Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 07.08.2010 um 16.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=255#6716
Beeindruckend, Herr Metz. Bei Goppel ist das nasale en schon ganz kunstgerecht (ang wäre auch irgendwie preußisch). Ob das nun ein Indiz für ein Links-Rechts- oder ein Nord-Süd-Gefälle ist, bliebe noch zu klären. Fragen wir einfach die Krake Paul.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 07.08.2010 um 16.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=255#6715
"Das Klientel breitet sich immer weiter aus. Wieso eigentlich?" (#6702), "Schreiber denken wohl, ein Viertel, Achtel sei ja auch neutrum." (#6703): Auch wo "-tel" auf "Teil" zurückgeht, spräche die Betonung der letzten Silbe bei "Klientel" gegen einen einfachen Übergang ins Neutrum. Die "Schreiber" schreiben nämlich bei sowas erstmal wie sie sprechen! (Und es gibt auch hinreichend Maskulina auf "-el"! Wo bei "Häcksel" sogar die Zweigeschlechtlichkeit schon gang und gäbe ist.) Ich glaube eher, daß das Verständnis als Kollektiv eine Rolle spielt (Gesochs, Getier, vielleicht auch Kapital). Auch die Betonung hülfe da mit.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 07.08.2010 um 14.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=255#6713
Die Aussprache scheint jedenfalls nicht vom Parteibuch oder von der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Medium abzuhängen. Folgende Politiker und Journalisten sind als Nasalierungsmuffel überführt:
Gesine Lötzsch (Linke) Joachim Poß (SPD), Hans Leyendecker (Süddeutsche Zeitung) Rainer Arnold (SPD) Renate Künast (Grüne) [02:58] Jürgen Trittin (Grüne) Sven-Christian Kindler (Grüne) Heiner Geißler (CDU) [03:59] Rainald Becker (SWR) Bettina Schausten (ZDF) Frank Jahn (NDR) Dirk-Oliver Heckmann (Deutschlandfunk) [auf den Audiolink klicken] Gabor Steingart (seinerzeit noch: Spiegel)
Siehe auch hier, hier und hier.
Bei Thomas Goppel (CSU) meine ich einen Hauch von Nasalierung wahrzunehmen (Kliantel).
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Sigmar Salzburg
Mohrkirch
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Dieser Beitrag wurde am 07.08.2010 um 10.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=255#6711
Einer meiner Professoren sprach alles mögliche nasaliert aus: Centimeter, Travertin, Clientèle. Sonst orientiert man sich doch wohl mehr an lateinischer oder italienischer Aussprache.
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 06.08.2010 um 22.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=255#6710
Ist nasalisiertes Klientel wirklich so selten? Das läßt sich leider schlecht überprüfen. Eine Suche über Google Video ergibt, daß z. B. Barbara Höll MdB Klientelpolitik unnasalisiert ausspricht. Sie sagt allerdings auch Rekottvaschuldung und süscha. Also vielleicht doch nicht ganz repräsentativ (trotz Volksvertretung und so).
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 06.08.2010 um 16.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=255#6708
#6706: Das ließe sich so deuten: Die Engländer wissen noch, daß ihr clientele aus dem Französischen kommt, während der vermeintlich weltläufige deutsche Geschäftsmann, der ihnen die Erweiterung seines Wortschatzes um das Klientel zu verdanken hat, das nicht mehr weiß.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 06.08.2010 um 15.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=255#6707
Zwischen dem Genuswechsel und dem Wegfall der Nasalierung sehe ich keinen Zusammenhang. Auch die Klientel hört man doch, zumindest heutzutage, extrem selten mit nasal gesprochenem en, oder?
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 06.08.2010 um 13.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=255#6706
Bis jetzt wird das Klientel weiterhin auf der letzten Silbe betont; die Nasalisierung hingegen fällt weg.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 06.08.2010 um 12.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=255#6704
Goppel selbst spricht in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk eindeutig von der und nicht von dem Klientel. Darin benutzt er das Wort Klientel insgesamt viermal, und zwar wie folgt: 1. unsere eigene Klientel 2. unserer eigenen Klientel 3. haben wir ... Klientel ... verloren 4. die eigene Klientel
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 06.08.2010 um 12.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=255#6703
"Das Klientel" wird von korrekturen.de als "beliebter" Fehler bezeichnet. Schreiber denken wohl, ein Viertel, Achtel sei ja auch neutrum.
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 06.08.2010 um 11.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=255#6702
»Die Union vernachlässigt nach den Worten des früheren CSU-Generalsekretärs Thomas Goppel ihr eigenes Klientel.« (dpa)
Das Klientel breitet sich immer weiter aus. Wieso eigentlich?
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 30.07.2010 um 12.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=255#6668
»Durchs Rost gefallen« betitelt die F.A.Z. einen Beitrag (30. 7. 2010) von Katrin Hummel. Der Text scheint durch den Rost des Korrektorats gefallen zu sein, denn die im Rheinischen (?) verbreitete Unterscheidung zwischen Rost (Korrosion, Schimmel) m und Rost (Gitter) s ist (noch) nicht standardsprachlich.
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