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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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11.02.2009
 

Späte Besinnung
Der Deutsche Philologenverband blickt zurück

– sieht aber nichts von eigener Mitschuld, obwohl er vor allem unter seinem damaligen Vorsitzenden Heinz Durner, einem Duz- und Schulfreund Hans Zehetmairs, kräftig mitgeholfen hat, die Rechtschreibreform durchzusetzen:

»Anstatt vor Reformen ergebnisoffene Modellversuche durchzuführen und zu bewerten, degradiert so manches schulpolitische Reformpaket, das qua Gesetz zum Erfolg verdammt ist, die Kinder zu Versuchskaninchen. Evaluierungen finden nicht mehr statt, bergen sie doch die Gefahr des möglichen Eingeständnisses der Politik, sich geirrt zu haben. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Bis heute gab es zum Beispiel keine wissenschaftliche Evaluation über die Effizienz des Fremdsprachenunterrichts an Grundschulen, über die Effekte der Rechtschreibreform, über die qualitativen Auswirkungen der Schulzeitverkürzung, über die Konsequenzen der Einführung gestufter Studiengänge im Bereich der Lehrerbildung – um nur einige Reformbaustellen zu nennen.«

(Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Philologenverbands, in Profil 1-2/2009, Februar 2009)



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Kommentare zu »Späte Besinnung«
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 29.06.2017 um 04.55 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1105#35510

Die Mitläufer-Verbände haben stark zur Durchsetzung der Rechtschreibreform beigetragen und die heutige Unsicherheit mitverursacht. Hier etwas von 2003:

Folgen einer Komplettrückkehr zur alten Rechtschreibung
sind für Schüler nicht zumutbar!
Appell an Ministerpräsidenten, sich auf einheitliches Kompromiss-Votum zu verständigen!
Den Versuchen, die Folgen einer vollständigen Rückkehr zur Rechtschreibung von 1991 an den Schulen zu bagatellisieren, tritt der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, entgegen. „Ein komplettes Zurück zur alten Rechtschreibung ist für die Schüler nicht zumutbar“, sagte er. Er widersprach damit ausdrücklich auch dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, der eine Rückumstellung als weitgehend unproblematisch bezeichnet hatte.
Im Einzelnen würde ein Komplettrückkehr die Schulen nach Ansicht des DPhV-Vorsitzenden vor folgende schwerwiegende Probleme stellen:
1.     Die gesamte Systematik des Rechtschreibunterrichts wäre gefährdet. Da in jedem Schuljahr aufbauend andere Schwerpunkte der Rechtschreibung (z. B. in der Unterstufe des Gymnasiums ss/ß-Schreibung, in der Mittelstufe Zusammen – und Getrenntschreibung) unterrichtet werden, wäre es unmöglich, der jetzigen Schülergeneration eine über Jahrgangsstufen hinweg kontinuierliche, aufbauende Kenntnis der deutschen Rechtschreibung zu vermitteln.
2.     Als weitere Folgewirkung ist zu befürchten, dass bei den Schülern die Rechtschreibsicherheit abnehmen und keinesfalls zunehmen wird. Die bei einer Komplettrückkehr wiederum unumgängliche mehrjährige Übergangsfrist ermuntere die Schüler geradezu, sich weder mit neuer noch mit alter Rechtschreibung intensiv zu befassen.
3.     Es werden auf Jahre hinaus kaum genügend Bücher in alter Rechtschreibung zur Verfügung stehen. Da die Kommunen und Länder derzeit ihre Bücherzuschüsse ständig reduzieren, könnten die Kosten für neue Bücher entweder nur komplett an die Eltern weitergegeben werden oder Neuanschaffungen müssten auf Jahre hinaus unterbleiben. Letzten Endes stellt sich damit die Frage, ob die Lehrmittelfreiheit noch aufrecht erhalten werden kann.
4.     Die Lehrer-Unterrichtsmaterialien in sämtlichen Fächern sind in neuer Rechtschreibung verfasst. Diese müssten mit hohem Aufwand ersetzt werden. Hinzu kommt, dass der in den vergangenen Jahren nötige zusätzliche Korrekturaufwand für die vorgeschriebene Kennzeichnung von Schreibweisen als „überholt“ über weitere fünf bis zehn Jahre fortgesetzt werden müsste.
„Außerdem sehe ich die Gefahr, dass eine ganze Generation von Jugendlichen den Glauben an die Verlässlichkeit politischer Entscheidungen zu verlieren droht“, betonte Meidinger.
Der DPhV-Vorsitzende bekräftigte die Position seines Verbandes, der deutliche Nachbesserungen bei der Zusammen- und Getrenntschreibung stets als notwendig bezeichnet hatte. Es dürfe aber nicht übersehen werden, dass große Teile der Rechtschreibreform wie etwa die neue ss/ß-Schreibung weitgehend unumstritten seien.
Meidinger richtete einen dringenden Appell an die Ministerpräsidenten-Konferenz, durch einen einheitlichen Beschluss, der Nachbesserungen in Teilbereichen auf der Grundlage der jetzigen Reform vorsehe, endgültig für „Rechts- und Rechtschreibsicherheit“ zu sorgen.


Man könnte von einer Umkehr der Beweislast sprechen – ein alter sophistischer Kunstgriff. In Bayern haben Zehetmairs Duzfreund Durner und sein Nachfolger Meidinger der KMK den Rücken freigehalten. Aber auch andere ließen es nicht fehlen:

Berlin (rpo). Fünf Jahre ist es her, dass die Rechschreibreform eingeführt wurde. Land auf, Land ab herrscht noch immer Verwirrung. Auch die Zeitungslektüre hilft oft nicht weiter: Die meisten Blätter haben zwar die neuen Regeln übernommen, das Schlachtschiff "FAZ" ist jedoch zur alten Schreibung zurückgekehrt. Trotzdem haben Experten jetzt eine überwiegend positive Bilanz gezogen.
Nach Ansicht des Geschäftsführers der Kommission für deutsche Rechtschreibung, Klaus Heller, gibt es auch außerhalb von Schulen und Behörden sowie Medien "eine klare Tendenz hin zur neuen Rechtschreibung". Etwa die Hälfte der privat Schreibenden bemühe sich um die neue Schreibweise, und es würden immer mehr, sagte Heller dem "Mannheimer Morgen".
An den Schulen sei die Rechtschreibreform "inzwischen kein Thema mehr", teilte der Deutsche Philologenverband mit. "Weder bei Lehrern noch bei Schülern gibt es darüber noch große Debatten geschweige denn Irritationen", sagte der Bundesvorsitzende Heinz-Peter Meidinger. Der Verband beklagte allerdings, dass sich die Lehrerausbildung an den Universitäten nicht einheitlich an den neuen Regeln orientiere. Einigen Dozenten sei die Rechtschreibung egal, andere verlangten bei Seminararbeiten sogar die alte Schreibweise.    
Auch nach Einschätzung der Vorsitzenden des Bundeselternrates, Renate Hendricks, kommen Schüler in Deutschland mit der Rechtschreibreform gut zurecht. Vor allem hätten diejenigen, die die neue Schreibweise bereits in der Grundschule gelernt hätten, keine Probleme, sagte Hendricks im DeutschlandRadio Berlin.
Dass die Fehlerquote gleich geblieben sei, könne man nicht der Rechtschreibreform anlasten, sagte Hendricks. Dies sei auf eine größere Bedeutung von Rechtschreibung in der Schule zurückzuführen. Der Philologenverband sieht einen Grund in der noch andauernden Umstellungsphase. Deutlich weniger Fehler machten die Schüler schon jetzt bei der liberalisierten Kommasetzung.    
Eine negative Zwischenbilanz hatten dagegen am Vortag die Forschungsgruppe Deutsche Sprache (Berlin) und der Initiator des schleswig-holsteinischen Volksbegehrens zum Stopp der Rechtschreibreform, der Verleger Matthias Dräger, gezogen. Anders als gedacht gebe es inzwischen mehr Fehler als vorher, meinte die Forschungsgruppe. Für Dräger ist die Rechtschreibung durch zahlreiche neue Ausnahmebestimmungen und Sonderregeln komplizierter geworden.

 
 

Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 29.06.2017 um 04.43 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1105#35509

Brief vom 6.8.2006:

Sehr geehrter Herr X,
 
ich teile Ihre Skepsis nicht. Natürlich ist das Ergebnis des Rechtschreibrats ein Kompromiss, der nicht allen Erwartungen entsprochen hat. Die Richtung stimmt aber, einige Beschlüsse hat bis zu seinem Austritt aus dem Rat übrigens auch Herr Ickler mitgetragen, einer der profiliertesten Reformkritiker.
In der vermehrten Zulassung von Variantenschreibungen insbesondere im schon immer fließenden Bereich der Zusammen- und Getrenntschreibung sehe ich keine Verunsicherung. Ob man nun graumeliert oder grau meliert schreibt, ist keine Frage, über die zu streiten lohnt.
Meine Einschätzung, dass die Lehrer überwiegend wünschen, dass Ruhe einkehrt, ist keine Behauptung, sondern Realität an allen Schulen, die ich kenne.
Dass diejenigen, die komplett zur alten Rechtschreibung zurückkehren wollten, nicht zufrieden sind, ist verständlich, auch wenn man diese Meinung nicht teilen muss.
Die neue s/ss-Schreibung ist logischer, die vermehrte Großschreibung von Substantivierungen wird von den Schülern gern übernommen.
Auch die alte Rechtschreibung strotzte vor nicht erklärbaren Widersprüchen, die ich Ihnen nicht aufzuzählen brauche, weil Sie sie kennen.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Heinz-Peter Meidinger


Ich habe die Beschlüsse des Rats nicht "mitgetragen". Ich war ein Jahr lang Mitglied und habe mehr Vorlagen eingereicht als alle anderen zusammen, aber ich habe den Beschlüssen nicht zugestimmt. Man kann der Opposition nicht nachsagen, sie trage die Beschlüsse der Regierungsmehrheit, nur weil sie demselben Parlament angehört. Das ist unphilologische Wortverdrehung.
 
 

Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 11.03.2014 um 09.57 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1105#25357

Nach Meinung des Philologenverbands hat sich die Reform in Teilen bewährt, so die Ersetzung des "ß" durch Doppel-s nach kurzem Vokal. Unsicher seien Schüler und auch viele Lehrer in Fragen der Getrennt- und Zusammenschreibung, sagt Verbandsvorsitzender Heinz-Peter Meidinger. Der Ertrag habe den Aufwand nicht gerechtfertigt. Die meisten Probleme der Schüler mit der Rechtschreibung beträfen indes gar nicht die Reformfelder - sei es das Dehnungs-h oder die Schreibung von Fremdwörtern. Eine Reform, die wirklich zu leichterem Schreiben geführt hätte, wäre wohl kaum durchsetzbar gewesen, meint der Obstudiendirektor (sic). (Mannheimer Morgen 11.3.14)

Auf dieses Sprüchlein hat sich der kleinlaut gewordene Meidinger vor einigen Jahren schon zurückgezogen, aber er weiß natürlich, daß selbst die Sache mit dem ss nicht zutrifft. Als Gymnasiallehrer und Zeitungsleser kann er nicht übersehen haben, daß gerade in diesem Bereich die Fehler enorm zugenommen haben.

Die Erleichterung durch "Heyse" ist ein uraltes Postulat. Es fragt sich nur, wie resistent seine Vertreter gegen die Erfahrungen mit der Umsetzung sind.
 
 

Kommentar von Karin Pfeiffer-Stolz, verfaßt am 16.02.2009 um 12.35 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1105#13913

Th. Ickler: „Auch unsere großen Zeitungen schreiben ja nun - bis auf Heyse - fast wieder so wie vor der "Reform".“

Der ganz unerträgliche Schreibsalat mit Zutaten aus allen Reformschritten von 1996 aufwärts wird also an den Schulen ein zähes Leben führen. Womöglich wird man dort selbst dann noch darauf beharren, wenn eine nächste Reform auch Adelung wieder einführte (ein fiktiver Gedanke – aber möglich wäre es dennoch). Pädagogen werden wohl kaum ein zweites Mal bereit sein, ihre teuer gekauften privaten und öffentlichen Büchern und Lernhefte wegzuwerfen und gegen neue zu ersetzen. Es wird sich wohl auch kaum ein Verlag bereitfinden, solche Erneuerungsaktionen finanziell zu unterstützen – es sei denn, es kommt eine Bücherverschrottungsprämie. :-)).
Das in der Schule zur Verwendung kommende inkonsistente Schrifttum trägt dazu bei, das Niveau der grundlegenden Kulturtechniken des Lesens und Schreibens (und logischen Denkens!) zusätzlich abzusenken.

 
 

Kommentar von Robert Roth, verfaßt am 12.02.2009 um 20.57 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1105#13901

Niemals würde sich die KMK darauf einlassen, im Wege eines Schulversuchs "die Effekte der Rechtschreibreform" (Meidinger) evaluieren zu lassen.
Sie würde sich ja der Lächerlichkeit preisgeben.

 
 

Kommentar von Oliver Höher, verfaßt am 11.02.2009 um 18.26 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1105#13897

Nicht zu vergessen der Reformtrüffel, den Herr Ickler hier etwas in den Schatten gestellt hat ("bis auf Heyse") und der ja doch für viel Unlesbares verantwortlich ist und deshalb schnellstens abgeschafft werden muß.

Es mag tatsächlich (den Beweis sind uns die Deformer freilich noch schuldig) einige wenige Schüler vor 1996 gegeben haben, die mit "das/ daß" so ihre Probleme hatten, aber ein "Ereigniss", eine "Küsste" oder "das Produkt, dass so oft getestet wurde, ist..." hat es tatsächlich so häufig wie jetzt nicht gegeben.

Auffällig ist doch auch, daß es gerade nicht Literatur in Deformationsschrieb ist, die Literaturpreise erhält. Alles purer Zufall?
 
 

Kommentar von Marco Mahlmann, verfaßt am 11.02.2009 um 18.02 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1105#13896

Noch zu den Zeitungen: Die Zeit hält nach wie vor an allerlei Blödsinn fest: etwa die Großschreibung von Pronomen (der Einzige, die Anderen), irrwitzige Trennungen (Inte-resse) oder Getrenntschreibungen (Platz sparend).
Di Lorenzos "Staatsräson" kann das alleine kaum begründen. Da wird wohl ein veraltetes Textverarbeitungsprogramm angewandt – und den Redakteuren ist die Orthographie offenbar schlichtweg egal.
 
 

Kommentar von R. M., verfaßt am 11.02.2009 um 18.00 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1105#13895

»Unsere« Zeitungen, die nicht uns gehören, sondern Medienkonzernen, haben schon deshalb keine Veranlassung zur Buße, weil sie ja auch weiterhin »bis zum Grotesken« den ganzen Unsinn mitmachen und noch überbieten. Wenn die Software oder ein Korrektor nicht mäßigend eingreift, wird getrennt und groß geschrieben: zusammen treten, empor gekommen, ist Schuld usw. Die Druckausgabe der SZ, in der es etwas manierlicher zugehen mag, ist (leider) nicht repräsentativ für den Stand der Zeitungsorthographie (einschließlich der Online-Portale!) insgesamt. Früher hingegen dürfte kein gravierender Unterschied in der Rechtschreibsicherheit von SZ-Redakteuren und solchen des Tuntenhausener Generalanzeigers bestanden haben.
 
 

Kommentar von Marco Mahlmann, verfaßt am 11.02.2009 um 11.06 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1105#13894

Ich meinte damit auch eher: Verweist der Philologenverband auf andere, wo er vor der eigenen Türe kehren könnte, sollte, müßte? Ist es nicht so, daß er das wohlweislich bleiben läßt, weil sonst das eigene Versäumnis offenkundig wird?
Das gibt's ja auch häufig, nicht nur in Zusammenhang mit der Rechtschreibreform. Schuld sind immer die anderen, und man wird ja gezwungen mitzumachen, obwohl man ja eigentlich viel lieber ganz was anderes täte...
Dabei scheint es unerheblich zu sein, ob es diesen Zwang tatsächlich gibt.
 
 

Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 11.02.2009 um 09.57 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1105#13892

Das glaube ich kaum - und warum sollte er? Nur um die eigenen Versäumnisse aufzudecken?

Dazu fällt mir noch ein: Auch unsere großen Zeitungen schreiben ja nun - bis auf Heyse - fast wieder so wie vor der "Reform". Aber zwischendurch haben sie ganz anders geschrieben, und teilweise bis zum Grotesken den ganzen Unsinn mitgemacht und noch überboten. Aber erwartet man im Ernst irgendein Schuldbekenntnis oder auch nur einen Rückblick auf diese kuriose Episode der Mediengeschichte?

Das Zitat aus der SüddeutschenZeitung, das der Philologenverband dankenswerterweise abdruckt, zeigt ja ganz klar, worauf es bei den Zeitungen ankommt: möglichst nicht an das erinnert zu werden, was man gestern und vorgestern geschrieben hat. (Das fiel mir auch zu Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise auf: Dieselben Wirtschaftsredakteure bei FAZ und SZ zum Beispiel, die heute die Aufblähung des Finanzsektors durch Derivate und andere Glücksspiele ("Produkte") analysieren und verurteilen, haben uns jahrelang vorgerechnet, wie effizient diese Mittel bei der blitzschnellen "Allokation der Ressourcen" funktionieren - zu unser aller Vorteil. War wohl nichts, ist aber auch schon wieder vergessen und vergeben.)
 
 

Kommentar von Marco Mahlmann, verfaßt am 11.02.2009 um 09.35 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1105#13891

Mache ich mir falsche Vorstellungen, oder hätte nicht der Deutsche Philologenverband die hinreichende Möglichkeit, eine solche wissenschaftliche Untersuchung anzustoßen?
 
 

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