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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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12.12.2005
 

Schröder – rückgebildet
Lupenreine Männerfreundschaft

Der russische Erdgas-Manager Gerhard Schröder gibt Anlaß zu einer sprachlichen Beobachtung.
In vielen Zeitungen werden entweder Schröder oder der lupenreine Putin als "Männerfreund" des jeweils anderen bezeichnet. Das sieht zwar schwul aus, ist aber nicht so gemeint. Vielmehr handelt es sich hier um lupenreine Rückbildung. Das geht so: "Männerfreundschaft" ist gebildet als "Männer-freundschaft", wird aber neu analysiert als "Männerfreund-schaft", und das kann dann behandelt werden, als sei es eine "-schaft" von "Männerfreunden". So ähnlich ist man ja auch zum "Familienunternehmer" gekommen.

Um auch daran noch einmal zu erinnern: Ist es nicht überaus bemerkenswert, daß AOL/Bertelsmann in seiner Chronik der Rechtschreibreform schon 1998 prophezeite: "2005: Altbundeskanzler Gerhard Schröder"... Also ich finde das phantastisch, fast ein bißchen unheimlich.



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Kommentare zu »Schröder – rückgebildet«
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Kommentar von Tobias Bluhme, verfaßt am 14.12.2005 um 15.29 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=322#1964

Beim Nachrichtendienst PRESSETEXT wird der "Meinungsbildner des Jahres" gesucht. Die Umfrage findet sich unter folgender Adresse:

http://www.pressetext.de/umfrage06/

Mir fallen da spontan ein paar Kandidaten ein... ;-)
 
 

Kommentar von doelbi, verfaßt am 13.12.2005 um 09.59 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=322#1953

Wahrscheinlich hat auch die "Busenfreundin" was damit zu tun.
 
 

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