sind:
07.12.2007  Überkritisch
Reflexive Verben ohne Reflexivum
30.11.2007  PISA
Die neuesten Bericht von der Testfront klingen zu gut, um wahr zu sein. Innerhalb weniger Jahre sollen die Leistungen der Kinder in deutschen Schulen so deutlich gestiegen sein?
28.11.2007  Absurdes Spiel
http://spiele.zeit.de/rechtschreibquiz/rechtschreibquiz.php
27.11.2007  schneuzen
Zum Universalwörterbuch Chinesisch-Deutsch
26.11.2007  Offene Frage
Wer hat die Selbstgleichschaltung der Zeitungen erzwungen?
23.11.2007  Aussortieren und neu anschaffen
Die ZEIT veranstaltet ein Scrabble-Turnier: "Es gelten nur Wörter, die im Duden, 'Die deutsche Rechtschreibung', 24. Auflage, verzeichnet sind, sowie deren Beugungsformen."
18.11.2007  Thierse
Ein Gedenkblatt
18.11.2007  Christian Meier
Sein Austritt aus der Akademie wird totgeschwiegen.
16.11.2007  Aust und Gehrs
Alte Rechnungen
15.11.2007  Politiker
Graue Gedanken beim Lesen der Morgenzeitung
14.11.2007  Helmut Jochems
Unser Mitstreiter Helmut Jochems ist tot. Ich verdanke ihm mehr als allen anderen.
11.11.2007  Das Öftere
Stiller Widerstand?
10.11.2007  autofahren
Die Süddeutsche Zeitung rät uns heute, weniger "autozufahren".
10.11.2007  Kleine Brötchen
„Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat nichts gegen Autoren einzuwenden, die die Rechtschreibreform verweigern.“
09.11.2007  Rechtschreibrat tagt
Zur Tagung in Wien (http://derstandard.at/?url=/?id=3104457) unternehmen die österreichischen Autoren einen späten Vorstoß, um ihre Rechte zu wahren.
03.11.2007  strausssch
In der Süddeutschen Zeitung war heute von der Uraufführung der Strausschen 'Salome' die Rede. Gleich zwei Fehler in einem Wort, es müßte ja strausssche heißen.
03.11.2007  Bublath
Wie die Zeitungen berichten, hat der Wissenschaftsjournalist Joachim Bublath eine Fernsehdiskussion verlassen, weil er es nicht ertrug, mit Verrückten zusammenzusitzen.
02.11.2007  Hoffnung SOK
Wahrscheinlich ist im Augenblick nichts anderes möglich.
01.11.2007  Für Nachwuchsgermanisten
Busch, Albert/Stenschke, Oliver (2007): Germanistische Linguistik. Tübingen (bachelor-wissen)
30.10.2007  Stammprinzip
In der Frankfurter Rundschau empfiehlt sie:
29.10.2007  Den Mensch
Der Journalist Nikolaus Nützel hat ein Jugendbuch über Sprache geschrieben: "Sprache oder Was den Mensch zum Menschen macht".
19.10.2007  Germanistennachwuchs
Gestern habe ich die Erstsemester den Kurztest zum Grammatikwissen schreiben lassen (der beim letzten Mal durch die Presse ging und viele Kommentare hervorgerufen hat).
19.10.2007  Nicht preiswürdig
Es umfaßt die Jahre 2001 bis 2005, beginnt also mit der Verleihung des Deutschen Sprachpreises an mich und endet mit der Verleihung an Heike Schmoll. Der Herausgeber Ulrich Knoop gibt jeweils einen Bericht über die Stiftung, dann folgt die Laudatio und dann die Rede des Preisträgers.
13.10.2007  Das Ding
Der Verlag Hoffmann und Campe schreibt auf seiner Internetseite zu Doris Lessing:
12.10.2007  Eine Erinnerung
Vor drei Jahren wurde die SPD-Bundestagsabgeordnete Jelena Hoffmann gezwungen, ihre Unterschrift unter eine Resolution gegen die Rechtschreibreform zurückzuziehen.
12.10.2007  Mal was zum Gähnen
In der Zeitung wird ein Bericht aus der neuesten Ausgabe der angesehenen Zeitschrift referiert:
11.10.2007  Schulbücher und kein Ende
Unter FAZ.Net lese ich ein Gespräch mit Michael Klett, der nun wieder den Verlag leitet.
08.10.2007  Noch Mal
Man hat den Eindruck, daß sich kaum noch jemand traut, "zweimal" usw. zu schreiben, vorsichtshalber geht man gleich auf Großschreibung, weil die nach der Reform immerhin zulässig, also jedenfalls nicht falsch ist, was man bei "jedesmal", "diesmal" usw. nicht so genau weiß.
06.10.2007  Was geschah im Sommer 2004?
Wenn man noch einmal die starken Worte nachliest, mit denen damals einige Politik er und die großen Herren Verleger, Herausgeber und Chefredakteure das Ende des Experiments Rechtschreibreform verkündet (und auch sehr gut begründet!) haben, dann fragt man sich, was hinter den Kulissen vorgefallen sein muß, damit sie ihr Vorhaben kurz darauf sang- ud klanglos aufgeben konnten.
06.10.2007  Alles frisch
Das bringt man mit EDEKA und ähnlichen „Frischemärkten“ in Verbindung.
02.10.2007  Systematisch „falsch“
In der Süddeutschen Zeitung las ich in den letzten Tagen immer wieder "am Freitag Abend" und ähnliche Angaben. Das soll nicht zulässig sein, aber wenn es "heute Abend" gibt, muß es logischerweise auch "am Freitag Abend" geben. Daneben natürlich den "Freitagabend", den es schon immer gab.
28.09.2007  Voll daneben
Aus der Presse:
28.09.2007  Alles wurscht
Geld verdienen mit der „verbindlichen“ Rechtschreibung leicht gemacht:
24.09.2007  Fänd ich nicht gut
Nachdem Manufactum vollständig vom Otto-Versand übernommen worden ist, dürften die Tage der gepflegten Orthographie im Katalog wohl gezählt sein.
24.09.2007  Frische FAZ
Die FAZ soll ab 5. Oktober in neuer Aufmachung erscheinen. Vorbild ist angeblich die erfolgreiche FAS, eigentlich aber wohl die Süddeutsche Zeitung, die denn auch nicht ohne Spott darüber berichtet. Andere sprechen von der sinkenden Auflage als Hintergrund.
20.09.2007  Pädagogik vom Tage
Das Büchergeld in Bayern soll wieder abgeschafft werden. Allerdings aus den falschen Gründen, denn die richtigen sind tabu.
17.09.2007  Rätselhaft
Im amtlichen Wörterverzeichnis von 2006 liest man:
16.09.2007  Deutschbuch 9 (Cornelsen)
Die Bearbeiter sind unser alter Freund Wieland Zirbs und andere.
15.09.2007  Lesebücher
In der Passauer Neuen Presse wird von einem Vater berichtet, der sich über Lesebücher in alter Rechtschreibung beklagt. Er weiß nicht, daß auch die neuesten Lesebücher Texte in herkömmlicher Rechtschreibung enthalten. Der Schulrektor hat sehr vernünftig geantwortet:
15.09.2007  Wikivandalen
Bei Wikipedia findet man viele gute Artikel, und auf längere Sicht kann daraus noch etwas werden. Aber es gibt auch Fehlentwicklungen. So wütet bekanntlich in der deutschen Version eine Handvoll regierungstreue Fanatiker, die jede Kritik an der Zehetmairschen Rechtschreibreform unterdrücken.
14.09.2007  Betrogene Schüler
Zum Beispiel in „Das waren Zeiten“ (Geschichtsbuch für bayer. Gymnasien, Bd. 4, Buchner 2007). Die Schüler sollen Quellentexte untersuchen und aus ihrer Zeit heraus verstehen.
13.09.2007  Goethe-Institute
Es geht das Gerücht, daß den Goethe-Instituten anempfohlen worden sei, die Kritik an der Rechtschreibreform zu ignorieren, reformkritische Literatur nicht anzuschaffen und nicht zu erwähnen – oder so ähnlich.
11.09.2007  Unverstandene Orthographie
Bei Blättern im Duden von 2004 fand ich eine aufschlußreiche Stelle.
07.09.2007  Duden schlägt Bertelsmann
Eigentlich wollten die Nachrichtenagenturen doch etwas Eigenes machen.
03.09.2007  Alles Mögliche
Wie man die Orthographie handhaben sollte
02.09.2007  Labskaus
Vermischte Urlaubsnotizen zum Thema Rechtschreibung
03.08.2007  Unterm Strich
Es geht uns von Tag zu Tag besser und besser.
02.08.2007  Gut fürs Geschäft
WAHRIG Grundregeln der deutschen Rechtschreibung. Die deutsche Orthografie auf einen Blick. Von Peter Eisenberg. Bertelsmann Lexikon Institut 2007
30.07.2007  Zyniker Zehetmair
Das Maß ist voll! Zehetmair sollte zurücktreten!
30.07.2007  Vereinheitlichung
Der Verband der Schulbuchverlage hat wieder zugeschlagen.
29.07.2007  Das Schlechte vom Guten am Schlechten
„Deutsch als Fremdsprache“ nörgelt, aber wehrt sich nicht.
28.07.2007  Jauchzet, frohlocket!
Für den Duden geht das Rechtschreibgeschäft nun erst richtig los.
28.07.2007  Das große Lamento
Die ZEIT hat am 26.7.07 einen Sonderteil über die deutschen Sprache.
27.07.2007  Sonnig
Das SZ-Magazin (27.7.07) bezeichnet Georg Gänswein, den „Privatsekretär“ des Papstes, als „Sunnyboy des Vatikans“.
24.07.2007  Gezwinkerte Augen
Heute zum Beispiel schreibt sie „die Augen zwinkernde Destruktion“.
24.07.2007  Verrückte Welt
Als ich am Samstag laut kreischend mit dem neuen "Harry Potter" zur Kasse der Thalia-Buchhandlung stürzte, pries ich mich glücklich, nicht auf die deutsche Übersetzung angewiesen zu sein.
19.07.2007  Cornelsen
Böckinnen als Gärtner
12.07.2007  Komisches Deutsch
Die Beispiele in Grammatiken sollten überdacht werden.
12.07.2007  Geschäftliches
»Ein Jahr nach dem Inkrafttreten der Rechtschreibreform und dem Ende der Übergangsfrist in Deutschland Anfang August, sind vielen Schreibenden die neuen Regeln noch nicht vertraut.
08.07.2007  Im Zweifel groß
Diese heimliche Maxime wirkt sich immer stärker auf die Texte aus.
06.07.2007  Die Statt
Bekanntlich war früher vorgeschrieben an Kindes Statt usw. Hier hat die Reform Kleinschreibung verfügt, offenbar um eine Angleichung an die Zirkumpositionen um ... willen, von ... wegen zu erreichen.
05.07.2007  Widerspruch
Ich möchte an dieser Stelle einen Satz von Herrn Jochems aus dem Diskussionsforum aufgreifen und nochmals meinen Standpunkt erklären.
05.07.2007  Kreativ und innovativ
Anmerkungen zu einer Schüler-Grammatik
02.07.2007  Da fehlt doch was?
Rechtschreibung aus dem Taschenrechner
30.06.2007  „Natur“ als Adjektiv
News vom Duden
30.06.2007  Zusammensetzungen
Fugenelemente spielen zwar auch bei der Rechtschreibung eine gewisse Rolle (Arbeit suchend vs. arbeitssuchend), aber das folgende ist trotzdem eine kleine Abschweifung.
30.06.2007  Was bleibt …
Leichtverderbliche Ware aus dem S. Fischer Verlag
30.06.2007  Obskur
Karin Wolff läßt nicht locker
29.06.2007  Täglich Quark
Heyse wird nie funktionieren!
28.06.2007  Verweisung ins Leere
Der Abschluß des Historischen Wörterbuchs der Philosophie.
28.06.2007  Die bösen Professoren
Zehetmair hat erkannt, wer an der Verwirrung schuld ist
27.06.2007  Wie geschmiert
Die Verlage kosten ihren Sieg aus.
25.06.2007  Rückblick
Im Anschluß an frühere Einträge hat sich eine Diskussion entwickelt, in der es auch um Versäumnisse ging.
24.06.2007  Groß und klein
Nach Auffassung der Neuschreiber muß es heißen "jeder einzelne der Leser", aber "jeder Einzelne von uns". Ist die Bezugsmenge im Vordersatz benannt, so kann bzw. muß man je nachdem fortfahren: "die Benutzer. Jeder einzelne ..." oder "...wir. Jeder Einzelne ..." Das ist intuitiv unplausibel.
24.06.2007  Das Eckige muß ins Runde
Es gibt ein paar große Ecken (FAZ, NZZ, St. Galler Tagblatt ... SDA) und viele kleine Zacken (Süddeutsche und alle anderen, die nicht zurechtkommen).
20.06.2007  Weder maniabel noch favorabel
Mentrup, Wolfgang (2007): Stationen der jüngeren Geschichte der Orthographie und ihrer Reform seit 1933. Tübingen. (Studien zur Deutschen Sprache. Forschungen des Institus für Deutsche Sprache 29)
18.06.2007  Der Rechtschreibrat dämmert dahin
Tagesordnung und Unterlagen zur zehnten Sitzung zeigen, daß keine weiteren Änderungen vorgesehen sind. Die bisher von der Revision ausgenommenen Teile des Regelwerks sollen nicht angetastet werden.
15.06.2007  Den Duden braucht jeder
Wenn man sich die Abiturrichtlinien der Schulministerien ansieht, findet man, daß bei den schriftlichen Arbeiten in allen Fächern ein "Wörterbuch der deutschen Rechtschreibung" als Hilfsmittel zugelassen ist, oft als einziges. Warum gerade Rechtschreibung? Wäre nicht z. B. ein Synonymwörterbuch ebenso wichtig?
15.06.2007  Fingernägel
Gloria von Thurn und Taxis teilt mit, daß sie "Fingernägel kaut" (Süddeutsche Zeitung, Streiflicht, recht lustig zu lesen).
13.06.2007  Schwindsüchtig
Wie viele Mitglieder werden wohl zur zehnten Sitzung anreisen? Bei der neunten Sitzung (Oktoberfest 2006) fehlten nicht weniger als 15 Mitglieder, also fast die Hälfte.
10.06.2007  Duden 1991
Auf mehrfach geäußerten Wunsch rücke ich hier meinen Kommentar ein. Allerdings muß ich noch einmal sagen, daß er zehn Jahre alt und im wesentlichen für mich selbst verfaßt ist, als Vorarbeit zu meinem eigenen Wörterbuch.
10.06.2007  Menschen verachtend
Was "Charlotte" im Diskussionsforum berichtet, erstaunt mich sehr, obwohl ich einiges gewohnt bin. Ist das wirklich eine Auskunft von 2007?
09.06.2007  Gräulicher Lerm
1985 schlug Augst, seinem damaligen etymologischen Wissensstand entsprechend, folgende Schreibweisen vor:
08.06.2007  Schlecht beraten
Vermischte Bemerkungen zur geplanten Hausorthographie der deutschsprachigen Nachrichtenagenturen
01.06.2007  Anmaßung
„Die früher als Adverbien angesehenen Bezeichnungen für Tageszeiten in Verbindung mit gestern, heute und morgen werden den Substantiven zugeordnet und deshalb großgeschrieben: heute Morgen (...)“ (Duden 9: Richtiges und gutes Deutsch 2007, S. 50)
28.05.2007  Im Zweifel getrennt
In einem Artikel über den gelehrten Träumer Herman Wirth lese ich:
25.05.2007  Wie lange noch?
heisst es über die äussere Gestalt ... eine äussere Manifestation (FAZ 24.5.07)
Wo Ralph Giordano Recht hat, hat er Recht (FAZ 25.5.07, Untertitel)
Aber wo er recht hat, da hat er recht (ebd., Text desselben Artikels)
22.05.2007  Mediale Fähigkeiten
Wir haben die Geschäftsführerin des Rechtschreibrates offensichtlich unterschätzt.
22.05.2007  FAZ-Hausorthographie
Die FAZ hat mir freundlicherweise ihre interne "Handreichung" zur Verfügung gestellt:
20.05.2007  Staat und Sprache
Jürgen Baurmann schreibt in den Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes Sept. 1989:
„Auf dieser grundlage“ (sc. der Regelung von 1901 und der seither hinzugekommenen Dudenregeln) „haben der Bundesminister des Innern und die Ständige Konferenz der Kultusminister einen auftrag erteilt, dem sich die kommission sachkundig, engagiert und stets gesprächsbereit gestellt hat.“
20.05.2007  Chinesisch
Rüdiger Weingarten schreibt in einem sonst ganz lesenswerten Aufsatz ("Der Computer als Schriftenmuseum", leider in "aufwändiger" Reformschreibung, aber auch das fehlerhaft):
16.05.2007  Verbindlich
Duden 9: Richtiges und gutes Deutsch (6. Auflage 2007); bearbeitet von Peter Eisenberg, der im Vorwort schlicht als Autor angegeben wird.
13.05.2007  Frittensteuer
Jedenfalls zeichnet sich ab, daß sie nach der Verfettung des Wortes "Fritteuse" (nebst "frittieren" usw.) nun auch die Fritten selbst angeht, durch eine Fettsteuer.
11.05.2007  Unakademisches Treiben
Wenn ich in der nützlichen Linkliste
11.05.2007  Irreführung
Wenn ich auf der Medienseite in zwei Berichten über Fernsehangelegenheiten jeweils fürs Erste lese, denke ich natürlich sofort an des Erste Programm. Es ist aber bloß die adverbiale Wendung gemeint.
10.05.2007  Alles klar!
"Größer noch erscheint die Herausforderung durch die Formation 'Bremen muß leben'. Dass 'muß' in der alten Rechtschreibung präsentiert wird, soll schon ein Signal sein. Der erst im Januar gegründete Landesverband des rechtslastigen Vereins 'Die Deutschen Konservativen' buhlt heftig um Wähler."
09.05.2007  Bescheiden geworden
Der Verlag rühmt sich zwar auf seiner Homepage, den Rechtschreibduden schon seit vielen Wochen auf der Bestsellerliste zu haben, aber wenn man nachschaut, ist es zur Zeit der fünfte Platz.
07.05.2007  Grammatikfehler von höchster Stelle
Dankenswerterweise kann man noch immer Zehetmairs Rundschreiben herunterladen, mit dem er die bayerischen Schulen auf die Rechtschreibreform einstimmte:
07.05.2007  Ewig gestrig
Bekanntlich haben einige Verlage sich dafür entschieden, im Zweifelsfalle jeweils die „progressive“ Varianten zu wählen. Das sind fast immer die Schreibweisen von vorgestern.
06.05.2007  Schicksal, nimm deinen Lauf ...
An bayerischen Schulen werden im neuen Schuljahr tadellos richtige Schreibweisen wie "heute abend", "greulich" und "jedesmal" notenrelevant als falsch angestrichen. Das werde ich mir nicht gefallen lassen und notfalls für meine Tochter vor Gericht ziehen.
05.05.2007  Das Abschied so Recht
Die Süddeutsche heute: Ein Abschied kann sich so Recht noch niemand vorstellen.
04.05.2007  Der Geist weht, wo er will
Gestern berichtete er von "proturbierenden Bäuchen". Ich habe meine letzten Bildungsreserven mobilisiert, um herauszufinden, ob mir vielleicht eine Pointe entgangen ist.
02.05.2007  Nanu?
Die Prager Zeitung berichtet:
"Seit der Neuregelung der Rechtschreibung gibt es oft mehrere Möglichkeiten. Mit dem 'Platzieren' ist es ähnlich.
01.05.2007  Was macht eigentlich ...
Er wird demnächst vier Jahre alt, wenn ich recht gezählt habe.
28.04.2007  Wie alle
Nach vier Monaten wieder mal an die FAZ geraten. Gleich auf der zweiten Seite titelt sie "Moskaus neuer rauher Ton".
27.04.2007  Dank an den Befreier!
„Große Verdienste hat sich Eisenberg, der u.a. an der FU Berlin, in Hannover und in Potsdam lehrte, durch seinen Einsatz für eine brauchbare Rechtschreibung erworben.
27.04.2007  selbstständig
Wenn mich nicht alles täuscht, ist die beflissene Schreibweise „selbstständig“ aus den größeren Zeitungen fast wieder verschwunden oder doch stark zurückgegangen. Wer benutzt sie überhaupt noch? Die Schulbuchverlage und die Stiftung Lesen natürlich.
27.04.2007  Federhandschuh
Ganz deutlich war heute im Radio zu hören, daß die Gewerkschaft und die Telekom einander den „Federhandschuh“ entgegengeschleudert haben. Das erinnert an die Rechtschreibreform, die 1995 noch „Fede“ statt „Fehde“ vorsah, erst 1996 wurde diese lange geplante Augstsche Änderung gestrichen.
27.04.2007  Greuel
Die „Fackel“ kann man jetzt im Internet lesen. Judith von Sternburg schreibt dazu in der „Frankfurter Rundschau“ u. a.:
24.04.2007  Die Wahrheit über Schmid
Aviso 2/2007:
Schopenhauer wäre der letzte gewesen, der ...
auf deutsch
22.04.2007  Abgethan
Neulich fiel mir auf, daß der "Tunfisch" aus den Zeitungen weitgehend verschwunden ist. Auch die ZEIT schreibt, wie einer ihrer Leser mir berichtet, wieder "Thunfisch", desgleichen "Handvoll", "Yoghurt" usw. Und doch waren dieses und andere Blätter einmal sehr, sehr fortschrittlich ...
22.04.2007  Lesefrüchte (Fortsetzung)
Die SZ verschenkt den ersten Band der neuen Folge ihrer Buchreihe, Capotes „Frühstück bei Tiffany“, in Reformschreibung:
19.04.2007  Wortbildung – ganz entspannt
Donalies, Elke: Basiswissen Deutsche Wortbildung. Tübingen, Basel 2007.
18.04.2007  Wie alle anderen
Wie die „Süddeutsche“ gestern nicht ohne Spott berichtete, will die FAZ ihre Aufmachung ändern: keine Fraktur mehr bei den Überschriften, dafür bunte Bilder auf die Titelseite.
17.04.2007  Schuld
Nach dem jüngsten "Spiegel" ist der Mobilfunk Schuld, nach der Süddeutschen Zeitung ist der innere Schweinehund Schuld –
14.04.2007  Verschwendung
"Bücher aus der ehemaligen Schulbücherei sind allerdings nicht zu finden. 'Alle Bücher hier sind neu angeschafft. Das liegt an der Rechtschreibreform.
14.04.2007  Rowohlt (und KiWi)
Carola Stern: Auf den Wassern des Lebens – Gustaf Gründgens und Marianne Hoppe. Rowohlt 2007 (Lizenz Kiepenheuer und Witsch).
11.04.2007  Aufgelesen
In der Liebermann-Villa am Wannsee sind Briefe des Künstlers in Vitrinen ausgestellt. Daneben die Transkription – in Reformschreibung. Man sieht deutlich, daß Liebermann eine Verbindung von langem und kurzem s genau dort gesetzt hat, wo in klassischer Orthographie das ß steht, und zwei lange s für ss, aber die Besserwisser vom Liebermann-Verein haben es im Sinne der Wowereit-Tangermann-Clique geändert.
03.04.2007  Übermorgen ist heute ist vorgestern
"Längst ist man in der deutschen Orthographie dahin übereingekommen, die adjektivische Ableitungssilbe ohne einen Apostroph an einen Eigennamen anzuschließen, also ein Schillersches Drama und nicht ein Schiller'sches.
03.04.2007  Binde-Strichgesellschaft
Der Titel zeigt eine wohl nicht ganz gelungene Bindestrichsetzung: "Weltrisiko-gesellschaft". Ich nehme an, daß Beck seiner gut verkäuflichen "Risikogesellschaft" nun noch einen überbietenden Titel nachschicken wollte.
01.04.2007  Duden bleibt stur
Duden-Anzeige in der SZ 31.3.2007:
29.03.2007  Große und kleine Angst
Das haben wir, glaube ich, noch nie diskutiert.
28.03.2007  Rekurs auf den Diskurs
Am Ende steht jedenfalls die Erlösung.
25.03.2007  Karamell und so weiter
In einer – auch im Internet verbreiteten – Vorlesung sagte der Hirnforscher V. Ramachandran sehr witzig:
23.03.2007  Inventores malorum
Gestern fiel mir die "Bibel in gerechter Sprache" in die Hände, die ja hier auch schon kommentiert worden ist. Mit den Kommentaren (auch den von Theologen veröffentlichten Gutachten) will ich alter Heide nicht wetteifern. Nur ein paar Bemerkungen:
21.03.2007  Lockere Sitten
Hier kann man sich über den Stand der Dinge informieren.
17.03.2007  Die Relevanten melden sich
Die Deutsche Gesellschaft für Sprachwissenschaft bleibt auf ihrem hohen Roß – und kuscht.
15.03.2007  Stefan Wolf
Bei meiner bekannten Vorliebe für Trivialliteratur wird es niemanden überraschen, daß ich den Tod des erfolgreichsten deutschen Jugendbuchautors, Rolf Kalmuczak, herzlich bedauere. Aus Gründen, die wir Erwachsenen kaum nachempfinden können, lieben zahllose Kinder die TKKG-Reihe über alles.
13.03.2007  Positives zur Rechtschreibreform
Wie zu erfahren ist, sind die neuesten islamistischen Terrordrohungen wahrscheinlich in Deutschland verfaßt.
10.03.2007  Sieg des Besseren
Aber sogar in der "Elternzeitschrift" des bayerischen Kultusministeriums finden sich herkömmliche Schreibweisen, durchgehend z. B. "allgemeinbildend", aber auch "als nächstes" und ähnliche, eigentlich verbotene Formen.
09.03.2007  Zwei Fragen
Aus philosophischen Gründen, die nicht direkt mit der Rechtschreibung zusammenhängen, möchte ich den Lesern zwei Fragen stellen:
08.03.2007  Stolpersteine
Die Süddeutsche Zeitung fand kürzlich, daß ein Kondom "Lust tötend ist". Im Arte-Programmheft stand: "Alvah Crocker hatte eine Bahn brechende Vision."
06.03.2007  Zubrot
Aus dem Ramschkasten
01.03.2007  Klartext
Die Rechtschreibreform hinter Gittern
25.02.2007  Lose Reden
Bemerkungen über das Vergleichen
25.02.2007  Affen natürlich!
„Sind wir Journalisten oder Trommelaffen? Früher war die Pressefreiheit vom Staat bedroht. Heute besorgen die Medien das selbst.“
19.02.2007  Frei nach Schnauze
Aus dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm: schneuzen
15.02.2007  Wortbildung
Der folgende Text ersetzt die knappen Bemerkungen, die ich im Februar 2007 hier eingestellt hatte. Leider fehlt noch die Kursivierung; Interessierte werden sich auch so zurechtfinden.
12.02.2007  by by
Wilhelm Schmidt: Geschichte der deutschen Sprache. 10. Aufl. von Helmut Langner und Norbert Richard Wolf. Hirzel 2007.
12.02.2007  „Stringent“
Wahrig kompakt: Ein Wort – Eine Schreibung. Die WAHRIG-Hausorthografie von A bis Z. Orthografischer Wegweiser für eine einheitliche und stringente Rechtschreibung. Mehr als 50.000 Stichwörter und erklärte Begriffe. Gütersloh/München 2006.
11.02.2007  Unziemliche Werbung
Mit diesem Wahrig-Spruch, der eigentlich ins Repertoire der Wörterbuchverlage gehört, wirbt der Narr-Verlag für die amtliche Ausgabe des revidierten Regelwerks.
06.02.2007  Bevormundung
In Baden-Württemberg protestieren immer mehr Eltern gegen den Zwang zu Französisch als erster Schulfremdsprache im Grenzgebiet zu Frankreich. Ein Mitarbeiter des Deutsch-Französischen Instituts sagt dazu, manchmal müsse man die Menschen zu ihrem Glück zwingen.
05.02.2007  Über-Heyse
Am Wochende stand in der Zeitung eine Todesanzeige der Bayerischen Hypobank für ihren Ex-Vorstand Karl Wüst. Im Text stand einmal „Wüsst“.
04.02.2007  Folgenlose Einsicht
Das ist es ja gerade: alle wissen Bescheid, aber es nutzt nichts. Der CDU und CSU ins Stammbuch …
03.02.2007  Plastikknöpfe
Die SZ hat in der Wochenendbeilage wieder mal eine kunstgewerbliche „Erzählung“, diesmal von Annette Mingels und in Reformschreibung.
02.02.2007  Rührend
Es ist sicher nicht immer böse gemeint, wenn Journalisten sich mit der reformierten Schreibweise brüsten.
01.02.2007  Involved
Ist eigentlich dieser Text allgemein bekannt? Ich wurde daran erinnert, als ich die von R.M. zitierte Stelle im Diskussionsforum las.
29.01.2007  Beeser Bool
Die Ausspracheangaben im Duden sind nicht nur fragwürdig, sondern auch widersprüchlich.
27.01.2007  Erbarmen mit Stoiber II
In der heutigen Wochendendbeilage bietet Kurt Kister einen Auszug aus dem fingierten Tagebuch von Edmund Stoiber.
26.01.2007  Trüber Morgen
Eigentlich könnte die Welt ganz hübsch aussehen, mit Schnee, Sonnenschein.
24.01.2007  Verhindern Sie dass!
„17. Ihre volljährige Tochter/Ihre Frau möchte sich gerne so kleiden wie andere deutsche Mädchen und Frauen auch. Würden Sie versuchen, dass zu verhindern? Wenn ja: Mit welchen Mitteln?“
23.01.2007  Innen und Andere
Aus einem „Flyer“, den das Goethe-Institut „im Voraus“ verschickt:
23.01.2007  Leichtverderbliche Ware
Zeitungen sind für den Tag geschrieben, weniges hebt man auf, und in den Archiven stöbern nur Fachleute, die dann eben in Ausgaben seit 1999 auf eine sehr sonderbare Epoche der deutschen Geschichte stoßen. Inzwischen rüttelt sich manches wieder zurecht.
22.01.2007  Nicht hasenrein
Wie schon im Wahrig-Rechtschreibwörterbuch wird "hasenrein" als "verdächtig" erklärt. Nach meinem Sprachgebrauch heißt "verdächtig" aber gerade "nicht hasenrein".
20.01.2007  Rau wie Hemingway
Die Süddeutsche Zeitung bringt in ihrer Wochenendbeilage eine Erzählung von Clemens Meyer in Reformschreibung. Auf den "rauen Beton" folgen dreimal "vorüber fahrende Schiffe".
20.01.2007  Zum Heulen
„Bücher in alter Rechtschreibung mag Leonie übrigens gar nicht: ,Meine Rechtschreibung verschlechtert sich dann!‘“
20.01.2007  Unentschuldigt
Im Jahrgangsstufentest Deutsch (8. Klasse an bayerischen Gymnasien) wurde den Schülern im Jahre 2000 ein Fehler angerechnet, wenn sie „wohlgesinnt“ zusammenschrieben. Inzwischen ist allein diese Zusammenschreibung wieder richtig.
18.01.2007  Erbarmen mit Stoiber
Nicht jeden Spott hat der frühere bayerische Ministerpräsident auch wirklich verdient.
17.01.2007  Einfache Wahrheiten
Ausgerechnet der Rheinische Merkur muß es aussprechen:
15.01.2007  „Dämlich“
Erstaunlich, wie viele Literaten sich die „schulkonforme“ Bearbeitung ihrer Texte gefallen lassen.
12.01.2007  Wie geht es weiter?
Was auch immer den Verlag bewegt haben mag, den neuesten Rechtschreibduden um jeden Preis auf den Markt zu werfen, ich vermute, daß bald eine Neubearbeitung kommen wird.
11.01.2007  Aus der Schule
Lehrer empfehlen oft Lernhilfen, die gerade nicht zum Schulbuchkanon gehören, so auch dies:
08.01.2007  Ausverkauf
Wenn – nach dem halb gescheiterten Versuch mit dem ADAC – nun „Weltbild“ eine Sonderausgabe des Duden zum Wahrigpreis herausbringt, so muß man daraus schließen, daß der Verkauf von Anfang an nicht so geklappt hat wie erwartet. Die Ausgabe scheint bis auf die gewählten Farben identisch zu sein.
08.01.2007  Spät erwacht
Die bayerische ÖDP (aus der ich vor vielen Jahren ausgetreten bin, nachdem sie sich gegen meine Warnungen der Rechtschreibreform in die Arme geworfen hat) kritisiert das Büchergeld.
07.01.2007  Halali
Auch die FAZ schreibt brav jedes Mal. Nun sind allerdings diesmal, manchmal, soundsovielmal und weitere Zusammensetzungen nicht angetastet worden, weshalb ich die Beseitigung von jedesmal eher für ein Versehen halte, etwa so wie 1996 die Unterscheidung Onestep/Twostepp.
06.01.2007  Neue Unruhe
Zehetmair und die Seinen glaubten sich nach dem Einknicken der FAZ befriedigt zurücklehnen zu können.
06.01.2007  Aus der „Süddeutschen“
Jens Bisky macht sich (SZ 4.1.2007) mit Recht über den „Kult der bedrohten Wörter“ lustig, denn Wortschatzwandel ist etwas ganz Natürliches. Anders steht es mit den staatlichen Eingriffen.
06.01.2007  Grammatischer Irrtum
Beim IDS kann man außer den Empfehlungen des Rates immer noch die nichtamtliche Handreichung herunterladen, die von der Wörterbuchgruppe erarbeitet, vom Rat aber nicht mehr zur Kenntnis genommen oder gar gebilligt worden ist. Die neuen Wörterbücher zeigen, daß diese Handreichung mit ihren skurrilen Sonderregeln („Blumen sprechenlassen“) als verbindlich angesehen wird.
03.01.2007  Der Fall Unterstöger
Die Süddeutsche Zeitung hat zwar manche Verdienste (z. B. die Veranstaltung jener Podiumsdiskussion 1997), aber ein Hauptfehler war es, das Thema Rechtschreibung dem Journalisten Unterstöger anzuvertrauen.
03.01.2007  Germanisten
Neuer Versuch, das Unbegreifliche zu erklären.
03.01.2007  Aufgaben
Die Lage hat sich geändert und kann sich jederzeit weiter ändern.
02.01.2007  Zurückschleichen
Eindrücke beim Lesen der Süddeutschen Zeitung
31.12.2006  Folgen für die Literatur
Der „Rechtschreibfrieden“ könnte sich als trügerisch erweisen.
31.12.2006  Scherbenhaufen
Zehetmair ist zufrieden, jedenfalls mit sich selbst.
30.12.2006  Ade
Zur letzten Nummer der FAZ in diesem Jahr und auch sonst.
28.12.2006  Rheinland-Pfalz und Duden
Womit sich Regierungsstellen beschäftigen müssen
28.12.2006  Dass Gasthaus
„Ein historisches altes Gasthaus, dass die idealen Voraussetzungen für schöne Feste bietet.“
23.12.2006  Fehler über Fehler
Wer sich auf Reformschreibung einläßt, kommt darin um.
19.12.2006  „Unlogisch“
Notiz zu Peter Porsch
17.12.2006  Wort des Jahres
Hoberg nutzt die Gelegenheit, das Ende der Rechtschreibdiskussion zu verkünden.
15.12.2006  Dem Volke dienen
Oder vielmehr „der Öffentlichkeit“, wie das heute heißt. Post von der FAZ:
15.12.2006  Deutsch für Jungakademiker
Das Studentenwerk gibt in Erlangen wie anderswo auch jedes Jahr eine Broschüre für Studienanfänger heraus.
15.12.2006  Paradiesgärtlein
Sittas Nachfolgerin im Rechtschreibrat hat ihre Dissertation veröffentlicht.
14.12.2006  FAZ stänkert
Aber mit einer Stimme spricht sie nicht.
13.12.2006  Professoren gegen Rechtschreibreform
Weil sie auf diesen Seiten noch nicht dokumentiert ist, möchte ich die Erklärung vom Frühjahr 1998 noch einmal in Erinnerung bringen.
10.12.2006  Wie geht es weiter?
Der Irrweg der FAZ
09.12.2006  Tollpatsch und Tölpel
Wahrig schafft den Durchblick.
09.12.2006  Noch ’ne Hausorthographie
Auch Wahrig geht eigene Wege.
08.12.2006  Basta
Erstaunliche Gleichgültigkeit der Rezensenten (und Autoren)
06.12.2006  Sibilantentum
Die kurzbeinigen Rechtfertigungsversuche der FAZ machen alles nur noch schlimmer.
05.12.2006  Noch mehr Geld
Elektronik-Formen drängen in die Schulen
05.12.2006  Ruhe kostet
Sachsen-Anhalt hat Geld wie Heu – wenn es um die Rechtschreibreform geht
05.12.2006  Spiegelfechterei
Die FAZ verliert an Glaubwürdigkeit.
04.12.2006  dpa gegen FAZ
Eine hübsche Pointe! Die FAZ wird vorgeführt.
04.12.2006  Duden gegen Duden
Im Duden Universalwörterbuch sieht es besser aus.
03.12.2006  Legendenbildung
Seltsames über den Rechtschreibrat
02.12.2006  Bei den Herausgebern
Aus meinen Aufzeichnungen (kein Jota geändert):
02.12.2006  Anpassung
Die Kunst, sich selbst in den Hintern zu treten
01.12.2006  Inzwischen zunehmend
Noch mehr zu Dudens Deutschem Universalwörterbuch (6. Auflage 2006)
29.11.2006  Der Quo
Die neueste Mitteilung der KMK über PISA-Anschlußuntersuchungen überrascht kaum.
29.11.2006  Duden diskriminiert Türken
Bemerkung zum neuen Duden Universalwörterbuch.
29.11.2006  Große Ohrfeige und kleiner Knicks
Die NZZ veröffentlicht ihre revidierte Fassung der Reformschreibung.
27.11.2006  Personalien II
Es war einmal ein „Beirat für deutsche Rechtschreibung“.
27.11.2006  Rad fahren, eislaufen
Die revidierte Neuschreibung ist anders als 1996, aber auch anders als 1991.
27.11.2006  Spätes Echo
Mit einer Besprechung meines Buches hatte ich gar nicht mehr gerechnet.
26.11.2006  Personalien
Unerfreuliches aus Bayern
25.11.2006  Was macht eigentlich …
… die GEW? Sie ist in Sachen Rechtschreibung recht still geworden, nachdem sie im Sommer das vermeintliche Ende aller Unsicherheiten gefeiert hatte.
25.11.2006  Stang im Glück
Im Sommer 2005 erschien bei Langenscheidt "Die neue Rechtschreibung – kurz und schmerzlos" von Christian Stang (der Verlag läßt aus Kostengründen von Laien arbeiten).
25.11.2006  Exotisch
In Niedersachsen ist die Rechtschreibleistung aufgewertet worden.
24.11.2006  Gedrängel in der Mitte
In der Schule ist alles von zentraler Bedeutung.
23.11.2006  Neue Wörterbücher
Rechtzeitig zu Weihnachten werfen Duden und Bertelsmann ihre dicken Einbänder auf den durch Zehetmair beruhigten Markt.
20.11.2006  Junge Kanoniere
Bemerkungen zu den Bildungsstandards Deutsch (KMK-Beschlüsse vom 4.12.2003)
20.11.2006  Amtlich
Wenn die Kultusministerien nicht richtig schreiben – was soll man dann von den Schulen erwarten?
19.11.2006  Nochmals zu Foto/Photo
Ich hatte schon auf die neue Ausnahme Foto hingewiesen. Dies darf im Gegensatz zu allen anderen Ableitungen und Zusammensetzungen mit dem griechischen Stamm nicht mehr mit ph geschrieben werden.
19.11.2006  Marktbelebung
Bevor sich der Markt „beruhigt“, wie Herr Zehetmair es sich wünscht, muß er sich erst einmal beleben. Das geschieht durch Massen von neuen Rechtschreibmaterialien, die auch Ausländern die Übergangsregelung vom August 2006 beibringen sollen, bevor das Ganze wieder revidiert wird.
18.11.2006  2005
Die Teilverbindlichmachung vom Sommer 2005 ist nie aufgehoben worden, obwohl die letzte Revision ihr stellenweise widerspricht.
18.11.2006  Agenturen verschieben Umstellung
Die deutschsprachigen Nachrichtenagenturen wollen nun doch erst zum 1. 8. 2007 auf die nochmals revidierte Reformschreibung umstellen.
18.11.2006  Knirscht Zähne, nickt Kopf
J. M. Coetzee: Zeitlupe. Roman. Aus dem Englischen von Reinhild Böhnke. S. Fischer Verlag. Frankfurt am Main 2005
18.11.2006  Der Axel Springer Verlag und die Rechtschreibreform
Ein Mathematiker und Universitäts-Bibliothekar hatte Ende Juli 2006 folgenden Brief an Peter Meyer (= „Peter Schmachthagen“) gerichtet:
15.11.2006  abst-rakt
Im Gegensatz zu "Obst-ruktion" und ähnlichen Wörtern wird die Trennung "abst-rakt" von den Wörterbüchern nicht angeführt, obwohl sie der amtlichen Regelung entspricht.
15.11.2006  Stillemunkes gegen Zehetmair
Bekanntlich hat der Vorsitzende des Rechtschreibrates die "Empfehlungs"-Praxis des Duden gerügt; die Zeitungen haben ausführlich darüber berichtet, und auch im Rat selbst war die Kritik am Duden heftiger, als das Protokoll erkennen läßt.
15.11.2006  Tunnelblick
Aus einem Brief der ADACmotorwelt-Redakteurin Marion Jäckel vom 27.10.2006:
12.11.2006  Du du Duden
"Schreibst Du gern für eure Schülerzeitung, die Lokalzeitung deiner Stadt oder bist anderswo journalistisch aktiv?"
11.11.2006  Drunter und drüber
»Im Grunde interessiert uns Germanisten die Rechtschreibreform nicht.«
10.11.2006  Nachhilfe
Elternabend. In den Gängen des Gymnasiums hat die Buchhandlung (Thalia, was sonst?) ihre Tische aufgebaut. Angeboten werden hauptsächlich nicht die offiziellen (von uns mit dem Büchergeld bezahlten, aber gleichwohl nicht erworbenen) Schulbücher, sondern die Lernhilfen anderer Verlage (Stark usw.).
08.11.2006  „Verbindlich“
Eisenberg, Peter: Grundriss der deutschen Grammatik. Band 1: Das Wort. 3. Aufl. 2006. Stuttgart:Metzler.
06.11.2006  Berliner Rechtschreibung
Peter Eisenberg: Deutsche Orthografie 2006 – Was in Zukunft gilt. Handreichung zur Rechtschreibung. Hg. von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, Berlin, August 2006. Redaktion: Fritz Tangermann. (Aufl. 30.000)
06.11.2006  Dolles Ding
Aus dem letzten Duden-Newsletter (so heißt der Rundbrief wirklich!):
02.11.2006  Trägheit
Zum ideologischen Klimawandel gehört auch die Trägheit, mit der die Kultusministerien ihre eigenen Reformvorschläge umsetzen. Vor zehn Jahren glaubten sie ausnahmslos, "selbstständig" sei eine reformierte Schreibweise, und entschieden sich, künftig nur noch dieses kakophone Wort zu benutzen, von dem ja sogar der Germanist Nerius und die Schweizer Reformer annahmen, es sei die ursprüngliche Form und "selbständig" eine unzulässig verquatschte.
31.10.2006  Wehrlose Schüler
Einladung zur Pressekonferenz (ots): www.presseportal.de
31.10.2006  Ich weiss es doch auch nicht!
Da ich am Wochenende ins hübsche Städtchen Wil zu fahren beabsichtige, liegt es mir am Herzen, die orthographischen Aktivitäten der dortigen VHS ins rechte Licht zu rücken.
31.10.2006  Die Versöhnung
Geleitwort

Am 1. August tritt die Neuregelung der deutschen Rechtschreibung mit den vom Rat für deutsche Rechtschreibung vorgeschlagenen Änderungen in Kraft, die in die vorligende Textausgabe des amtlichen Regelwerks eingearbeitet sind.
30.10.2006  Krieg führend oder nicht
Duden 2006: Die Zusammensetzungen mit nicht- (nichtleitend, nichtamtlich) sind zwar verzeichnet, empfohlen werden aber ausschließlich die getrennt geschriebenen Wortgruppen: nicht leitend, nicht amtlich.
30.10.2006  Filme
Man kann ja nicht alle Sprachen dieser Welt, deshalb sind deutsche Untertitel manchmal ganz hilfreich.
30.10.2006  Probleme mit der GZS
Schreibt man glattrühren zusammen? Die Revision hat die bisherige Zusammenschreibung fakultativ wieder eingeführt.
29.10.2006  Guten Morgen
Eine Lücke im neuschreiblichen Wortschatz: „guten Morgen wünschen“.
28.10.2006  Das Hendi
Nach der Neuregelung wären auch App-likation, Inf-lation usw. zulässig, aber die Wörterbücher haben sie meist nicht. Aus einigen wurden solche Sachen erst kürzlich wieder entfernt, aber ohne rechten Grund.
28.10.2006  Ihre Meisterin suchen
Unter dem Titel "Gender Mainstreaming" findet man bekanntlich nur Unsinn (mit Beschäftigungseffekt), doch das ist nicht mein Thema. Mir fiel auf, daß fast überall des große Binnen-I empfohlen wird, und zwar von denselben Regierungen, die andererseits auf der Rechtschreibreform bestehen, die solches ja nicht zuläßt.
28.10.2006  Einheitsorthographie
Bei canoo.net wird die Vielfalt der neuen Einheitsorthographie sehr anschaulich.
27.10.2006  Die Schweiz unter Sitta
Aufgrund langjähriger guter Beziehungen hat sich die EDK den Standpunkt der Sitta-Schule zu eigen gemacht.
25.10.2006  Protokoll der achten Sitzung Feb. 2006
Anscheinend habe ich vergessen, das vollständige Protokoll der Februarsitzung hier einzurücken.
25.10.2006  Protokoll der neunten Sitzung Sept. 2006
Das IDS hat mir freundlicherweise das Protokoll der letzten Sitzung des Rechtschreibrates zur Verfügung gestellt.
24.10.2006  Ohne Kontrolle
Eine Überprüfung der Wörterbücher durch die Kultusministerien ist nicht vorgesehen; die bloße Versicherung der Verlage reicht aus. Das hat Herr Stillemunkes brieflich noch einmal bestätigt.
24.10.2006  Zerfallender Rechtschreibrat
Wie vorausgesehen, schrumpft die Bereitschaft, sich den Zehetmairschen Ritualen zu unterziehen.
23.10.2006  Mal was Schönes
„Literatur in Bayern“ ist eine vorzüglich gemachte Zeitschrift, die bis zum heutigen Tage in gepflegtester Rechtschreibung erscheint.
23.10.2006  KMK und Zeitungsverlage
Ist das Abkommen der „Fuß in der Tür“?
23.10.2006  Mister Zehetmair?
„Mister Rechtschreibung wird 70“, titelt der Fränkische Tag.
22.10.2006  Spitzenjournalismus
Beim Wiederlesen von Jörges und Lau notiert.
22.10.2006  Die dänische Nationalflagge
Unhöfliche Silbentrennung Daneb-rog.
22.10.2006  Neues Päckchen von Ausnahmen
Wenig beachtete Neuerungen im neuen Wörterverzeichnis, die der Rechtschreibrat gar nicht bemerkt hat.
22.10.2006  Am Schönsten Sinn erfassend lesen
Kollateralschäden der Rechtschreibreform an der Basis
22.10.2006  Fischer-Verlag
Nanu? Ausgerechnet diese rabiaten Reformdurchsetzer?
21.10.2006  Schäubles Duden
Oder Dudens Schäuble?
21.10.2006  Vom gelben Ende der Reform
ADAC-Mitglieder erhalten das Dudenpaket Rechtschreibung und Fremdwörterbuch mit CD-ROM "exklusiv" 20 Prozent billiger als bei Einzelkauf.
21.10.2006  Noch ein seltsamer Germanist
Eng mit der ZEIT und Dieter E. Zimmer verbandelt: Peter Wapnewski.
21.10.2006  Seltsame Germanisten
Zur Erinnerung an die Anfangszeiten der Rechschreibreform
20.10.2006  BILD lehrt Deutsch
Ein Test in 20 Fragen auf Bild online.
19.10.2006  Zeihung
Verzeihung, ich habe geziehen.
19.10.2006  Neue Schulbücher
Die Schulbuchverlage machen sich über Zehetmair und seinen Rat lustig.
18.10.2006  Verpflochtene Palletten
Die wichtigsten Sprachprüfungen in Deutsch als Fremdsprache werden vom Goethe-Institut und der WBT Weiterbildungs-Testsysteme GmbH abgenommen.
17.10.2006  Reformverweigerer
Eigentlich sind die Rechtschreibreformer die Reformverweigerer.
16.10.2006  Marktberuhigung
Erinnerung an den dritten Bericht der Zwischenstaatlichen Kommission.
16.10.2006  Rechtschreibung und schwarze Pädagogik
Wolfgang Mentrup über die Schrecken von Dehnungs-h und Eszett.
15.10.2006  Alles wird leichter.
Die neue Regel der Großschreibung in mehrteiligen entlehnten Ausdrücken gilt immer noch.
14.10.2006  Dies und das
Was mir beim Lesen auffiel.
13.10.2006  Zeitung und Schule
Nächste Woche tagt die KMK in Berlin.
11.10.2006  Änderungsbedarf
Was manchen Leuten einfällt, wenn ihnen die Zeit lang wird.
11.10.2006  Was ändert?
Unter dem Titel „Was ändert für die Schule?“ gibt die EDK eine Kurz-Information.
11.10.2006  Gedenkblatt für Zehetmair
Der Text der AP/dpa-Meldung ist anscheinend nicht im Wortlaut bekannt.
11.10.2006  Wieder im Geschäft
Klaus Heller versucht es noch einmal.
10.10.2006  Deutsch als Fremdsprache und günstig einkaufen!
Zum Deutsch-als-Fremdsprache-Lehrwerk „Optimal“ gibt es jetzt kostenlose Onlineübungen. Der Prospekt verkündet:
10.10.2006  Möglichst nicht
Aus Gerhard Stickels Memorandum: Politik für die deutsche Sprache:
10.10.2006  Mutig
Der „Grundriß der deutschen Grammatik“ heißt in der dritten, inhaltlich kaum veränderten Auflage (Metzler 2006) „Grundriss“ und ist in reformierter Rechtschreibung gedruckt.
09.10.2006  Abwegig
Nicht recht hat er mit seiner Forderung einer allgemeinen Medienabgabe.
07.10.2006  Rolle von Sprache
Das Goethe-Institut ist federführend bei dem Projekt „Die Macht der Sprache – Die Rolle von Sprache in einer globalisierten Welt“.
07.10.2006  Spießer-SPIEGEL
Wohl zur Ablenkung nörgelt der SPIEGEL auf Sick-Niveau an der deutschen Sprache herum.
07.10.2006  Dunkles Kapitel
Hunderte von gelben Reclam-Bändchen sind umgestellt – um der Schüler willen.
06.10.2006  Lügenpropaganda (Fortsetzung)
Das hessische Kultusministerium (Brief von Günter Habedank 1997, s. vorigen Tagebucheintrag) spricht ganz ungeniert von den "Lügen" der Reformgegner:
05.10.2006  In pädagogischer Verantwortung
De mortuis nil nise bene – aber der mutmaßlich wirkliche Verfasser dieses vom Ministerialbeamten Günter Habedank unterzeichneten Schreibens lebt ja noch:
05.10.2006  Sonderbares Erlebnis
Am 31. Mai 2005 rief mich Hans Zehetmair zu Hause an und berichtete:
03.10.2006  Neuerdings zusammen
Gegenüber 1991 neu eingeführte, aber fakultative Zusammenschreibung von Verben nach Duden 2006:
03.10.2006  Zusammenzuschreiben
Im Duden 2006 neu eingeführte obligatorische Zusammenschreibungen (über 1991 hinausgehend):
02.10.2006  Rote Bäckchen
Verblassen und erröten und wieder bleich werden – das geht heutzutage sehr schnell.
02.10.2006  „Adjektivisch gebraucht“
Bei der Revision der Rechtschreibreform ist weiterhin unklar, was "adjektivisch gebraucht" bedeutet. Der Begriff kommt im Originalregelwerk nur einmal vor, im revidierten zweimal, und im revidierten amtlichen Wörterverzeichnis vom November 2004 wird "adjektivisch" in diesem Sinne über 90mal vermerkt, um die entsprechende Zahl von wiederhergestellten Zusammenschreibungen zu begründen. Es ist also eine sehr wichtige Neuerung, die unbedingt geklärt werden muß.
02.10.2006  Am grünen Holze
"Wie geht kennst du dich im Internet aus? Weißt du wie man sich im Chat verhält oder was ein Browser ist? Hier kannst du dich schlau machen!"
01.10.2006  Vertrauensbildende Maßnahmen
Bericht der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit (AG ÖA)
29.09.2006  Halb blind und taub?
Der Bund der Steuerzahler tut sich mit Kritik am Etymologischen Wörterbuch der italienischen Sprache hervor.
29.09.2006  Ministerin Wolff teilt nicht
‹c.stillemunkes@hkm.hessen.de›:
27.09.2006  „Es gibt keine nennenswerten Probleme mehr.“
Der „Rat für deutsche Rechtschreibung“ wurde auf Anregung der Kultusministerinnen Schavan und Wolff sowie ihres Kollegen Reiche (alle CDU) gegründet, weil die Zwischenstaatliche Kommission und der ihr nachträglich zugeordnete Beirat für deutsche Rechtschreibung die Mängel der Reform nicht beheben konnten und daher „keine ausreichende Akzeptanz“ (Wolff) gefunden hatten.
27.09.2006  Blankliegende Nerven
Amtliches Wörterverzeichnis 2006:
27.09.2006  Geschäftliches
Unter http://www.grundschulservice.de/ findet man – besonders in den Elternbriefen – interessante Informationen zum Rechtschreibgeschäft.
27.09.2006  „Lügenpropaganda“
Der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Prof. Dr. E. Thies, merkte über den „Umgang mit der Kultusministerkonferenz“ an:
27.09.2006  Falsche Rücksichten
Zeitungsleute rechtfertigen ihr Einknicken nur noch mit der Rücksichtnahme auf die Schüler.
26.09.2006  Zentraler Wortschatz
1996 gehörten zum "zentralen deutschen Wortschatz" u. a. folgende Wörter:
25.09.2006  Klek, Klip und Klog
Das Hin und Her läßt sich in seinem Ausmaß nicht mehr überschauen und wird in der Presse totgeschwiegen.
25.09.2006  Friedhofsruhe
Die Rechtschreibprobleme ruhen jetzt in einem Sarkophag aus verlogenen Phrasen. Niemand will daran rühren, aber irgendwann wird man das Rumoren nicht mehr überhören können. Wahrscheinlich werden die Wörterbücher die Entsorgung dann stillschweigend erledigen.
24.09.2006  Überflüssig?
Wie sehr Zehetmair ständiger Aufsicht bedarf, zeigen seine Äußerungen in unbewachten Augenblicken; das haben wir ja schon oft erlebt, zum Beispiel im Gespräch mit Hans Krieger.
24.09.2006  GZS – sehr einfach ...
"Man schreibt jedoch getrennt [vom Verb], wenn der erste Bestandteil auch in zwei Wörtern geschrieben werden kann:
23.09.2006  Tritt Zehetmair zurück?
Am 23. Oktober begeht Zehetmair seinen siebzigsten Geburtstag. Das wäre die beste Gelegenheit, aus Alters- und Gesundheitsgründenden den Vorsitz des Rechtschreibrates niederzulegen, ohne das Gesicht vollständig zu verlieren.
23.09.2006  Abgestumpft
Oder geht diese Fähigkeit im Laufe einer Politikerkarriere verloren?
22.09.2006  Neuer Gruß
Im August wurde das Grußwort des Ratsvorsitzenden Zehetmair auf der Internetseite des Rates geändert. Hier zum Vergleich die entscheidenden Passagen:
21.09.2006  Unsaubere Verhältnisse
In der Geschäftsordnung des Rechtschreibrates heißt es:
21.09.2006  Streng geheim
Warum sind auf der Internetseite des Rates für deutsche Rechtschreibung weder die Geschäftsordnung noch das Statut noch die zwischenstaatliche Vereinbarung darüber zugänglich gemacht? Fürchten "das Präsidium und die Geschäftsführung", daß man die Tätigkeit des Rates daran messen könnte?
19.09.2006  Knifflige Frage
Schon in der vorletzten Fassung der Regeln gab es ein Problem mit dem Komma.
19.09.2006  Birkenbihl kehrt zurück
"Die Rechtschreibreform wurde eingeführt, um das Schreibenlernen und das Lesen zu erleichtern. Da sie in der Praxis jedoch das Gegenteil bewirkt, schreibe ich in dieser zweiten Auflage das Wort 'Schluss' wieder mit Schluß-ß als 'Schluß'."
18.09.2006  Brockhaus lügt
Überall dieselbe Geschäftspolitik: die Endgültigkeit der jetzigen Zwischenlösung wird propagiert.
18.09.2006  Oans, zwoa …
Das Ende im Bierzelt
17.09.2006  Duden will sich wieder durchsetzen
Aus der Duden-Werbung (www.duden.de):
17.09.2006  Protokoll Oktober 2005
Protokoll
der sechsten Sitzung des Rats für deutsche Rechtschreibung
17.09.2006  Protokoll November 2005
Protokoll
der siebten Sitzung des Rats für deutsche Rechtschreibung
17.09.2006  Protokoll Juli 2005
Protokoll
der fünften Sitzung des Rats für deutsche Rechtschreibung
17.09.2006  Protokoll Juni 2005
Protokoll
der vierten Sitzung des Rats für deutsche Rechtschreibung
17.09.2006  Staatsorthographie?
Seltsame Forderung eines Orthographiehistorikers
17.09.2006  Wehe!
Wo die Rechtschreiber sich treffen, drückt man sich noch richtig deutsch aus!
17.09.2006  Mehr zum neuen Dornseiff
Je öfter ich hineinsehe, um so fehlerhafter kommt er mir vor.
15.09.2006  Potemkin
Wie schwankend alles geworden ist, sieht man am Herumtappen der Wörterbücher bei den bewußten Dörfern.
15.09.2006  Zweiterer
Wie wird „zweiterer/Zweiterer“ geschrieben?
13.09.2006  Lesen
Bei www.buecher.de bin ich auf eine „Rezension“ zu meiner „Normalen deutschen Rechtschreibung“ gestoßen:
13.09.2006  Schifffahrt ist Not
Ärgerliche Fehler sollen stehen bleiben.
11.09.2006  Neue Mitglieder im Rat
Änderungen am 11. September 2006:
11.09.2006  Dudenbesitzer am Scheideweg
Die Großzügigkeit des Verlags stellt vor allem Lehrer vor ein Dilemma.
11.09.2006  Reef
Vulgäre Aussprache im Rechtschreibduden
11.09.2006  Farbbezeichnungen
In den Benutzungshinweisen liest man zur Empfehlungspraxis:
10.09.2006  Junge Wilde – nach elf Jahren
Zum elften Jahrestag ihres Schreibens an Manfred Kanther ist ein Blick auf die ehemals „Jungen Wilden“ der CDU ganz aufschlußreich.
09.09.2006  Septembersitzung
Am 7. 9. 2006 verschickte die Geschäftsstelle die Einladung zur nächsten Ratssitzung.
09.09.2006  Menetekel
Die Vermarktung der Wörterbücher scheint nicht mehr zu funktionieren, sie geht in Verramschung über.
08.09.2006  Déjà vu
Die Geschichte wiederholt sich – manchmal.
08.09.2006  ZEIT-Schreibung
Was davon übrig ist.
08.09.2006  Noch mehr Duden-Werbung
Und ein Brief vom Chefredakteur.
07.09.2006  Trickreiche Duden-Werbung
Nicht nur bei der ZEIT, sondern sogar bei der Frankurter Allgemeinen gibt es den neuen Duden zu gewinnen – als Prämie beim Sommerrätsel.
07.09.2006  Immer noch dabei
Und zwar gerade in den Minuten, da das Ereignis im fernen Saarbrücken zu Ende geht:
07.09.2006  Etwas außerhalb der Legalität
In den Protokollen der Ratssitzungen spricht Güthert ständig vom „Präsidium“ und der „Geschäftsstelle“ des Rates, z. B. im Protokoll vom Februar 2006:
07.09.2006  Recht tun
Die Duden-Empfehlung von recht haben (gegenüber dem immer noch zulässigen Recht haben) wird man begrüßen. (Damit haben sie leider nur zu recht. [FAZ 25.8.06] – das kann man sich mit Großschreibung kaum vorstellen!)
06.09.2006  dtv verhunzt Texte
dtv-Hanser: Das Nibelungenlied, bearb. von Franz Fühmann. 2006. ("In neuer Rechtschreibung")
06.09.2006  Komma beim Infinitiv
§ 75 wirft ein Problem auf. Beim Infinitiv muß ein Komma stehen, wenn er von einem Substantiv abhängt.
06.09.2006  Lustig
Madeleine K. Albright: Der Mächtige und der Allmächtige. München: Droemer 2006.
06.09.2006  Der neue Dornseiff
Bemerkungen zu einem mißlungenen Versuch, den „Wortschatz nach Sachgruppen“ zu modernisieren
06.08.2006  Duden lesen
Wo man aufschlägt, wird man fündig.
05.08.2006  Recht haben
Schon oft behandelt, kann dieses Thema im Lichte der neuesten Ereignisse noch einmal Interesse wecken.
04.08.2006  Der Nutz
War schon die Wiederbelebung des Nutzes in zu Nutze machen ziemlich überflüssig, so hatten die Wörterbücher mit den partizipialen Verbindungen erst recht ihre liebe Not.
04.08.2006  Pflichtvergessen
Aus dem Protokoll der Februarsitzung (3. 2. 2006).
04.08.2006  Stangs allerneueste Rechtschreibung
Jede Revision bietet auch neue Verdienstmöglichkeiten (s. „Dreck zu Geld“).
04.08.2006  Prozente
„Neue Rechtschreibung verunsichert die Deutschen“
04.08.2006  Wer rät?
Vor drei Tagen brachte Radio Teddy eine ausführliche Abendsendung zur Rechtschreibreform.
04.08.2006  FAZ zum Frühstück
Was will uns die Zeitung mit "Elder Stetsman" und der Titelzeile "Stetsman Fischer" sagen? Es handelt sich ja haargenau um die moderne Duden-Umschrift (Fremdwörterbuch; der normale Duden hat den Eintrag gar nicht); also vielleicht eine Parodie? Aber dann eine sehr subtile, selbst für kluge Köpfe.
03.08.2006  Dreck zu Geld
Lisa Walgenbach ist wieder in deutschen Großstädten unterwegs.
03.08.2006  Geistesriesen
Die ZEIT ist und bleibt das Intelligenzblatt der Deutschen.
03.08.2006  Mal so – mal so
Altes und Neues im Duden (und Wahrig)
02.08.2006  Die Maske fallenlassen
Ein führender Mitarbeiter des Axel Springer Verlags teilt mit, was man dort wirklich denkt.
02.08.2006  Geschwätz von gestern
Duden-Chefredakteur Scholze-Stubenrecht ist vergeßlich geworden.
01.08.2006  Duden und anders
Wie sich die Szenen gleichen!
01.08.2006  Heaps of Rubbish
Prof. Augst gibt Geschichtsunterricht.
01.08.2006  Duden – politisch korrekt
Alle Dudenbände sollen politisch korrekt werden.
31.07.2006  Bewegt sich was?
Mein Buch für alle und keinen scheint auf Interesse zu stoßen:
31.07.2006  BILD und Duden
Beobachtungen zum gelben Ende der Rechtschreibung.
31.07.2006  Duden gegen Duden
Heute habe ich mir tatsächlich den FOCUS gekauft.
31.07.2006  Hintertürchen
Wie das Statut und die Geschäftsordnung des Rechtschreibrates mit Füßen getreten werden, zeigt nicht nur die Absage der bereits anberaumten zweiten Anhörung.
30.07.2006  Unversöhnliches
Bemerkungen über den Duden und den Rechtschreibrat
29.07.2006  Ein Morgen bei „Thalia“
Vor der Kasse ein Stapel neue Rechtschreib-Duden: „Verbindlich ab 1. August“. Schon gelogen.
29.07.2006  Sprache ist lebendig
Nur die Reformkritiker wollen sie tot machen.
28.07.2006  Rache ist gelb
Beim Dudenverlag hat man nicht vergessen, daß Minister Zehetmair es war, der das Unternehmen 1995 an den Rand des Ruins brachte.
27.07.2006  Rat und Retter
Ein Mitglied des Rechtschreibrates schrieb mir neulich kurz und bündig:
25.07.2006  Starkes Schauen
Zum Interview der Geschäftsführerin des Rechtschreibrates im Deutschlandradio
24.07.2006  Sicherheit in Schwarzrotgelb
Duden weiß, was Deutsche wünschen.
23.07.2006  Schubert
Die KMK sorgt stets für die Aufwertung der Berufsbezeichnungen.
22.07.2006  Duden spaltet
Wie der Duden 2006 die Revision der Rechtschreibreform hintertreibt
21.07.2006  Abwärts mit Duden
Die Dudenredaktion schafft es nicht, die deutsche Sprache in Wörterbüchern darzustellen.
21.07.2006  oans, zwoa, gsuffa
Warum München und nicht Wien?
21.07.2006  Tückisch
Es ist etwas Unaufrichtiges um die Reform, und die Wörterbücher machen dabei mit, den Bürger zu manipulieren.
21.07.2006  Jeden Tag eine neue Epoche
"Der neue Duden 1 ist eine Meilenstein in der Orthografiegeschichte." Das teilte Brockhaus-Vorstandssprecher Alexander Bob vorgestern brieflich mit. Er könnte recht behalten, weil ja auch am Weg zum Friedhof Meilensteine stehen könnten.
18.07.2006  Für die Katz
Der Rechtschreibrat und seine Arbeitsgruppen haben in mehreren zeit- und kraftraubenden Sitzungen versucht, annehmbare Schreibweisen wiederherzustellen, die unbedachterweise 1996 untersagt worden waren. Schon die Kommission hatte wesentliche Schritte in dieser Richtung getan.
18.07.2006  Muh und Mist
Nach Auffassung des Duden erwartet man nach „machen“ ein Substantiv.
18.07.2006  Gnadenfrist – nur für Schüler
Im Vorspann gibt der neue Duden eine knappe Liste von Reformschreibweisen, die zehn Jahre lang die einzig richtigen waren und nun wieder falsch sind, aber noch ein Jahr lang geduldet werden sollen, bevor sie notenrelevant angerechnet werden. Eingeleitet wird die Liste mit dem kaum verständlichen Satz:
17.07.2006  Stoppt Duden!
Der neue Duden enthält zahllose Eigenmächtigkeiten und willkürliche, zum Teil fehlerhafte Festlegungen.
16.07.2006  Schwächliche Akademie
Vor sechs Jahren begrüßte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung die Rückumstellung der FAZ.
15.07.2006  Nickeligkeiten
Die FAZ gebrauchte vor kurzem das Wort „Nickeligkeiten“.
15.07.2006  Springer ganz unten
Es ist kein Wunder, daß der Verlag die „HÖRZU“ voranschickt, „entsprechend der Vorschläge“ zu schreiben.
14.07.2006  Warnung vor dem Duden
Der Duden erfindet zusätzliche Regeln, die keine Grundlage im amtlichen Regelwerk haben.
14.07.2006  Schöne neue Wörterbuchwelt
Statt die Sprache darzustellen, versuchen die neuen Wörterbücher den Benutzer zu manipulieren.
12.07.2006  Vier Farben sind nicht genug
Wie der neue Wahrig, so unterdrückt auch der neue Duden die seit 1996 bzw. 2004 gültigen Schreibweisen, die in der Schule für die nächste Zeit weiterhin geduldet werden müssen. Sie hätten im jetzt vierfarbigen Duden verzeichnet und mit einer fünften, vielleicht sogar sechsten Farbe gekennzeichnet werden müssen.
10.07.2006  Irreführende Werbung
Es wird mit dem Satz beworben, nun liege die "endgültige" Fassung der amtlichen Regeln vor.
08.07.2006  Obstruktion
In seiner soeben erschienenen Neubearbeitung des bekannten Werkes "Richtiges Deutsch" (von Heuer/Flückiger/Gallmann, 27. Auflage) empfiehlt Gallmann durchweg die Reformschreibungen von 1996, soweit sie noch zulässig sind.
08.07.2006  Das Nasobem
Jedes Lexikon enthält bekanntlich einen Scherzeintrag, meist gut versteckt.
07.07.2006  Die Zwischenstaatliche Kommission
Aus allen neuen Texten der Kultusministerien und ihrer Zuarbeiter wird die Erwähnung der Zwischenstatlichen Kommission getilgt. Das kann kein Zufall sein.
06.07.2006  kaputt
Vor der Rechtschreibreform wurde kaputt laut Duden mit Verben – außer mit sein – zusammengeschrieben, also kaputtgehen, kaputtmachen, kaputtsparen.
05.07.2006  Tagesprämie
Im bayerischen Rundschreiben vom Frühjahr 2006 heißt es:
"Ab Beginn des Schuljahres 1996/97 wurden die Neuregelungen in den Schulen ohne nennenswerte Probleme umgesetzt. Zur Beseitigung einzelner Unstimmigkeiten sowie zur Verbesserung der Akzeptanz bei den erwachsenen Schreibern bedurften jedoch einzelne Bereiche des Regelwerks – vor allem die Getrennt- und Zusammenschreibung – einer Überprüfung.
05.07.2006  Der war’s
"Lieber Zwiebelfisch! Du hast zwei großartige Bücher geschrieben, die auch in Österreich gern gelesen werden. Im Untertitel bezeichnest Du sie als "Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache" – wie Recht Du hast!
04.07.2006  Hoch qualifiziert
Frau Stange wird sächsische Wissenschaftsministerin.
02.07.2006  Sprachreport extra
Vier Wochen vor dem Verbindlichwerden erfahren die Lehrer in groben Zügen, was sie unterrichten sollen.
01.07.2006  Abgelenkt
Gestern fiel mir plötzlich auf, daß ich in den letzten Jahren kaum noch deutsche Bücher gelesen habe. Höchstens noch unter dem Gesichtspunkt der Rechtschreibprüfung. Die reformierten Schreibweisen lenken mich zu sehr ab.
30.06.2006  Deutsche Einheit
Die zweite amtliche Revision der Rechtschreibreform wird die Verwirrung an den Schulen auf einen neuen Gipfel treiben.
28.06.2006  Gedankenspiel
Was wäre eigentlich, wenn die Wörterbuchmacher noch ein Stückchen weitergingen?
26.06.2006  Komplexer Murks
Die Reformbestimmung, daß Adjektive auf ig/isch/lich weder mit Verben noch mit Adjektiven zusammengeschrieben werden dürfen, ist gestrichen, aber nicht ersatzlos. Bei den Adjektiven als Zweitgliedern lautet die Nachfolgebestimmung:
24.06.2006  Wahrig – unbrauchbar
Da Lehrer für Korrekturzwecke wissen müssen, welche Schreibweisen in der amtlich festgesetzten Übergangszeit noch toleriert werden, ist der Wahrig von vornherein untauglich, denn er verzeichnet nur die Schreibweisen von 1991, unterdrückt aber sämtliche bisher geltenden Reformschreibweisen.
23.06.2006  Bohren und bähren
Im blauen Kasten zu spät erfährt man, daß neben die Spätgebährende auch die spät Gebährende zulässig ist. Beim zweiten Partizip fällt das h aber wieder weg: der spät Geborene usw.
22.06.2006  Nun lernt mal schön!
Versuch, aus dem neuen WAHRIG klug zu werden.
18.06.2006  ... und Freiheit
Romanus Otte schreibt in der WamS über die GEW und ihren Verdruß wegen der „furchtbaren“ Nationalhymne.
18.06.2006  Fuß breit Boden
Die Handvoll ist wiederhergestellt, die Hand voll aber noch nicht aufgegeben, bezeichnenderweise nur mit unverfänglichen Beispielen wie eine Hand voll Pilze (aber auch zwei Hand (!) voll Körner), nicht aber etwa eine Hand voll Leute.
17.06.2006  Flächendeckende Lüge
Kürzlich erhielten alle deutschen Buchhandlungen folgenden Brief, aus dem übrigens hervorgeht, was es mit der von Zehetmair gerühmten Einheitlichkeit auf sich hat:
17.06.2006  Zehetmair in Diensten von Bertelsmann
Der Konzern hat einen dicken Fisch an Land gezogen.
16.06.2006  Reform schafft Beschäftigung
Ein Blick hinter die Kulissen
15.06.2006  Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Kleine Studie über Mitläufertum
15.06.2006  Das Notwendige
„Wichtig zu lernen vor allem ist Einverständnis“. (B. B.)
13.06.2006  Kurios
Kurioserweise sollen die Rechtschreibwörterbücher nicht einmal für den Schulgebrauch auf ihre Zuverlässigkeit hin überprüft werden. Es bleibt dabei, daß die Verlage bloß erklären müssen, sie setzten die amtlichen Regeln um. Das wird staaatlicherseits unbesehen geglaubt – ein einzigartige Begünstigung der Wörterbuchverlage.
12.06.2006  Selber schuld
Brockhaus wg. Rechtschreibreform in den roten Zahlen
12.06.2006  Nanu?
Der neue WAHRIG ist mehrmals verschoben worden, war aber nun und ist immer noch für den heutigen 12. Juni angekündigt.
11.06.2006  Die Deutschen?
Springer-Konzern versinkt in Schlammmasse.
10.06.2006  Eh wurscht
Die „Nürnberger Nachrichten“ haben auch etwas bemerkt, aber nichts daraus gelernt.
29.05.2006  Erstaunlich
Aus dem „Sprachalphabet“ von WAHRIG (Website):
29.05.2006  Spelling trouble
Aus einer Rezension des englischen Linguisten Geoffrey Sampson zu Sally Johnsons “Spelling trouble”:
26.05.2006  Behutsam (zunächst!)
Fundstück aus meinem Zettelkasten
25.05.2006  Willfährigkeit
Erfahrungen mit dem Goethe-Institut
23.05.2006  Goethe-Institut
Ein trauriger Fall (www.goethe.de)
23.05.2006  Große Mäuler, kurze Beine
Ein Gedenkblatt aus Österreich (2000)
21.05.2006  SED-Opfer Nerius
Aus Valerio 3
21.05.2006  Die Partei, die Partei
In Hans Martin Gaugers Plauderei liest man:
20.05.2006  Unterstöger (und Zabel)
Bemerkungen zu einem Fall
20.05.2006  Krimm
Noch ein Auszug aus „Valerio“
20.05.2006  Nicht so wild
Ein altes Thema, das nicht vergehen will
20.05.2006  Lebe noch
Was haben Gerhard Schröder und ich gemein?
20.05.2006  Haare spalten
Nicht ausgekämmter Duden
18.05.2006  Stilfragen
Aus unbegreiflichen Gründen wurde auch Augsts Freund Clemens Knobloch zur Mitarbeit an Valerio 3 eingeladen.
18.05.2006  Böse Buben
Ein Akademiepräsident zieht die frechen Mitglieder am Ohr.
16.05.2006  Topten
Die Wörterbuchredaktionen haben viel zu tun.
16.05.2006  Es wird knapp
Wo bleiben die nochmals reformierten Rechtschreibwörterbücher?
13.05.2006  Des Glaubens liebstes Kind
Wunderbare Wirkung der neuen Rechtschreibung:
13.05.2006  Rüttgers
Die jüngste Fassung des Standardbriefs
13.05.2006  Umfragen
Wie man Ergebnisse manipuliert
08.05.2006  somit
Nicht unbedingt nötig, aber es gibt schon wieder eine Wortbildungslehre:
07.05.2006  Großkunden
Am Ende scheint der reformgebeutelte Dudenverlag doch noch das Geschäft zu machen.
01.05.2006  Sich davonstehlen
Zu einem Brief von Ministerialrat Krimm.
30.04.2006  Zweiklassenorthographie
Die Reformbetreiber halten sich selbst nicht an ihre Vorschriften.
29.04.2006  Gibt es was Neues?
Unter „Aktuelles“ hat sich auf den Seiten des Rechtschreibrates etwas getan.
27.04.2006  Goldene Regel
Bastian Sick gibt im ersten seiner beiden Bücher eine ausführliche Darstellung der Heyseschen s-Schreibung.
27.04.2006  Vom Rat ereilt
Der Verlag Hueber hat gerade eine neues Wörterbuch für Deutsch als Fremdsprache herausgebracht.
24.04.2006  Du bist Darwin!
Maßnahmen als Ereignisse
24.04.2006  Dudenscherze
Absicht oder Versehen?
22.04.2006  Die Schuld der Hasen
Die Häschenschule wurde 80.
21.04.2006  Nebentätigkeiten
Reform als Geschäft
20.04.2006  Die demokratische Rechtschreibreform
Wie unausweichlich die Rechtschreibreform ist und wie undemokratisch es wäre, sich dagegen zu wehren, haben Augst und Schaeder in der Süddeutschen Zeitung vom 14.12.96 erklärt:
20.04.2006  Reformschreibung in Fachtexten
Noch ein Beispiel:
20.04.2006  „Selbsternannt“
Wie ich einem mir zugesandten Heft der Zeitschrift „Mut“ entnehme, hat Wilfried Kürschner in einem früheren Heft die Rechtschreibreform wieder einmal gegen ihre „selbsternannten Kritiker“ verteidigt.
19.04.2006  Im Zoo
Im Berliner Zoologischen Garten sind einige Abteilungen mit aufwendigen neuen Tafeln versehen.
10.04.2006  Einheitsorthographie
Eine historische Erinnerung
08.04.2006  Akzeptanz
Es ist müßig, über die Akzeptanz der RSR zu spekulieren.
08.04.2006  Was wird Duden tun?
Eine Vermutung:
05.04.2006  Nicht objektiv
Zu meiner Disqualifizierung
05.04.2006  Alles klar?
Ergänzung zum Eintrag vom 6.11.2005
03.04.2006  Verfassungsklage
Auf diese Meldung habe ich lange gewartet:
03.04.2006  Verdüsterung
Seltsames kommt aus dem Hause Springer.
03.04.2006  „Ein Stück innerer Befriedigung“
Hans Zehetmair und die Rechtschreibreform
31.03.2006  Die Formel
„Wir wollen nicht, daß das, was Schüler in unseren Medien lesen, in der Schule als Fehler gilt.“
31.03.2006  Helfershelfer
Die Nachrichtenagenturen wollen eine neue Kundenbefragung veranstalten.
31.03.2006  Auszusondern
Wird nun wieder eine große Buchvernichtungsaktion einsetzen?
30.03.2006  Böcke und Schafe
Der Beschluß der Ministerpräsidenten ist ein Prüfstein für die Medien.
30.03.2006  Noch mal zum ss
Im Februar 2005 ließ die österreichische Unterrichtsministerin 500 Lehrer befragen.
30.03.2006  Empfehlungen
Die Stunde der Hausorthographien schlägt.
30.03.2006  Endgültig
Gedanken zum Donnerstag
28.03.2006  Aufruf
Kinderbuchautoren werden von Verlagen schon lange unter Druck gesetzt.
27.03.2006  Kleines Mißverständnis
Joachim Güntner sieht einen Sinneswandel bei Peter Eisenberg.
25.03.2006  Eingebrockt und ausgelöffelt
Gemäßigtes Durcheinander um die GKS.
25.03.2006  Neu und definitiv
Für 2,50 Euro kann man sich bei Duden acht Seiten herunterladen.
23.03.2006  Deutsch? Bloß nicht!
Jedes Jahr erscheinen neue Lehrwerke für Deutsch als Fremdsprache.
20.03.2006  Ganz zweifellos
Herr Stillemunkes schreibt einen Brief.
20.03.2006  Zeitdruck?
Wie Zehetmair die Öffentlichkeit täuschte
20.03.2006  Hauptschule
Erfahrungen mit einer Wenigschreiberin
18.03.2006  Schwund
Gestern hat Frau Güthert die Liste der Ratsmitglieder geändert.
17.03.2006  Reizfigur
Der Vorsitzende Zehetmair hat meinen Austritt aus dem Rat „konsequent“ genannt.
17.03.2006  Ein Brief
Zum Abschied aus dem Rechtschreibrat habe ich den anderen Mitgliedern am 24.2.2006 folgenden Brief geschrieben:
17.03.2006  Erpressung
Seit zehn Jahren wächst die Reihe vertraulicher Zuschriften, in denen Kinder- und Jugendbuchautoren beklagen, unter welchem Druck sie stehen. Auch bekannte Namen schützen nicht davor, daß die großen Verlage sie zwingen, ihr Einverständnis mit der Konversion ihrer Werke in Reformorthographie zu erklären.
16.03.2006  Die Botschaft
Die Werbekampagne für den neuen Duden beginnt.
16.03.2006  Was bleibt?
Von der Rechtschreibreform bleiben hauptsächlich folgende Teile erhalten, weil der Rat für deutsche Rechtschreibung sie entweder nicht korrigieren wollte oder wegen der Termin- und Themenvorgaben der Kultusministerkonferenz nicht korrigieren durfte:
14.03.2006  Mehrheiten
Mit der ersten Anhörung hatte es folgende Bewandtnis:
14.03.2006  Makrobiotisch
„Konrad Duden, der Vater der deutschen Einheitsschreibung, wäre am 3. Januar 2006 177 Jahre alt geworden.“
14.03.2006  Vor Wanka
Sehr treffend analysierten die dpa-Mitarbeiter Karl-Heinz Reith und Bärbel Schubert 27.10.1997 die Lage – und lieferten zugleich schon sehr früh die Stichwörter der folgenden Debatten („Gesichtsverlust“, „Staatsräson“):
14.03.2006  Hinter den Kulissen
Der Rat für deutsche Rechtschreibung ist eigentlich um Peter Eisenberg herum eingerichtet worden.
12.03.2006  Weise Beschränkung
„Die Sprache lebt.“ Das sagt sich einfach und klingt im Munde der Reformer so falsch.
12.03.2006  Stalking
Duden/Brockhaus ist bei der Werbung nicht zimperlich.
12.03.2006  Die Macher
auch zum „Fall Güthert“:
11.03.2006  Später Sieg
Der Dudenverlag leidet unter der Rechtschreibreform.
11.03.2006  Bürgerpflicht
Lehrer müssen aus dienstlichen Gründen das neue Regelwerk lesen.
10.03.2006  Zehetmair
SPIEGEL: Wissen denn die Deutschen in etwa, was auf sie zukommt?
09.03.2006  Sancta simplicitas - Pia fraus
Sagt Zehetmair die Wahrheit?
08.03.2006  Mich wundert, daß ich fröhlich bin
Die Meldungen von Spiegel, Springer und FAZ haben mich nicht geknickt.
08.03.2006  Was wir in der Schule lernten
Eine Erinnerung.
08.03.2006  Buchstabengrippe in Niedersachsen
Das Virus breitet sich aus.
06.03.2006  Unterwerfung im Rekordtempo
Der SPIEGEL bleibt sich treu.
06.03.2006  Bildung aus einem Guß
„Ins-titute“ und „aufwändig“ liest man in einer Broschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
05.03.2006  Viel Spaß mit den neuen Regeln!
Zu den „Empfehlungen des Rates für deutsche Rechtschreibung“ (überarbeitet 9. 3. 2006)
04.03.2006  Vorwiegend heiter
Sogar in der Antarktis konnte ich letzten Donnerstag das ZDF empfangen.
25.02.2006  Ein Täter spricht
Zehetmair scheint eine Kleinigkeit vergessen zu haben.
24.02.2006  Dudendämmerung
Es war von einer gewissen Tragik im Hause Duden die Rede.
23.02.2006  Wir Deutschen – ihr Engländer
Erinnerung an das Duzen
23.02.2006  Wenig praxistauglich
Aus der Arbeit der Ratsmitglieder
23.02.2006  Nach Gutsherrenart
Was sich unter der fadenscheinigen Decke der Rechtmäßigkeit verbirgt, wird wohl nie ganz herauskommen.
22.02.2006  Zeitung in der Schule
Der Wiesbadener Kurier hat einen Leistungskurs Deutsch in reformierter Rechtschreibung getestet.
22.02.2006  Schon gedruckt
Wie der Verlag mitteilt, wird der neue Wahrig schon im März erscheinen.
22.02.2006  Maßlos
Im Jahre 2004 nahmen sich weitere Zeitungen das Recht, so zu schreiben, wie sie es für richtig hielten.
21.02.2006  Neblige Aussicht
Ein Blick vom Trümmerhügel Rechtschreibreform
20.02.2006  Aus der Zeit
Die ZEIT feierte ihren Sechzigsten mit einem Tag der offenen Tür.
19.02.2006  Junktim
Die GEW und die Zeitungsverlage (und Zehetmair)
19.02.2006  Dudens Fakt
Aus vergilbten Papieren
19.02.2006  Varianten
Während Hoberg und andere den Charme der Varianten preisen und überhaupt die größere Wahlfreiheit der Schreibenden, waren die Reformer selbst ganz anderer Meinung.
19.02.2006  Dreierlei Untergang
KMK-Optionen
18.02.2006  Vitamine, Sinalco
Auch bei neoklassischen Wortbildungen sollte die morphologische Trennung bevorzugt werden.
18.02.2006  Ratschlag für Verleger
Die reformkritischen Verlage sollten selbstbewußter werden.
17.02.2006  Statuten, Termine, Tricksereien
Ein Rückblick (17.2.2006)
17.02.2006  Erste Bürgerpflicht
Politiker sollten ja dem Gemeinwohl dienen.
16.02.2006  Unkultur ist Ländersache
Auch wenn sie alle zusammenhalten, ist ihre Rolle doch nicht dieselbe.
16.02.2006  Katze im Sack
Zur Zeit weiß niemand, wie das Kompromißpaket aussehen wird.
15.02.2006  Aus dem Leben eines Rechtschreibrates V
Juli 2005
15.02.2006  Der Fall Güthert
Das Institut für deutsche Sprache in Mannheim war von Anfang an die Propagandazentrale der Rechtschreibreform.
15.02.2006  Aus dem Leben eines Rechtschreibrates IV
November 2005
15.02.2006  Aus dem Leben eines Rechtschreibrates III
Oktober 2005
15.02.2006  Aus dem Leben eines Rechtschreibrates II
Juni 2005
14.02.2006  Aus dem Leben eines Rechtschreibrates I
April 2005
14.02.2006  Wir bitten nachzusehen
Anschreiben des Vorsitzenden an die (nicht) anzuhörenden Verbände vom 10.2.2006:
13.02.2006  Keine Anhörung mehr
Neuer Trick sichert fristgerechte Durchsetzung
12.02.2006  Studenten
Kto rano vstajot, tomu Bog dajot. Im Sinne meines Wahlspruchs habe ich heute morgen schon 50 Klausuren korrigiert.
11.02.2006  Kleines Rätsel aus Bayern
Aus einem Brief des Ministerialrats Dr. Krimm, der schon unter „Schrift & Rede“ zitiert wurde und so ähnlich sicher jahrelang an viele Bürger versandt wurde:
11.02.2006  Fürwörter
Ich halte „Folgendes“ und „unten Stehendes“ geradezu für falsch.
11.02.2006  Vorsitzen und Nachsitzen
Hans Zehetmair hat sich über den Tisch ziehen lassen.
11.02.2006  Kommentar zur revidierten GKS
Die „Empfehlungen“ mögen gut genug für die KMK sein, für die Bevölkerung sind sie es nicht.
11.02.2006  Raritäten
Im Duden stand und steht „Hysteron-Proteron“. Ich habe es auch erst einmal nicht geändert.
11.02.2006  Breit, aber nicht stark
Schon der Umfang der Neuregelung schreckt ab.
11.02.2006  Der große Kuchen
Früher machte es der Duden.
09.02.2006  Rekonstruktion
Der Rat hat nur diejenigen Passagen der revidierten Groß- und Kleinschreibung veröffentlicht, die tatsächlich verändert worden sind.
09.02.2006  Wettbewerbsbeschränkung
Wer klagt gegen diesen Mißstand?
08.02.2006  Die Voten
Um mehr Öffentlichkeit herzustellen, fasse ich die Ergebnisse der „Anhörung“ zusammen und erläutere sie zugleich ein wenig.
08.02.2006  Schulleiter
Anmerkung über Sein und Bewußtsein
07.02.2006  Verschnürt und arrondiert
Von der Internetseite des Rates (7.2.06)
07.02.2006  Die da
Zehetmairs bedingungslose Kapitulation
06.02.2006  Bericht über eine Akademie
Die sogenannte Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung „denkt politisch“ – und verrät ihre Mitglieder.
05.02.2006  Sonntagmorgen
Mit seinen Beschlüssen vom 3.2.2006 hat der Rat für deutsche Rechtschreibung sich selbst das Urteil gesprochen.
05.02.2006  Hinter den Kulissen
Ab und zu erfährt man von Arbeiten an einer neuen Wörterliste.
04.02.2006  Wolff an Merkel
In jenem vielzitierten Brief, den die hessische Kultusministerin Wolff Mitte November 2004 an Frau Merkel schrieb, heißt es u. a.:
04.02.2006  „Schweren Herzens“
Die DASD (= Peter Eisenberg) will das Ende der Rechtschreibdiskussion herbeiführen und sich selbst feiern.
04.02.2006  Deutsch sollen sie lernen!
Sick, übernehmen Sie!
04.02.2006  Ein Jahr „Rat für deutsche Rechtschreibung“
Ein Rückblick am 3.2.2006
04.02.2006  Operation gelungen
Was wird aus dem Patienten?
02.02.2006  Hübsch ausgedacht!
Wer Änderung begehrt, ist begründungspflichtig, andernfalls bleibt es beim Status quo ante.
02.02.2006  Siegreiche Schweiz
In ihrem jüngsten Rundschreiben faßt die Geschäftsführerin die in Deutschland (!) durchgeführte „Vernehmlassung“ zusammen.
01.02.2006  Wie gehabt
Die Geschäftsführerin des „Rates“ hat sich von Anfang an als Sachwalterin der KMK und ihrer Rechtschreibreform verstanden.
31.01.2006  Beschluß gefasst
Schon 1996 wurde in Bayern ein Volksbegehren gegen die Rechtschreibreform erwogen.
30.01.2006  Grammatik (NRW)
Landtag und Regierung von Nordrhein-Westfalen gedenken des verstorbenen Johannes Rau.
29.01.2006  Zum Einen Erdsiek-Rave
Der Bedeutung des Gegenstandes entsprechend formuliert die KMK-Vorsitzende nicht nur sehr geschraubt.
29.01.2006  Musil
Im neuen Duden-„Newsletter“ (= Rundbrief) geht es um faktive Verben.
28.01.2006  Vor dem Abgrund
Der Rat für Rechtschreibung hat keine Zukunft.
28.01.2006  Spalten und versöhnen
Der verstorbene Politiker trägt ein gehöriges Maß Mitschuld an der staatlich betriebenen Sprachspaltung.
28.01.2006  Lug und Trug
Der Rat für deutsche Rechtschreibung ist ein Instrument zur Täuschung der Öffentlichkeit.
28.01.2006  Wanka und Wowereit
Wie die Politiker mit dem „unabhängigen“ Rat umspringen und „die Menschen in Deutschland“ für dumm verkaufen.
27.01.2006  Rivarol
C’est des Allemands que l’Europe apprit à négliger la langue allemande.
26.01.2006  Benedictus
Der Papst hat seine erste Enzyklika in bewährter Orthographie abgefaßt.
24.01.2006  Suchmaschinenrätsel
Wenn man eine beliebige Wortkombination eingibt, liefert Google eine Menge Adressen, die damit überhaupt nichts zu tun haben.
23.01.2006  Irreführung
Ohne Trickserei geht es nicht, das wissen wir spätestens seit der Überrumpelungsaktion von 1996.
23.01.2006  Zweifellos
»Dies ständige Mokieren über die zweifellos lächerliche Rechtschreibreform kommt komisch, wenn weder die alte noch die neue beherzigt wird.«
22.01.2006  Warum einfach?
»Substantivierungen, die auch ohne Präposition üblich sind, werden nach § 57(1) auch dann großgeschrieben, wenn sie mit einer Präposition verbunden werden.«
22.01.2006  Latein
Als ich von der Realschule aufs Gymnasium wechselte, mußte ich – in Obertertia – ein paar Jahre Latein nachholen.
22.01.2006  Adabei
Den Rückzug Horst Sittas aus dem Rat kann man geradezu ehrenwert finden.
22.01.2006  Strapaziöse FAZ
Nach über vier Jahrzehnten (mit Ausnahme jenes annus horribilis) fühlt man sich irgendwie mitverantwortlich für seine Lieblingszeitung.
22.01.2006  Art
Alle reformierten Wörterbücher haben den Eintrag „L’art pour l’art“.
21.01.2006  Farce
Heute kamen die Stellungnahmen zu den Ratsvorlagen.
21.01.2006  Müll
Im Tagesspiegel berichtet heute ein gewisser Uwe Schlicht über KMK und Rechtschreibreform.
20.01.2006  Verbiegungen
„Über das, was nicht akzeptiert werden kann, muss man verhandeln.“
20.01.2006  Nüchtern betrachtet
Was hat der Rat für deutsche Rechtschreibung in den vielen Sitzungen überhaupt geleistet?
17.01.2006  dpa und Rechtschreibreform
Das Verhalten der Nachrichtenagenturen gehört zu den ungeklärten Fragen der Rechtschreibreform.
17.01.2006  Wh
Lehrer sind gehalten, „Wiederholungsfehler“ anzustreichen.
17.01.2006  Püschelduden – wiedergelesen
Aus einem bestimmten Grunde habe ich ein Dudenbuch, das ich schon mal besprochen hatte, nochmals gelesen und möchte meine Lesefrüchte nicht für mich behalten.
15.01.2006  Einheit durch Einfalt
Was Duden empfiehlt
13.01.2006  Die Stimmung ist besser als die Lage
Gestern wieder mal einen gut besuchten Vortrag über die Reform gehalten.
11.01.2006  Motion
»Verflechtungen von Autorinnenleben und Werk«
10.01.2006  Auf die Knie
Heute las ich in der Zeitung „als kniee sie“. Nach der amtlichen Neuregelung, § 19, ist das jetzt falsch, während es vor der Reform richtig war. [Nachtrag: Das stimmt nicht ganz, s. u. den Eintrag von Herrn Metz.] Rilke kriegt auch eine schlechte Note: „Wer, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel Ordnungen?“
08.01.2006  Komma
Heute wurde ich gefragt, ob die Revision ein Komma nach Halbmodalverben ausschließt.
08.01.2006  Schreiben heißt richtig schreiben
»In unserer Gesellschaft besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass man erst dann wirklich schreiben kann, wenn man richtig schreibt.«
08.01.2006  Knaben (vorn und hinten)
Manche Bereiche des Wortschatzes werden durch Synonymenschub besonders rasch umgewälzt.
08.01.2006  Schifffahrt auf Seen
Die Neuregelung hat geschrien an Seen angeglichen.
07.01.2006  Dudengrammatik
Viele Fehler dieses Buches beruhen auf mangelhafter Empirie.
05.01.2006  Knechtisch
Mit Namen sollen man keinen Scherz treiben.
02.01.2006  Eike Christian Hirsch
„Deutsch für Besserwisser“ und die Nachfolgebände sind immer noch lesenwert.
01.01.2006  Harry Potter
Nationalrat Christoph Stalder ist bekennender Harry-Potter-Fan.
01.01.2006  Auf hoher See
Die Entwicklung der Orthographie ähnelt dem berühmten Umbau eines Schiffes auf hoher See.
01.01.2006  Lieblos
Bei Eiferern wie Mentrup spürt man nie eine gewisse Liebe zur Sprache – keine Lust an der sprachlichen Gestaltung, sondern nur Haß auf den Duden und den Wunsch, die Kinder vom Dudenjoch zu befreien.
30.12.2005  Kultureller Höhepunkt
»Nach einer siebenjährigen Übergangsfrist tritt die Rechtschreibreform endgültig in Kraft.«
28.12.2005  recht haben
Ich glaube, im dritten Bericht war es, wo „Recht haben“ mit „avoir raison“ vergleichen wurde.
28.12.2005  Wechsel im Rat
Sitta scheidet zum 1. Januar 2006 aus.
27.12.2005  Kritik am Rat aus dem Rat
Ratsmitglied Jakob Ossner hat einen bemerkenswerten Artikel veröffentlicht:
27.12.2005  Schüler als Spielzeug
Zum Schaden haben die Bürger noch den Spott, weil sie die Reform ernst nehmen.
26.12.2005  Aus grauer Vorzeit
Ist es wirklich erst zwei Jahre her, daß WAHRIG „Fehlerfreies und gutes Deutsch“ erschien?
26.12.2005  hin und her
Eigentlich ist die Schreibweise von hin und her gehen u. ä. bis heute ein ungelöstes Problem.
26.12.2005  Latein
Die Großschreibung von Substantiven in fremdsprachigen Wendungen ist nicht nur schwierig.
24.12.2005  Nachspiel zu Zabel
Nach einigem Zögern hatte ich FuL doch noch eine Replik zugesandt. Gestern kam die Antwort.
23.12.2005  Freche Agenturen
Kleinere Zeitungen klagen, daß sie die Kosten der täglichen Rückumstellung von Agenturtexten nicht tragen könnten.
23.12.2005  Aus dem Leben eines Pausenclowns
Im Sommer 2000 habe ich die 22. Auflage des Dudens besprochen.
22.12.2005  Immer wieder Langenscheidt
Mal in den Sprachkalender 2006 (Englisch) „Neu mit Grammatiktipps“ geschaut.
21.12.2005  Der verschwundene Brief
Uwe Wittstock schreibt heute in der „Welt“ über die DASD:
19.12.2005  Behände Füße
Früher haben wir über Stilblüten gelacht wie diese:
18.12.2005  Gruppen
Heute gab ich, ins Korrekturlesen vertieft, dem Radio ein halb Gehör.
17.12.2005  Fälschung
Der im Internet veröffentlichte Text der Revisionsvorlagen stimmt nicht mit der Fassung überein, die den Verbänden zur Stellungnahme zugeschickt worden ist.
17.12.2005  Sozusagen durch die Rechtschreibreform
Der Langenscheidt-Konzern hat sich in totale Abhängigkeit von den Reformern begeben.
16.12.2005  Deutsch als Fremdsprache
Heute in der E-Mail:

Hallo Volksbank-Freiburger Kostümbildner,
14.12.2005  Agitation
Sigmar Salzburg hat gerade an „Lesen Darstellen Begreifen“ von anno dazumal erinnert.
12.12.2005  Schröder – rückgebildet
Der russische Erdgas-Manager Gerhard Schröder gibt Anlaß zu einer sprachlichen Beobachtung.
11.12.2005  Der Fall Zabel
Aus den Akten
11.12.2005  gräulich
„Jedem Worte klingt / sein Ursprung nach, wo es sich herbedingt.“
11.12.2005  Unter Druck
Zur Gruppendynamik im Rat
10.12.2005  Semper reformanda
Der Duden Korrektor PLUS 3.5 wird aufregend beworben:
09.12.2005  Orthografie
Anmerkungen zu einem neuen Buch
07.12.2005  Sondervotum
Mein Sondervotum zur GZS müßte schon im Netz stehen.
06.12.2005  Reclam 2005
Die armen Schüler könnten sich die Augen verderben.
06.12.2005  Klett 2005
Découvertes 2
05.12.2005  Reformiert singen
Gestern einer vortrefflichen Aufführung des „Messias“ beigewohnt.
04.12.2005  dtv – verloren und verlassen
Der neue Weihnachtsprospekt des Deutschen Taschenbuch Verlags ist voll und ganz auf Reformkurs.
03.12.2005  Koch und FKK
Gestern zierte die FAZ einen drögen Beitrag vom Rechtschreibreformdurchsetzer Roland Koch mit einem sinnenfrohen Teilstück aus Diefenbachs „Per aspera ad astra“.
03.12.2005  Verbindlich für Behörden?
wikipedia hat ja einen bemerkenswert gründlichen Teil über die Rechtschreibreform.
03.12.2005  Regeln
Die „Regeln“ liegen der Schreibweise nicht zugrunde.
02.12.2005  GLL-Themenheft
German Life and Letters hat ein Heft zur Rechtschreibreform herausgebracht.
02.12.2005  Handliches
Mit der Hand kann man vieles anstellen.
02.12.2005  Begrenzte Agenda
Fälle und Fallgruppen zur reformierten Groß- und Kleinschreibung
01.12.2005  Selbstfesselung
Noch immer könnte der „Rat“ ein Zeichen setzen.
29.11.2005  Flucht ins Substantiv
Peter Gallmann plädiert unbeirrt für die gemäßigte Kleinschreibung – oder radikale Großschreibung.
29.11.2005  Was mir stinkt
Das Ausbreiten von gleichgültigen und marginalen Beispielen wie Urin-stinkt dient nur der Ablenkung von der Untätigkeit auf viel wichtigeren Gebieten.
29.11.2005  GKS-Geschichte
Die im Jahre 1994 überraschend eingeführte vermehrte Großschreibung kann von vornherein nicht als unstrittig bezeichnet werden.
29.11.2005  Phantomplan
Oft ist von einem Plan des Rates die Rede, „bis zum Schuljahr 2006/2007 etwaige Veränderungsvorschläge der neuen Rechtschreibung vorzulegen“.
27.11.2005  Schlappe für die KMK
Der Angriff der KMK auf den Rat ist zurückgeschlagen.
26.11.2005  Die Zweitbesten
Eine Nachbetrachtung über Opportunismus
26.11.2005  Überraschung
Die Zeitungen erweisen sich wieder einmal als Opfer ihrer eigenen Gedankenlosigkeit.
24.11.2005  Sinn entstellend
Die österreichische Agentur APA und danach der „Standard“ sowie andere Zeitungen kündigen die morgige Ratssitzung an.
23.11.2005  125 Jahre Duden
Der Dudenverlag macht viel Werbung mit dem Jubiläum.
23.11.2005  spazierengehen
Im Jahre 1954 veröffentlichte Heinrich Hempel einen immer noch lesenswerten Aufsatz „Wortklassen und Bedeutungsweisen“.
23.11.2005  Du Omi
Aus dem „Rat“ ist vorgeschlagen worden, die Kleinschreibung der privaten Briefanrede beizubehalten.
20.11.2005  Nicht so toll
Der Zwang, „Tollpatsch“ zu schreiben, ist ärgerlich.
20.11.2005  Die bösen Buben
Die KMK hatte dem Internationalen Arbeitskreis verboten, die Groß- und Kleinschreibung zu bearbeiten.
20.11.2005  Normale deutsche Rechtschreibung
Wer das Wörterverzeichnis meiner „Normalen deutschen Rechtschreibung“ als Word-Datei haben will, kann mir ein Mailchen schicken.
19.11.2005  Tageszeiten
Dieses Teilgebiet der reformierten GKS soll nach Auffassung einiger Ratsmitglieder nicht geändert werden. Deshalb hier noch einmal ein paar Einzelheiten:
17.11.2005  Keine Experten
Man nennt den Rat für deutsche Rechtschreibung eine „Expertengruppe“.
13.11.2005  Gegen die Blockade
Im Rat für deutsche Rechtschreibung formieren sich die Blockierer.
11.11.2005  Für Kinder
Den wahren Kern legt der Schülerduden manchmal besser bloß als die amtlichen Texte.
10.11.2005  Constructif
LA PRÉTENDUE RÉFORME DE L’ORTHOGRAPHE EN ALLEMAGNE
10.11.2005  Geiselnahme
Wie es funktioniert, zeigt ein Brief aus dem Hause Koch.
08.11.2005  Pädagogik auf Abwegen
In Fritz Tschirchs Sprachgeschichte, Bd. II, gibt es ein gutes Kapitel über Rechtschreibung.
08.11.2005  Apostroph
Das Ohm’sche Gesetz ist hinnehmbar.
07.11.2005  Scheiße
Schon vor Jahren habe ich den Verbleib vulgärer Ausdrück im amtlichen Wörterverzeichnis kommentiert und dabei auch aus Grimms Vorwort zum Deutschen Wörterbuch ("anstöszige wörter") zitiert. Dem Sprachwissenschaftler sollte ja nichts fremd sein.
06.11.2005  not
Bisher sind nicht einmal die einfachsten Irrtümer der Reformer richtiggestellt worden. »Den „Adorno-Schock“ nennen Musikschullehrer gern das Phänomen. Der deutsche Philosoph hat nämlich nach dem Krieg den Satz geprägt: 'Nirgends steht geschrieben, dass Singen Not sei'. Und damit verschwand es ...« (WAZ 05.03.04)
05.11.2005  obenstehend, untenstehend
Die Reform hat diese Wörter ursprünglich zersägen wollen.
05.11.2005  Schreibweisen
Kürzlich behauptete Zwiebelfisch Sick, daß es statt „Mund-zu-Mund-Propaganda“ eigentlich „Mund-zu-Ohr-Propaganda“ heißen müsse. Das ist nicht einmal pedantisch (= übergenau in unwichtigen Dingen), sondern einfach falsch.
04.11.2005  Pneumatische Rechtschreibung
Leo Weisgerber hat bekanntlich die ideologische Grundlage der Rechtschreibreform gefestigt.
03.11.2005  Mischpoke
Jedenfalls was die Folgsamkeit in Sachen Rechtschreibreform betrifft. Man unterwirft sich den Interessen der Wirtschaftsunternehmen, die hinter dieser Reform stehen, und sendet alle vier Wochen eine Ergebenheitsadresse an die Kultusminister.
03.11.2005  Falsch, aber amtlich
Der berüchtigte Paragraph 56 enthält sprachgeschichtliche Aussagen.
02.11.2005  Wort-Bildung
Vor gut zwanzig Jahren kam eine seltsame Mode auf.
02.11.2005  Schreiben als Beruf
Im Umkreis der Wiesbadener Empfehlungen wollte man sich auch schon der Sekretärinnen erbarmen.
31.10.2005  Nahles
Es ist noch nicht lange her, daß Frau Nahles sich ganz besonders ignorant über die Rechtschreibreform geäußert hat.
31.10.2005  Groß und klein
Nach der Neuregelung sollen substantivische Bestandteile mehrteiliger Entlehnungen groß geschrieben werden: Ultima Ratio usw. Inkonsequenterweise sollen aber die nichtsubstantivischen Bestandteile keineswegs klein geschrieben werden.
28.10.2005  Verrenkungen
Die Zeitungen versuchen, ihre eigenen Falschmeldungen zu korrigieren.
25.10.2005  Das Fache
"um das 1.000-fache", "das 15-millionenfache" (Anzeige des Landes Thüringen in der FAZ 25.10.05)
25.10.2005  Geistreich
"Erst das Aufkommen von Literalität schafft diachron wie ontogenetisch die Differenz von mündlicher und schriftlicher Kommunikation und gesprochener und geschriebener Sprache."
23.10.2005  Walgenbach
Eine „Sprachwissenschaftlerin“ Lisa Walgenbach war Kronzeugin im dritten Bericht der Rechtschreibkommission.
22.10.2005  Heyse, Steinthal
Es ist gar nicht leicht, einen Text in Heyse-Schreibung zu finden.
22.10.2005  Sprachkunst
Auf der Duden-Website werden 30 Fragen beantwortet.
21.10.2005  Lesen und Schreiben
Im Gefolge von Nerius hat man einen Gegensatz zwischen Aufzeichnungs- und Erfassungsfunktion der Schrift konstruiert und damit einen Interessengegensatz zwischen Schreiber und Leser, der durch die Orthographiereform in ein neues, den Schreiber begünstigendes Verhältnis gebracht werden solle. Für diesen nämlich sei die Rechtschreibung (verstanden als Dudennorm) zu schwierig geworden.
21.10.2005  Reformer und Politiker
Niemand spricht den Reformern alle guten Absichten von Anfang an ab. Aber spätestens als die „geliebten“ Ziele aufgegeben werden mußten, hätten sie den Reformplan aufgeben müssen, und einige haben es ja auch getan (Mentrup, Weisgerber).
21.10.2005  Königstochter
Manche Politiker vergessen, daß ihre Macht nur abgeleitet und vorübergehend ist.
18.10.2005  Wortarten
"Alles Mögliche" heißt "alles, was möglich ist", während "alles mögliche" einfach nur "alles" bedeutet. Das muß man nicht ganz strikt auseinanderhalten, aber daß es eine sinnvolle Konvention war, kann niemand bestreiten, der sich eine gewisse Empfindlichkeit bewahrt hat.
16.10.2005  Intelligenz
Gute Rechtschreibleistung soll kein Zeichen von Intelligenz sein.
16.10.2005  Ohne mich!
Die Beschlüsse des Rates sollen weiteren Verbänden vorgelegt werden.
15.10.2005  Die allerdümmsten Kälber
Die Einbindung der Eltern, oder vielmehr ihrer irgendwie ja wohl auch gewählten Vertreter, in die Verbändeallianz der Schulbuchverleger ist eines der großen Rätsel unserer Zeit. Wie konnte das gelingen?
14.10.2005  Kleindenker
Das Porträt von Josephine Ahrens in der FAZ enthält einen falschen Zungenschlag.
14.10.2005  Klug und weise
Munske, Horst Haider (2005): Lob der Rechtschreibung. Warum wir schreiben, wie wir schreiben. München. (Becksche Reihe)
13.10.2005  Groß und fett
„großschreiben/groß schreiben“ gehörte zu den Haarspaltereien des alten Duden.
12.10.2005  Sehr aufmerksam
Offenbar hat jemand meine Tagebucheinträge durchsucht.
11.10.2005  Komischer Zufall
feind, freund, not sein – das sind Adjektive, die nur prädikativ gebraucht werden.
11.10.2005  Die Wahrheit
Daher nahm sie Anstoß an dem Titel "Lügenpropaganda", den ein Eintrag unter dem 30.6.2005 trug, und drohte mir rechtliche Schritte sowie noch weitere düstere Konsequenzen an (wahrscheinlich meine Entfernung aus dem "Rat").
10.10.2005  fernschauen
Wie gebräuchlich ist dieses Verb eigentlich in Österreich?
10.10.2005  Fälscher Duden
Besonders in den Teilen, die Peter Gallmann bearbeitet. Sie sind allesamt im Sinne der Rechtschreibreform (Stand 1996) verfälscht.
09.10.2005  Lustreise mit Google
Die Klassiker haben mittelhochdeutsche Wörter wie "Minne" und allerlei Ritterzeugs wiederentdeckt.
09.10.2005  Ellipsen und Eklipsen
In vielen Wörterbüchern und Grammatiken wird „Ellipse“ falsch hergeleitet.
09.10.2005  Erste Hilfe
Die Revision läßt Großschreibung von festen Begriffen wieder zu.
08.10.2005  Onstimme
Der neue Wahrig wirbt auch damit, daß er die „alte“ Schreibung noch enthält.
08.10.2005  Entschuldigung
Ich liebe die Rechtschreibreform und entschuldige mich für die Kritik, die ich daran geübt habe. Zufrieden?
08.10.2005  Stalking
Eine Frau Popp ist mir seit Jahren auf den Fersen.
06.10.2005  Suhrkamp mit Grauschleier
So heißt ein Suhrkamp-Taschenbuch, das Dominik Perler und Markus Wild 2005 herausgegeben haben.
05.10.2005  Wahrig (Gerhard)
Gerhard Wahrig würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüßte, was unter seinem Namen geschieht.
03.10.2005  hoch und tief – alles klar?
Wahrig: tiefernst – nur zusammengeschrieben, weil tief, wie im Kasten erklärt, bedeutungsverstärkend ist.
03.10.2005  Unklare Motive
Die Reformer wußten wohl selbst nicht genau, was sie eigentlich wollten.
01.10.2005  Philosophisches
Die Google-Suche unter „spinozaisch“ ergibt Bedenkliches …
30.09.2005  Volkspartei
Von der Homepage der Bundes-CDU (Kontakt):
30.09.2005  Lesefrüchtchen
Das merkt man immer wieder, so auch an der Vorschrift, "dahin gehend" getrennt zu schreiben. Es wurde aber fast immer zusammengeschrieben, vor allem in adverbialem Gebrauch.
29.09.2005  Hundert Prozent gelogen
Im neuen „Weltbild“-Katalog (September 2005) wird der veraltete Duden beworben.
27.09.2005  Superpreis für Stang
Langenscheidt: Die neue Rechtschreibung – kurz und schmerzlos. Von Christian Stang. 2005
27.09.2005  Nochmal Erdkunde
Terminologie ohne Erkenntniswert stört bloß.
25.09.2005  Absurdes Theater
Was denken sich Wörterbuchredaktionen, wenn sie solche Trennungen aufzunehmen beschließen? Die Reformer selbst haben an solche Fälle offenbar gar nicht gedacht.
25.09.2005  Zauberlehrling
Schon immer war es ein Rätsel, wie eigentlich der entfesselte Besen das Wasser herbeischleppt, denn der Zauberlehrling hat ihn ja nur mit zwei Beinen und einem Kopf versehen.
25.09.2005  Respekt!
Es war ein genialer Einfall, die Hälfte der neuen Regeln für „unstrittig“ zu erklären.
25.09.2005  Bremser
Folgende Ratsmitglieder sind entschlossen, weitere Rückbaumaßnahmen zu verhindern:
24.09.2005  Dudenbroschüre
Bei www.duden.de gibt es eine aktuelle Ergänzung.
24.09.2005  Berliner Rat
Das meint der Berliner Schulsenator und nimmt damit die Arbeit des Rates für deutsche Rechtschreibung vorweg.
17.09.2005  Viele Wege
Die Beharrlichkeit der Familie Ahrens hat sich gelohnt.
16.09.2005  Physiognomie der Buchstaben
Alle Buchstaben mit Ober- und Unterlängen geben einem Wort mehr physiognomische Prägnanz. Das gilt natürlich automatisch auch von großen Anfangsbuchstaben, die bekanntlich sinntragende Wörter auszeichnen und das Auge einen Sekundenbruchteil festhalten.
16.09.2005  Der Untergang des Englischen
Schon Leo Weisgerber malte das furchtbare Schicksal der englischen Sprache an die Wand. Durch das Auseinanderklaffen von Laut und Buchstabe ging sie dem Untergang entgegen, der inzwischen ja besiegelt ist.
15.09.2005  Das Schröder Kanzler bleibt
In der heutigen FAZ ist als Anzeige ein Wahlaufruf für die SPD abgedruckt
13.09.2005  Das Gewicht der Schulbücher
Gerade haben die Kinder ihre neuen Schulbücher bekommen.
12.09.2005  Der letzte (der) Mohikaner
Erst nach ihrem Aussterben bereiten uns die Mohikaner Probleme.
11.09.2005  Deutscher Sprachrat
Lebst du noch? Bitte melden!
10.09.2005  Der unstrittige Kern
Unter www.ids-mannheim.de/reform hat Frau Güthert die laut KMK unstrittigen Regeln dargestellt.
10.09.2005  Beirat und Rat
Der Anfang vom Ende
10.09.2005  aufwändig
Bei Ministerien und anderen Dienststellen wird jetzt massenhaft von „Aufwändungen“ geschrieben (über 27.000 Belege bei Google).
08.09.2005  Verdummung gelungen
Erschreckendes ist von einer Einschulungsfeier zu berichten.
08.09.2005  Der neue Wahrig
Notizen bei einer ersten Durchsicht (geändert 12.9.05)
06.09.2005  Nachlese
Zurück aus dem Urlaub, möchte ich meine vermischten Randbemerkungen zur gehabten Diskussion hier einrücken.
06.08.2005  Der Untertan
Die Hamburger Morgenpost schreibt:
05.08.2005  Kalte Füße?
Für den 1. August war der neue Wahrig angekündigt.
05.08.2005  Die Schulbuchverleger und die Rechtschreibreform
Als sich 1993 eine Rechtschreibreform abzeichnete, äußerte der Verband der Schulbuchverlage (VdS) die Erwartung, die Umstellung aller Schulbücher werde Mehrkosten von fünf bis zehn Milliarden Mark verursachen (Schreiben des Geschäftsführers Andreas Baer an die KMK vom 30.3.1993).
04.08.2005  Klebrig
Die FAZ hat einen gekürzten Beitrag aus der „Jungen Freiheit“ als Leserbrief abgedruckt.
03.08.2005  Hoher Preis
Irgendwo dazugehören zu wollen ...
02.08.2005  Freundlich
Kurt Reumann hat den Kampf nicht aufgegeben.
02.08.2005  Silbenklatschen
Die Worttrennung nach Sprechsilben ist ein uralter Programmpunkt. Bei weitem nicht das erste Zeugnis ist anläßlich der Wiesbadener Empfehlungen zu buchen:
02.08.2005  Vom sinkenden Schiff
Nur Christina Weiss fühlt sich noch zuständig. Das ist aber objektiv unrichtig.
01.08.2005  Lehramt
Bisher haben wir an die Universitäten nur selten gedacht.
01.08.2005  Bettvorleger
Wulff ist nicht der einzige.
01.08.2005  Ebenso
Der neue Duden ist nicht leicht zu benutzen.
31.07.2005  Die Elche und ihre Kritiker
Erinnerung an die Zeit der Hessischen Rahmenrichtlinien Deutsch:
31.07.2005  Nationale Schande
Gedanken am Vortag
30.07.2005  Sechs Jahre Eitelkeit
Die Tätigkeit des Rates für deutsche Rechtschreibung ist nicht begrenzt.
29.07.2005  Wie geschmiert
Die „alte Verbändeallianz“ funktioniert reibungslos.
29.07.2005  Der Halleysche Komet
Die Sache mit dem Kometen ist wohl noch komplizierter, als ich sie bisher dargestellt habe.
29.07.2005  Geschlossene Abteilung
Neue Besucher dieser Seite können sich wohl kaum noch vorstellen, was es alles einmal gegeben hat.
29.07.2005  Arme Irre
Schriftsteller gelten hierzulande nicht viel.
28.07.2005  Stillemunkes
Ministerialrat Stillemunkes ist bei der KMK für die Rechtschreibreform zuständig.
25.07.2005  Mahnung
An den edlen Motiven des jungen Augst, der das Volk liebt, braucht man nicht zu zweifeln.
25.07.2005  Unser Vorgarten
Unser Vorgarten ist wie die Rechtschreibung.
23.07.2005  GZS auf steinigem Weg
Seit gestern kann man auf der Internetseite des Rates auch den Rest der GZS besichtigen.
22.07.2005  Absurdistan
Keine Angst, Herr Rühe!
21.07.2005  Assoziationen
Der Duden wird zum Sonderpreis abgegeben.
21.07.2005  Lust am Gehorchen
»Ich werde der Norm gehorchen, weil sie die Norm ist.«
20.07.2005  Verläßlichkeit II
„Dich will ich loben, Häßliches, du hast so was Verläßliches.“
19.07.2005  Altlasten
So deutlich hat der Vorsitzende noch nie seine Unzufriedenheit mit der Ratsbesetzung zum Ausdruck gebracht.
18.07.2005  Leichtes Spiel mit der GZS
Daß der Rat bei der Getrennt- und Zusammenschreibung erfolgreich arbeiten konnte, ist einfach zu erklären.
18.07.2005  Nur zu!
Hoffentlich führen einige Bundesländer die Neuregelung verbindlich ein.
16.07.2005  Übergangener Rat
Bertelsmann schafft Tatsachen
16.07.2005  „Übertragungsfehler“
Am 14.7.2005 habe ich die geänderte Vereinbarung samt Statut und kurzem Kommentar an die Ratsmitglieder versandt.
14.07.2005  Auf die Finger
Früher hat die Zwischenstaatliche Kommission die jeweiligen Neuauflagen der beiden Wörterbücher gelobt.
12.07.2005  Vor Gottes Face
Randbemerkungen zu einer Jugendbibel
10.07.2005  o-bligat, su-blim
Diese Trennungen sind paradox.
07.07.2005  Zeitlang
Eines der störendsten Kapitel der reformierten Getrennt- und Zusammenschreibung muß zurückgenommen werden.
05.07.2005  Neues Statut
Am 17. Juni 2005 sind das Statut und die internationale Vereinbarung darüber geändert worden.
05.07.2005  Unterschlagung
Gebt uns unsere Wörter wieder!
05.07.2005  Walter Jens, viel versprechend
Kleine Studie über Rhetorik
04.07.2005  „Adjektivisch gebraucht“
Vor Monaten hatte ich mich erkundigt, was „adjektivisch gebraucht“ eigentlich bedeuten soll.
03.07.2005  Stillemunkesland
Hessen hat sich die Bezeichnung Bildungsland® Hessen patentieren lassen.
03.07.2005  Trittins letzte Worte
In der Zeitung liegt „Umwelt macht Arbeit“, das „Wirtschaftsmagazin des Bundesumweltministeriums“ – typisch für Vorwahlkampfzeiten.
02.07.2005  Aus dem Rat
Dem Gesamtpaket GZS habe ich zugestimmt.
02.07.2005  Alter Machtanspruch in neuen Strukturen
Ein Briefwechsel
02.07.2005  Selbstzahler (7.7.2005)
Die KMK ist nicht bereit, die Reisekosten der deutschen Ratsmitglieder zu übernehmen.
01.07.2005  Was wird falsch, was bleibt richtig?
Eine Handreichung zur neuen Schulorthographie
30.06.2005  Schwere Geburt
Endlich ist die zwischenstaatliche Vereinbarung über das Statut des Rates greifbar.
30.06.2005  Gegen den Fraktionszwang
Die sächsische SPD-Abgeordnete Jelena Hoffmann will gegen die Vertrauensfrage des Bundeskanzlers vor dem Bundesverfassungsgericht klagen.
30.06.2005  Ohne Titel
KMK-Mitarbeiter Dr. Tobias Funk schreibt am 29.6.2005 an einen besorgten Bürger:
30.06.2005  Bertelsmann schafft Tatsachen
Der Bertelsmann-Verlag kündigt zusammen mit dem Schulbuchverlag Cornelsen für den 1. August 2005 ein neues Rechtschreibwörterbuch an.
30.06.2005  anstöszig
Dem Digitalen Grimm (Deutsches Wörterbuch auf CD, bei Zweitausendeins) ist ein bibliophiles Begleitbuch beigegeben.
29.06.2005  Unbelehrbar
«Bis zum Jahresende fertig zu werden, ist unsere Wunsch- und Idealvorstellung»,
28.06.2005  Falscher Duden
Im Börsenblatt 24/2005 behauptet Dudenchef Wermke:
28.06.2005  Nun wird es ernst
Verwaltungsvorschriften für Lehrer - Aushang in Schulen
27.06.2005  Angst vor dem Volk
Die Internetseiten des Rates sind dürftig.
27.06.2005  Verläßlich gegen das Volk
Michael Trauthig ist ein Journalist so recht nach dem Herzen der KMK, deren Generalsekretär er voriges Jahr so einfühlsam interviewt hat.
26.06.2005  Stoßen, was stürzt
Wer wird zur 5. Ratssitzung überhaupt noch antreten wollen?
24.06.2005  DASD im Abseits
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung begründet ihren Eintritt in den Rat.
24.06.2005  DASD: Vergessenes
In der Rechtschreib-Chronik der DASD fehlen einige durchaus heroische Ansätze, deren man sich nicht schämen sollte.
24.06.2005  Komiker
Ist es nicht sehr Heiterkeit erregend, daß engagierte Verfechter des Analphabetentums solche schwierigen Wörter im Munde führen?
23.06.2005  Neuer Schlauch
Das Moratorium war die wahrscheinlichste „Lösung“.
23.06.2005  Unaufwändig
Der KMK-Beschluß begünstigt die Schulbuchverlage.
23.06.2005  Lemminge
Lem|ming, der; -s, -e: (zu den Wühlmäusen gehörendes) Nagetier, das in großen Gruppen wandert (DUW 2001)
22.06.2005  An die Autofahrer
Ich bin keiner und kenne mich auf Autobahnen nicht aus.
22.06.2005  Rauch
Das Adjektiv „rauh“ soll ohne h geschrieben werden, weil „blau“ auch keins hat.
21.06.2005  Vergeßliche Akademie
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung bietet eine halbe Chronologie der orthographischen Ereignisse.
19.06.2005  Nerius – die Gegenposition
Der Duden war gar kein Rechtschreibwörterbuch.
19.06.2005  GEW – beim Wort genommen
Die GEW schrieb in ihrer Stellungnahme für das Bundesverfassungsgericht vom November 1997:
19.06.2005  Brenzlich
Das amtliche Wörterverzeichnis vom November 2004 entwertet zwar den Duden vom August.
18.06.2005  Endlich öffentlich
Der Beschluß zur GZS (§ 34) steht jetzt auf der vorläufigen Internetseite des Rates.
18.06.2005  Zwangsneurotisch
Die vom Rat gebilligte Revision des § 34 liegt nun vor.
18.06.2005  Stifterverband verunglimpft Bundespräsidenten
„Wissenschaft tut Not“
17.06.2005  Lehrplan und Rechtschreibreform
„Die Schule macht den Vorreiter.
15.06.2005  Geschäftliches
Warum befürwortet der Duden die Reform?
15.06.2005  In falschen Händen
Die Schreibweise ist den Sprachkundigen entzogen und in die Hände von Ministerialbeamten und Wirtschaftsunternehmen gelegt worden.
14.06.2005  Na also!
Übermorgen werden Prof. Jacobs bzw. Dr. Hutzler uns ihren empirischen Nachweis vorstellen, daß die neue Rechtschreibung gut für die Kinder ist.
14.06.2005  Putativgehorsam
Über „selbstständig“ und „selbstgebacken“
13.06.2005  Geld verdienen – leichter als Sie denken!
„Die neue deutsche Rechtschreibung – leichter als Sie denken!
13.06.2005  Wien 1994 und 1996
„Wir müssen jetzt zum Abschluß kommen, damit wir ein Ergebnis vorweisen können.“
13.06.2005  Orthographischer GAU am 1. August
»Nicht Häme derer, die mit ihren Warnungen nur zu Recht behielten, tut nun Not.«
11.06.2005  Wörtliche Rede
Sie sagte: „Ich gehe jetzt“ (,?) und ging.
10.06.2005  wieder gesehen
Die Reformer haben sich nach dem ersten Schrecken gern über die Fehldeutung „wieder sehen“ mokiert.
10.06.2005  Schulbuchlobby
Die letzte Aktualisierung dieses Textes liegt schon eine Weile zurück. Deshalb mag eine neue Darbietung manchem nützlich scheinen.
09.06.2005  Entbildungsprogramm
Die Silbentrennung hat sich infolge der Rechtschreibreform vom wahrhaft „marginalen“ Bereich zum zentralen Problem für die Lexikographen entwickelt. Darauf weist auch der stellvertretende Dudenchef in einem Aufsatz hin (Sprachwissenschaft 2/2000).
08.06.2005  P.E.N.
Der P.E.N.-Club hat mich zum Mitglied gewählt.
07.06.2005  Einfache Wahrheiten (1880)
Hermann Paul: Zur orthographischen Frage (Deutsche Zeit- und Streitfragen 9/143, Berlin 1880, S. 3–40)
07.06.2005  Lob des Schmutzes
Hoffentlich bleibt die Schmutz- und Schundseite der Zwischenstaatlichen Kommission im Internet auch dann noch erhalten, wenn der Rat seine eigene Seite hat.
07.06.2005  Abschied vom Ganzsatz
Die Schnellebigkeit grammatischer Theorien spricht gegen neue Rechtschreibregeln, die sich auf solche schwankenden Grundlagen stützen.
05.06.2005  KMK Aktuell
Einige Bemerkungen zur Pressemitteilung der KMK vom 3.6.2005
05.06.2005  KMK – gefangen
Bürokratien fangen sich zuletzt im Gestrüpp der eigenen Verordnungen.
05.06.2005  Ein Blick in die Zukunft
Ich kann Gedanken lesen.
05.06.2005  Guter Rat
Neue Ratsmitglieder
04.06.2005  Aus dem „Narrenhaus“
Wie lange brauchte Herkules, um den Augiasstall auszumisten?
03.06.2005  Im Nebel
Die eigentlichen Gegner der Sprachgemeinschaft sind unangreifbar, weil sie im Hintergrund bleiben.
02.06.2005  Bubenstück
Wie ich aus der zuverlässigsten aller Quellen weiß, halten alle (ja, alle!) Kultusminister und Kultusministerinnen die Rechtschreibreform für einen großen Fehler.
02.06.2005  Kriegserklärung
In diesen Minuten erscheint die Meldung der Deutschen Presse-Agentur, die es schon zu wissen meint.
02.06.2005  Berlin von Morgen
Die Übergeneralisierung der Tageszeiten-Schreibung konnte nicht ausbleiben.
02.06.2005  Vergiftete Gabe
Marcel Reich-Ranicki liebt die Rechtschreibreform bekanntlich ganz besonders.
01.06.2005  Waffengleichheit
Flectere si nequeo superos acheronta movebo.
31.05.2005  Schildbürgerstreich
Mein Schildbürgerbüchlein ist zwar schon acht Jahre alt, aber manche meinen, es sei immer noch lustig und lehrreich zu lesen.
31.05.2005  Musik liebende Bundeswehr
Ich habe nicht vor, mich bei der Bundeswehr zu bewerben.
30.05.2005  Danke!
Die Terminplanung der KMK erlöst mich aus einer Zwickmühle.
29.05.2005  Ich kenne mich nicht mehr aus
Als ich meine Bücher über die Rechtschreibreform schrieb, hatte ich fast die ganze bisherige und die reformierte Getrennt- und Zusammenschreibung im Kopf.
29.05.2005  wohl bekannt
Augst und Schaeder schrieben am 14.12.1996 in der Süddeutschen Zeitung, „wohlbekannt“ werde weiterhin zusammengeschrieben.
29.05.2005  Viel beschäftigte KMK
Die Rechtschreibreform steht ziemlich prominent auf der Tagesordnung der KMK.
28.05.2005  Etwas außerhalb
Am 20. Mai trafen sich die „im Rat für deutsche Rechtschreibung vertretenen Wörterbuchverlage“ zu einem ganztägigen Gespräch im Hause Duden (Mannheim).
27.05.2005  Wüster
Eugen Wüsters Einfluß auf die Rechtschreibreform kann gar nicht überschätzt werden.
27.05.2005  Kirche und Rechtschreibreform
Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat.
26.05.2005  O wie komisch!
Prof. Harald Zimmermann, Universität Saarbrücken, der als Gründer und langjähriger Chef der SOFTEX Rechtschreibprogramme anbietet, stellte 1997 sein „Memorandum zur Rechtschreibreform“ ins Netz. Darin sagt er über die „insgesamt sehr gelungene Reform“:
25.05.2005  Wörterbuchzynismus
Krebs erregend Adj; Krebs erzeugend Adj
25.05.2005  Dialektik der Empörung
Die Schriften der Reformer, besonders der Frühzeit, glühen von heiligem Zorn gegen den Duden.
25.05.2005  Nächtlich am Blumento
Als Kinder haben wir uns über die Blumento-Pferde amüsiert.
24.05.2005  Tus
Der Apostroph sollte da, wo er wirklich eine Auslassung anzeigt, wieder großzügiger verwendet werden.
23.05.2005  Untot
In der Kölner Ringvorlesung über Rechtschreibung hält übermorgen Prof. Nerius einen Vortrag über die Rechtschreibreform.
23.05.2005  Donnerwetter!
Gestern abend mußte ich schmunzeln.
23.05.2005  leid tun
Ein paar schöne Belege, die sowohl gegen „Groß- und Getrenntschreibung“ als auch gegen „Klein- und Zusammenschreibung“ sprechen:
22.05.2005  In einem Fort
Bei Augst stößt man immer wieder auf befremdlichste Mißverständnisse.
22.05.2005  Schweiz komplett?
Wie letzte Woche zu erfahren war, soll der Gallmann-Schüler Roman Looser die Schweizer Delegation vervollständigen.
20.05.2005  Angriff
»Erst in einem zweiten Schritt soll die Groß- und Kleinschreibung in Angriff genommen werden.«
20.05.2005  Die KMK und der Rat
Gestern haben wir in der Arbeitsgruppe Zeichensetzung/Silbentrennung konstruktiv weitergeredet.
18.05.2005  Bastler und Tüftler
Rechtschreibreformen sind Gelegenheiten für Bastler und Tüftler.
18.05.2005  Fundsache
„Die gerade beschlossene Rechtschreibreform ist alles andere als ein ,Jahrhundertwerk‘, sondern notwendigerweise nur eine vergängliche Etappe in der Entwicklung orthographischer Regelungen, und über ihren Erfolg oder Nichterfolg wird allein die Gemeinschaft der Sprecher/Schreiber der Sprache entscheiden.
17.05.2005  Termine
Am 3. Juni tagt der „Rat“ – aber mit was für komischen Gefühlen, da alle Teilnehmer wissen, daß zur selben Zeit auch die KMK ihre Tagung abhält und höchstwahrscheinlich etwas vorläufig Endgültiges zur Rechtschreibreform beschließen wird, ohne sich um den Rat im mindesten zu kümmern!
17.05.2005  Öffentlichkeit
Eigentlich sollte die Bevölkerung nun endlich stärker beteiligt werden. In meinem Tagebucheintrag "Hinter verschlossenen Türen" habe ich Anspruch und Wirklichkeit schon verglichen.
16.05.2005  Die Unvermeidlichkeit des Dudens
Gunnar Böhme zeigt sehr gut, wie und warum der Duden an die Stelle der amtlichen Regelung getreten ist.
16.05.2005  Jeder gegen jeden
Es ist bekannt, daß die Reformer heillos zerstritten waren, bevor sie ihr Werk ablieferten.
16.05.2005  GKS-Revision
Worauf ist bei der Revision der reformierten Groß- und Kleinschreibung zu achten? (Neufassung 21.5.2005)
16.05.2005  Fürsorglicher Zwang
»Augst: Schon vor der Reform haben viele – nicht etwa nur Kinder und Halbalphabeten – Begriffe wie „im Voraus“ groß geschrieben, weil sie den Ausdruck als Substantiv verstanden haben.
14.05.2005  Laut-Buchstaben-Zuordnungen
Obwohl es noch nicht auf der Agenda steht, habe ich schon mal ein Memorandum für die Revision des ersten Teils der Reform entworfen. (Neufassung 21.5.2005)
14.05.2005  Grünschnäbel
Die Grünen und die Rechtschreibreform
(Neufassung 14.5.2005)
14.05.2005  Luftschlösser
»Die gesetzlich beschlossene Reform sei vom 1. August an bindend für alle Schulen.«
13.05.2005  Aktenschwund?
Von den Dritten Wiener Gesprächen (22.-24.11.1994) gibt es einen Videomitschnitt.
13.05.2005  Papp
Augst wollte ja u. a. den Bob zum Bopp machen und den Krebs zum Kreps.
13.05.2005  Freitag, der 13.
Entgegen einem anderslautenden Gerücht bin ich nicht in Mannheim versumpft.
02.05.2005  Müntefering
Müntefering hat schon 1997 seine Partei auf die Rechtschreibreform eingeschworen.
02.05.2005  Die große Pleite
»Da geh ich doch lieber tot.« (Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex S. 195)
02.05.2005  Nett
Vor einiger Zeit schrieb mir ein Bundespolitiker:
01.05.2005  Hinter verschlossenen Türen
»Wir wollen keine Reform hinter verschlossenen Türen. Das kann ich für alle Kultusminister sagen.
26.04.2005  Regeltafeln
Bei www.deutschland-kehrt-zurueck.de sind kürzlich meine Regeltafeln zum Runterladen eingestellt worden. (Nachtrag: Mittlerweile sind sie hier zu finden.)
26.04.2005  Viel Arbeit
Die anderen arbeiten gerade an der GZS, aber wie sollen sie das schaffen?
25.04.2005  IDS für immer?
Warum müssen Rechtschreibaktivitäten eigentlich immer auf das Institut für deutsche Sprache hinauslaufen?
24.04.2005  Sehenden Auges ins Verderben
»Wir müssen jetzt zum Abschluß kommen, damit wir ein Ergebnis vorweisen können.«
24.04.2005  Neuer Verteiler
Die Sendungen der Geschäftsstelle gehen nicht nur an die Mitglieder des Rates, sondern auch an:
22.04.2005  leidtun
Mein Plädoyer für das herkömmliche leid tun stieß auf Widerspruch von Peter Eisenberg.
22.04.2005  ÖWB
Gegen Änderungen im Sinne der Sprachrichtigkeit und des üblichen Schreibbrauchs wehren sich einige Österreicher, die mit dem Österreichischen Wörterbuch verbunden sind.
20.04.2005  Sogar die Notbremse versagt
DUDEN: Wörterbuch neue Rechtschreibung – Was Duden empfiehlt. Mannheim 2005.
20.04.2005  Deutsch als Fremdsprache
Wieder eine Neubearbeitung, die dem Deutschen als Fremdsprache keine Freunde zuführen wird:
19.04.2005  Wer soll es denn machen?
»(Die KMK) erwartet vom Rat bis Anfang Juni eine Übersicht, bis zu welchem Zeitpunkt er seine Änderungsvorschläge ausgearbeitet vorlegen und deren Auswirkungen darlegen kann.«
17.04.2005  Die „Verbändeallianz“ meldet sich
»Es sei auch gut, dass der Rechtschreibrat etabliert wurde, um die Reform weiter zu entwickeln. Denn Sprache sei lebendig.«
17.04.2005  Rückbau in Etappen
Nach Gallmann und Sitta (Handbuch Rechtschreiben 1996, 46) brachte die Reform drei große Errungenschaften:
16.04.2005  Darf der das denn?
Im letzte SPIEGEL liest man „placieren“.
16.04.2005  Max Planck Forschung
Eigentlich lese ich dieses Magazin gern, aber die Sprachgestalt ist unter aller Kritik und eine Beleidigung für das Publikum:
15.04.2005  Staatsfern und ergebnisoffen
Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat laut Protokoll beschlossen, ergebnisoffen zu beraten.
14.04.2005  Ausbeutung
Nun ist es beschlossen: auch Bayern führt das „Büchergeld“ ein.
13.04.2005  KMK maßregelt den „Rat“
Kommentar zur Pressemitteilung der KMK vom 12. April 2005
12.04.2005  Gut so!
Nur unstrittige Teile der Rechtschreibreform zum 1. August gültig
12.04.2005  Panik – echt oder gespielt?
Wenn man sich die Reaktionen zum Beispiel von KMK-Präsidentin Wanka ansieht, gerät man ins Grübeln.
11.04.2005  Gedanken beim Blick in die Runde
Und Nachbetrachtungen zu München:
07.04.2005  Zwiebelfisch auf Abwegen
Aus der heutigen Schweriner Volkszeitung:
06.04.2005  Anfang vom Ende
Gestern, also am 5. April, wurde den Mitgliedern des Rates für deutsche Rechtschreibung die Vorlage zugeleitet, über die sie übermorgen, am 8. April, beraten und entscheiden sollen.
01.04.2005  Ohne Ostdeutsche
Jemand hat bereits bemerkt, daß im Rat für deutsche Rechtschreibung keine ostdeutschen Experten mehr sitzen, obwohl die doch eigentlich die theoretischen Köpfe der Reform gewesen sind.
01.04.2005  Wikipedia
Bei diesem verdienstvollen Unternehmen gibt es natürlich auch einige Schwächen und viel gutmütige Ignoranz.
31.03.2005  Demokratisierung der Wahrheit
Warum ist die Reform so greulich mißlungen? Einer der Gründe ist bisher wenig beachtet worden
31.03.2005  Zöpfe
Wenn ich der Verfasser von Hermann Zabels Pamphlet „Widerworte“ wäre, könnte ich keinen Fuß mehr vor die Tür setzen.
29.03.2005  Pseudodemokratische Reform
Die Dresdner Erklärung der Kultusministerkonferenz (Okt. 1996) ist ein Dokument des schlechten Gewissens.
29.03.2005  Den Nachgeborenen
Immer wieder werden ganz nette Kompromißvorschläge nahegelegt, mit denen man den Kultusministern eine goldene Brücke bauen könne.
28.03.2005  Tausendmal gelogen
Schon 1995 und dann immer wieder behaupteten die Kultusministerien eine Verminderung der Regeln von 212 auf 112.
27.03.2005  Silbentrennung
Die Silbentrennung hat sich infolge der Rechtschreibreform vom wahrhaft "marginalen" Bereich zum zentralen Problem für die Lexikographen entwickelt. Darauf weist auch der stellvertretende Dudenchef in einem Aufsatz hin (Sprachwissenschaft 2/2000).
27.03.2005  Reihendienst
Wie Zabel einmal sehr treffend schrieb, haben sich die Reformer seinerzeit „den Auftrag geholt“, die deutsche Rechtschreibung zu reformieren.
27.03.2005  Grauschleier
Ulrich Engel hat seine „Deutsche Grammatik“ überarbeitet und der Rechtschreibreform angepaßt.
26.03.2005  Änderung als Selbstzweck
Es lohnt sich, ab und zu in alten Texten zu blättern.
22.03.2005  Rasende Reformer
Was ausgewachsene Reformer in dreißig oder hundert Jahren nicht geschafft haben, trauen sich ihre Nachfolger in drei Tagen zu.
21.03.2005  Duden
Bisher hatte ich geglaubt, daß DUDEN nur fünfmal im Rat vertreten sei (Wermke, Hoberg, Sitta, Gallmann, Lindauer).
12.03.2005  Blockade
Der Dudenverlag und einige im Rat sitzende Dudenautoren sowie das Stammpersonal aus Österreich und der Schweiz blockieren die Arbeit am neuen Regelwerk, indem sie inhaltliche Änderungen ganz oder weitestgehend ablehnen.
11.03.2005  Schrodt
Ratsmitglied Richard Schrodt verteidigt aufs heftigste die Reform gegen ihre Kritiker, hält sich aber selbst keineswegs an die Reformschreibung.
11.03.2005  Verkehrte Welt
Es ist in der Tat soweit gekommen, daß jemand, der einfach weiter so schreiben will wie bisher (ein auch vom Bundesverfassungsgericht unnötigerweise noch einmal genanntes Recht), als Vertreter einer Extremposition gilt.
10.03.2005  Nächste Schritte
Bevor ich den folgenden Antrag einreiche, möchte ich ihn hier zur Diskussion stellen:
10.03.2005  Aus dem Rat:
Einige Mitglieder fordern Zweidrittel- oder sogar Dreiviertelmehrheiten für die Beschlüsse des Rates. Aus der Begründung:
08.03.2005  Menschen verachtend
Irgend jemand soll die Rechtschreibreform als „menschenverachtendes Massenexperiment“ bezeichnet haben.
08.03.2005  Agenda: GKS
Im Gegensatz zu einigen Presseartikeln läßt das Protokoll der zweiten Sitzung nicht erkennen, daß sich der Rat auf die Reparatur der Getrennt- und Zusammenschreibung beschränken und sonst allenfalls die ziemlich unwichtigen Gebiete der Fremdwortschreibung und Zeichensetzung besprechen will.
07.03.2005  Es geht doch!
Der „Standard“ druckt heute ein Interview mit Ratsmitglied Gerhard Ruiss.
06.03.2005  Mannheim, Wiesbaden
Bei der zweiten Sitzung des Rates scheinen – jedenfalls offiziell – keine Aufpasser anwesend gewesen zu sein.
06.03.2005  Zweite Sitzung des Rates für deutsche Rechtschreibung
18.2.2005 11-15 Uhr, Mannheim, Vortragssaal des IDS
05.03.2005  Bibliothekare
Wohlweislich sind die Bibliothekare nie gefragt worden.
05.03.2005  Eltern
In den Unterlagen des Rates finde ich keinen Hinweis auf die Elternvertretung.
18.03.2005  Hinweise für die Arbeitsgruppe GZS
Die Zweite Orthographische Konferenz 1901 hatte davon abgesehen, die Getrennt- und Zusammenschreibung zu regeln. Es handelt sich um Übergangsbereiche der Sprachentwicklung, die sich nicht abschließend festlegen lassen.
03.03.2005  Teilnehmer und Aufpasser: die Liste
Konstituierende Sitzung des Rates für deutsche Rechtschreibung
03.03.2005  Fauler Trick
Kaum hat sich der Rat konstituiert, beginnen schon die Tricksereien.
02.03.2005  P.E.N.
Welchen Standpunkt der Präsident des deutschen PEN, Johano Strasser, vertritt, hat er mehrfach sehr deutlich gesagt; es ist auch der meinige.
01.03.2005  P.E.N. im Rat für deutsche Rechtschreibung
Das P.E.N.-Zentrum Deutschland hat sich angesichts der jüngsten Entwicklung entschlossen, seinen Sitz im „Rat für deutsche Rechtschreibung“ anzunehmen, und mich mit der Vertretung seiner Interessen beauftragt.
28.02.2005  Rat – Ergänzung
Meine Übersicht über den „Rat“ (siehe hier) ist nochmals überarbeitet und an einigen Punkten korrigiert.
21.02.2005  Rat: Arbeitsgruppe GZS
Die Arbeitsgruppe, die sich mit der GZS beschäftigen soll, hat folgende Mitglieder:
20.02.2005  Eisenberg, natürlich!
Nachdem ich meinen Lachkrampf überwunden hatte, erinnerte ich mich, daß ich eigentlich das ganze letzte Halbjahr als selbstverständlich angenommen hatte, Peter Eisenberg werde sich in den Rat für deutsche Rechtschreibung drängen.
19.02.2005  Kompensiert zusammen
Der Arbeitskreis hat offenbar die Aufgabe, die Tätigkeit der aufgelösten Kommission fortzusetzen.
17.02.2005  Adresse
Der „Rat für deutsche Rechtschreibung“ scheint auch eine Mail-Adresse zu haben:
31.01.2005  Aus dem Rat
Wie ich aus zuverlässiger Quelle erfahre, ist am IDS noch kein Geschäftsführer des „Rates“ bestellt, doch soll das bald geschehen.
30.12.2004  Der sogenannte „Rat für deutsche Rechtschreibung“ (28.02.2005)
Nach dem Internationalen Arbeitskreis, der Zwischenstaatlichen Kommission und dem Beirat für deutsche Rechtschreibung ist der „Rat“ das vierte Gremium, das sich mit demselben Gegenstand befassen soll: der Durchsetzung einer Rechtschreibreform gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit, insbesondere fast aller Schriftsteller und Intellektuellen.
29.12.2004  Protokoll (ohne Gewähr)
Konstituierende Sitzung des Rates für deutsche Rechtschreibung
Mannheim, Institut für Deutsche Sprache, 17.12. 2004 nachmittags
27.12.2004  Neue Fronten
Werden sich im Rat neue Fronten bilden? Zwar sind sich fast alle in der Hauptsache einig, aber das waren sie in der Zwischenstaatlichen Kommission auch, und trotzdem gab es Feindschaften und Bündnisse.
21.12.2004  Hellers Nachfolgerin gesucht
Wortlaut des Stellenangebots:
20.12.2004  Kafkaeskes
Inzwischen wurde mir von mehreren Teilnehmern bestätigt, daß der Rat nach Statuten arbeitet, die die KMK vorgegeben hat, die aber vor der konstituierenden Sitzung den Mitgliedern noch nicht vorgelegen hatten.
18.12.2004  Wer hilft recherchieren?
Man kann sich das Grinsen der glorreichen Sieben vorstellen, die sich gerade aus der Zwischenstaatlichen Kommission verabschiedet und sogleich im selben Hause, vermutlich sogar im selben Raum, unter anderem Namen wiedergefunden haben.
18.12.2004  Die Kommission ist tot – es lebe die Kommission!
Zusammensetzung der Kommission:
14.12.2004  Tagesordnung
Die Tagesordnung für die konstituierende Sitzung des Rates für deutsche Rechtschreibung am Freitag, dem 17.12.2004, sieht zunächst Grußworte vor (Ahnen), außerdem soll die künftige Verfahrensweise festgelegt werden. Insgesamt sind nur zwei Stunden vorgesehen!
12.12.2004  Chaotischer Anfang
Bierwisch ist ja schon wieder draußen, nachdem die Berlin-Brandenburgische Akademie abgesagt hat.
11.12.2004  Wie weiter?
Herr Zehetmair hat angekündigt, daß der Rat schon bis Jahresende die ersten Korrekturen vorschlagen wird.
10.12.2004  Rat für deutsche Rechtschreibung (aktualisiert)
Nach dem Internationalen Arbeitskreis, der Zwischenstaatlichen Kommission und dem Beirat für deutsche Rechtschreibung ist der „Rat“ das vierte Gremium, das sich mit demselben Gegenstand befassen soll: der Durchsetzung einer Rechtschreibreform gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit und fast aller Schriftsteller und Intellektuellen.
01.12.2004  Rätselhaft
Wenn die Äußerungen von Herrn Zehetmair richtig wiedergegeben sein sollten,
08.11.2004  Was tun?
Wahrscheinlich ist es klüger, die Rückumstellung als eine Selbstverständlichkeit zu behandeln und die Springer-Presse auch nicht dazu zu ermutigen, fortwährend Kampagnen gegen die Rechtschreibreform zu veranstalten.
10.10.2004  Tag des Herrn
Eigentlich erscheinen seit heute wieder alle wichtigen Sonntagszeitungen in der bewährten Rechtschreibung, und das sollten wir feiern.
27.09.2004  Was ist vom „Rat für deutsche Rechtschreibung“ zu erwarten?
Nach dem Internationalen Arbeitskreis, der Zwischenstaatlichen Kommission und dem Beirat für deutsche Rechtschreibung ist der „Rat“ das vierte Gremium, das sich mit demselben Gegenstand befassen soll: der Durchsetzung einer Rechtschreibreform gegen den Willen der Bevölkerung und fast aller Schriftsteller und Intellektuellen.

 

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